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Absatzrekord in Sicht

Die BMW-Marke Mini wird 2007 einen neuen Absatzrekord aufstellen. Mini-Chef Kay Segler sagte auto motor und sport, dass 222.000 Verkäufe durchaus in Reichweite sind.

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Mini
Foto: ams

"Unser Ziel bleibt, dieses Jahr einen Rekordabsatz von mehr als 220.000 Mini zu verbuchen. Schon per November waren es 202.000, ein Plus von 16 Prozent. Die Schnapszahl 222.000 wäre ein Traum. Aber wir kommen der anhaltenden Nachfrage kaum hinterher." Die Wartezeit für den Mini Clubman liege bei zwei bis drei Monaten. Deshalb wolle Mini die Kapazität seines englischen Werkes ausbauen. Segler: "Unsere maximale Kapazität in Oxford wird 2008 bei 240.000 Einheiten liegen, mittelfristig werden wir sie auf 260.000 steigern."

Obwohl BMW keine Unternehmenskennzahlen für die Marke Mini veröffentlicht, bestätigte Segler, dass Mini gute Gewinne abwirft. "Ein separates Ergebnis für Mini weist unsere Gruppe zwar nicht aus. Aber wenn Sie sich vor Augen führen, dass der profitable Geschäftsplan ursprünglich für einen Absatz von 100.000 Einheiten pro Jahr ausgelegt war, können Sie sich vorstellen, dass wir mit einer guten Geschwindigkeit fahren. Rund 25 Prozent unseres Absatzes entfällt auf unser Flaggschiff Mini Cooper S. Unser durchschnittlicher Transaktionspreis in Europa liegt bei 22.500 Euro - bei einem Einstiegspreis von 15.850 Euro."

Crossman ab 2010

Große Hoffnungen setzt Segler auf das vierte Modell mit dem Arbeitstitel Colorado, das nach nicht offiziell bestätigten auto motor und sport-Informationen den Namen Crossman bekommen und im Jahr 2010 in den Handel kommen soll. "Beim Absatz soll es - genau wie der Clubman - unser Cabrio überflügeln. Und dieses hat in seiner Spitzen-Phase 45.000 Käufer pro Jahr gefunden." Eine fünfte Baureihe sei derzeit nicht geplant. "Lassen Sie uns erst unseren Crossover erfolgreich einführen. Daneben konzentrieren wir uns darauf, das Feuer der Liebe für die bestehenden Modelle am Brennen zu halten. Wir wollen beim Absatz keine Berg-und-Tal-Fahrt, sondern weiter ein konstantes, gesundes Wachstum."

Pläne für ein zweites Produktionswerk hegt Segler nicht: "Diese Frage stellt sich bis auf weiteres nicht. Denn mit der Entscheidung, dass Magna Steyr in Graz unser viertes Modell fertigen wird, haben wir genügend Luft zum Wachsen." Dass der Osnabrücker Auftragsfertiger Karmann bei der Vergabe dieses Auftrages leer ausgegangen ist, verteidigt Segler: "Karmann ist seit Jahren ein wichtiger Partner für unseren Konzern. Derzeit laufen dort Entwicklungsumfänge für das BMW 1er Coupé, die Entwicklung und die Produktion des Dachsystems für das Einser Cabrio sowie Presswerkzeuge für BMW- und Rolls-Royce-Modelle."

Seine geographische Präsenz will Mini stark ausbauen: "Unsere größten Märkte sind dieses Jahr Großbritannien und die USA - mit jeweils deutlich über 40.000 Verkäufen, gefolgt von Deutschland mit etwa 30.000 Einheiten. In China planen wir 2007 erstmals über die Zahl von 2.000 Verkäufen kommen. Insgesamt sind wir weltweit in über 70 Märkten vertreten. Mittelfristig wollen wir weiter wachsen. Spätestens Anfang 2009 werden wir in Indien starten."

Die Zahl der weltweiten Vertriebspartner indes will Mini-Chef Segler 2008 verringern und sich auf größere, kapitalstarke Händler verlassen: "Derzeit verfügen wir über 1.500 Mini-Stützpunkte, davon rund 60 von konzerneigenen Niederlassungen. Im kommenden Jahr wollen wir die Zahl der Stützpunkte tendenziell verringern, vor allem in Deutschland und Westeuropa. Denn nur größere, starke, innovationsfreudige Händler können das Markenerlebnis bieten, das wir unseren Kunden bieten wollen und müssen."

Für die Mindestgröße eines Betriebes hat Segler klare Vorstellungen: "Ein Mini-Outlet braucht mindestens einen exklusiven Verkäufer. Und der rechnet sich erst ab 80 Verkäufen im Jahr. In den USA liegt der durchschnittliche Jahresabsatz eines Händlerstützpunktes übrigens bei 600 Mini." Von den bestehenden Händler erwartet Segler mutige Investitionen: "Unsere Händler sollen verstärkt in ihre Betriebe investieren. Der Durchschnittsabsatz wird - mit unserem vierten Modell - schließlich um schätzungsweise 35 bis 40 Prozent wachsen.

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Autor: Harald Hamprecht
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