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Mini Cooper S gegen Audi A1 Sportback

Maximierter Mini im ersten Vergleich

Mini Cooper S, Audi A1 Sportback, Frontansicht Foto: Wolfgang Groeger-Meier 28 Bilder

Es ist keine leichte Aufgabe: der Tradition der Marke Mini treu bleiben und dennoch einen Kleinwagen bauen, der fit für die Zukunft ist. Ob es geklappt hat? Wir haben die Neuauflage besucht, zusammen mit ihrem Lieblingsgegner Audi A1.

14.12.2013 Michael von Maydell

Lust auf ein Spielchen? Dann kramen Sie in Ihrem Hinterkopf nach den letzten Mini-Bildern und vergleichen diese mit dem Neuen. Finden Sie die Unterschiede? Auffallen sollten zumindest die zwecks Fußgängerschutzes höhere Schnauze des neuen Mini, die vergrößerten Rundscheinwerfer sowie zwei etwas überdimensionierte Rückleuchten. Ach ja, der schmucke Tankdeckel musste auf die rechte Seite umsiedeln.

Mini wächst um fast zehn Zentimeter

Aber dass der komplett neu aufgebaute Fronttriebler fast zehn Zentimeter länger und vier Zentimeter breiter ist, fällt zunächst einmal nicht auf. Dank einem klar getrennten Dachaufbau, knackigen Überhängen, steilem Heck, zweifarbiger Lackierung und viel Chrom ist es den Designern rund um Anders Warming in Oxford tatsächlich gelungen, Charme, Charakter und Proportionen des jetzt 3,82 Meter langen Mini (Cooper S 3,85 Meter) nicht zu verwässern.

Und wem das nicht reicht, der kann zusätzlich noch Flags and Stripes oder neue Farben auflegen. So oder so steht die dritte Auflage des Mini, auf dessen Plattform auch der nächste BMW Einser aufbauen wird, nun deutlich markanter da als der zum Vergleich mitgereiste Audi A1 Sportback. Der wirkt etwas schmalbrüstiger und unterkühlt - trotz seiner 13 Zentimeter längeren Karosserie, Zweifarblackierung und des auditypischen Hexagonalgrills. Ob Sportback oder nicht, spielt dabei übrigens keine Rolle. Der Viertürer wartet nur mit einem länger gezogenen Dach auf. Interessant hierbei: Im Fond des Mini sitzt man dennoch bequemer als im Audi.

Warum? Die weich gepolsterte, verstellbare Rückenlehne steht weniger steil, und für Kopf und Knie gibt es erfreulich viel Platz. Nur beim Laderaum kann der Mini nicht mithalten. Mit 270 Litern übertrumpft der Audi die 211 des Mini deutlich. Dabei sei aber angemerkt, dass der Vorgänger ganze 51 Liter weniger mit auf die Reise nahm. Neu hinzugekommen ist zudem ein doppelter Boden, der bei umgeklappter Lehne (60:40) eine ebene Ladefläche ermöglicht.

Erwachsen und dennoch Mini

Tiefgreifender sind die Änderungen am Mini-Cockpit. So sind die elektrischen Fensterheber nun in die Türverkleidungen integriert, und der unpraktische Schlüsseleinschub rechts vom Lenkrad ist passé. Jeder künftige Mini wird mittels eines ziemlich lässigen, rot pulsierenden Kippschalters gestartet, der im Zentrum der Mittelkonsole sitzt.

Und konnte der Audi A1 Sportback in den Vergleichen bislang mit seinen perfekt ablesbaren Instrumenten und der einfachen Bedienung zu Recht einige Extrapunkte sammeln, ist es damit auch vorbei. Tacho und Drehzahlmesser sitzen nun auch beim Mini ganz konventionell hinterm Lenkrad.

Das charismatische, aber überfrachtete Zentralinstrument des Mini beherbergt je nach Ausstattung nur noch ein TFT-Display oder einen bis zu 8,8 Zoll großen Farbmonitor, über den sich Infotainment, Navigation, Kommunikation und vieles mehr bedienen lassen. Hierfür wiederum feiert der intuitiv bedienbare Dreh-Drücksteller des iDrive-Systems seinen Einzug. Er ist ein echter Fortschritt gegenüber dem bislang fummeligen Drehknopf.

Mini lässt sich mächtig aufrüsten

Überhaupt können Mini-Käufer so richtig aus dem Vollen schöpfen. Ob adaptiv arbeitende LED-Scheinwerfer, Head-up-Display, kamerabasierter Tempomat mit Notbremsfunktion, Parkassistent oder webbasiertes Entertainment - gegen Zuzahlung lässt sich der Kleine mächtig aufrüsten. Sogar adaptive Dämpfer und ein Drehrad für verschiedene Fahrmodi sind erhältlich. Da muss selbst der Audi A1 Sportback - angesichts einer 40-seitigen Preisliste auch nicht gerade ärmlich - klein beigeben.

Zur Markteinführung im März setzt Mini auf drei neue Turbomotoren, darunter erstmals zwei mit lediglich drei Zylindern. So kommt im Mini Cooper ein 136 PS starker 1,5-Liter-Benzindirekteinspritzer mit vollvariabler Ventilsteuerung zum Einsatz, der schon ab 1.250 Touren mit einem soliden Drehmoment von 220 Nm aufwartet.

Und im Mini Cooper D, der nach Normzyklus nur 3,5 Liter Diesel pro 100 Kilometer verbrauchen soll, rackert ein Dreizylinder mit 116 PS. Nur dem Mini Cooper S bleibt der Vierzylinder erhalten. 192 PS stark, dürfte der Turbo für verlockend sportliche Fahrleistungen sorgen. Vmax: satte 235 km/h. Wer die erwähnten Mini Driving Modes dazubucht, kann zusätzlich noch Motorkennlinien und Akustik schärfen. Ebenfalls neu: eine Sechsgangautomatik, die im "Green"-Mode den Antrieb entkoppelt und somit Sprit spart. Eine Start-Stopp-Automatik ist hingegen immer Serie.

Mini Cooper wird nur 50 Euro teurer

Schwächere Aggregate folgen erst in den nächsten sechs Monaten. Der Audi A1, seit drei Jahren auf dem Markt, lockt dagegen mit vier Turbobenzinern (86 bis 185 PS) sowie drei TDI (90, 105, 143 PS). In den NEFZ-Werten ist der Mini Cooper D dennoch der sparsamste. Der knausrigste Audi mit 90 PS kommt auf 3,8 Liter.

Trotz aller Änderungen bleiben die Preise stabil. Der Mini Cooper kostet nun 19.700 Euro (ehemals 19.650), der Mini Cooper S 23.800 und der Diesel 21.450 Euro. Damit ist der Mini zwar weiterhin kein Schnäppchen, bleibt aber meist unter den Preisen des Audi. Ein mit dem Cooper vergleichbarer 1.4 TFSI mit 140 PS kostet beispielsweise 20.400 Euro.

Scheint so, als hätte die Kritik an Preis, Platz und Bedienung im Hause Mini ihre Wirkung gehabt. Ob sich der Neue dennoch so launig fährt wie sein Vorgänger? Anfang nächsten Jahres wissen wir mehr.

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