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Mini-Chef Wolfang Armbrecht

Mini hat noch viel Potenzial

Foto: BMW AG 39 Bilder

Mini-Chef Wolfgang Armbrecht spricht mit auto motor und sport-Redakteur Harald Hamprecht über die drei neuen Modelle der Lifestyle-Marke – und die weltweiten Expansionspläne.

07.10.2009 Harald Hamprecht

Herr Armbrecht, wie schlägt sich Mini in der Finanzkrise?
Armbrecht: Mini ist aus einer Krise heraus entstanden. Das war vor 50 Jahren – und für uns Anlass, den Markengeburtstag mit 25.000 Fans aus der Mini Community in Silverstone in England zu begehen. Es war richtig gut. Im Verkauf haben allerdings auch wir uns nicht ganz von der negativen Marktentwicklung abkoppeln können. Der eisige Wind einbrechender Nachfrage wehte auch Mini ins Gesicht. So war der Start in 2009 schwierig, seitdem entwickeln wir uns aber wieder Schritt für Schritt nach vorne. Wichtige Mini Märkte, wie etwa Großbritannien oder Frankreich stabilisieren sich wieder. Besonders erfreulich läuft es für Mini in Deutschland – wir sind hier deutlich über Vorjahr. In Summe ist das noch kein Grund zu Euphorie, aber insgesamt stimmen uns die jüngeren Signale positiv. Unsere Marke hat noch viel Potenzial nach oben.

Wie viel?
Armbrecht: Durch die Serienproduktion der in Frankfurt gezeigten Konzepte der kommenden Mini Modelle Roadster und Coupé und den für 2010 geplanten Mini Crossover werden wir unser Produktangebot von drei auf sechs Modelle verdoppeln. Gleichwohl wendet sich Mini an das Segment der sogenannten "postmodernen Trendsetter" – das ist eine Zielgruppe von weltweit etwa 100 Millionen Menschen. Wir sind überzeugt davon, dass hier noch einiges geht. Und wie gesagt: Die Marke hat das Potenzial.

Wann kommen denn Coupé und Roadster auf den Markt?
Armbrecht: Geduld. Das wird noch etwas dauern. Idealerweise wollen wir jedes Jahr mindestens ein neues Modell auf den Markt bringen, um der Mini Community, aber auch dem Mini Handel kontinuierlich Impulse zu liefern.

Das heißt, das Mittelfristziel von 300.000 Einheiten pro Jahr dürfte sich schon 2012 einstellen?

Armbrecht: Wir wollen nicht volumengetrieben wachsen, sondern profitabel.

Wie viele Einheiten planen Sie dieses Jahr?
Armbrecht: Per August haben wir mit 137.000 Fahrzeugen weltweit ein Minus von 16 Prozent zum Rekordvorjahr verbuchen müssen. Für das Gesamtjahr arbeiten wir daran, annähernd das Vorjahresniveau zu erreichen. Dabei helfen uns auch unsere neuen Einstiegsmodelle wie der Mini One für in Deutschland 15.200 Euro oder der Mini One Clubman.

Was gibt es neues beim Mini E?
Armbrecht: Alle 600 Fahrzeuge sind jetzt in Kundenhand, darunter auch in Berlin und München. Die Fahrzeuge kommen ausgezeichnet an. Wir lernen allerdings auch aus diesem Projekt, beispielsweise wie durchwachsen das Angebot stabiler Stromversorgung in den USA ist. Dennoch: Alles läuft. Und wie geplant werden wir das Projekt bis Mitte 2010 weiterlaufen lassen. Danach wird ausgewertet. Was wir schon jetzt sehen: Rund um die E-Fahrzeuge zeichnet sich kleiner, wichtiger werdender Markt ab.

Stehen bei der Marke Mini Einschnitte beim Personal an?

Armbrecht: Nein. Bei Mini geht der Weg nach vorne. Wir bauen unsere Modellpalette aus, und wir entwickeln unser Händlernetz. Besonders hier erwarten wir eine eher umgekehrte Entwicklung.

Wie weit haben Sie Ihren Auftritt im Handel von BMW separiert?

Armbrecht: Die BMW Group sieht Markentrennung als wesentlichen Erfolgsfaktor. Für Mini ist es klares Ziel, weltweit so exklusiv wie möglich aufzutreten. Rund die Hälfte unserer Schauräume sind bereits heute schon separat und exklusiv.

In welche Märkte wollen Sie den Vertrieb noch ausdehnen?

Armbrecht: Wir haben im April diesen Jahres mit Erfolg den Vertrieb in Brasilien begonnen und sind damit in über 80 Märkten präsent.

Wie läuft das Geschäft in den beiden größten Märkten der Welt – in China und den USA?

Armbrecht: In den Vereinigten Staaten lagen wir per August mit im Vergleich zum Vorjahr minus 16 Prozent bei etwa 30.000 Einheiten – allerdings mit noch einmal gesteigertem Marktanteil. In China sind wir weiter auf Wachstumskurs; in den vergangenen Jahren haben wir unseren Absatz fast jährlich verdoppeln können. Auch hier zeigt sich, wie sehr wir von der Stärke der Marke Mini profitieren können – und welches Potenzial noch vor uns liegt.

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