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Mini Cooper S-Werbespot

Is` was, dog?

Mini, Werbespot, Kamerawagen Foto: Mini 18 Bilder

Bulldogge Birdie ist vier, verdient am Tag so viel wie andere in einem Monat – und ist der Star des Werbespots zum neuen Mini Cooper S. Wir begleiteten die Dreharbeiten exklusiv in Los Angeles.

20.11.2013 Jörn Thomas

Birdie schnauft, Birdie hat Stress. Jetzt wuchtet sie schon zum x-ten Mal ihren Oberkörper hoch, schwingt die Vorderpfoten lässig aus der geöffneten Seitenscheibe und verbellt eine vorwitzige Dogge – und trotzdem reicht es nicht. Irgendwer hat immer etwas zu meckern. In diesem Fall der Regisseur des Werbespots, der in Los Angeles gedreht wird.

Eigentlich dreht sich die Filmerei ja um die im Frühjahr 2014 erscheinende dritte Generation des Mini Cooper S in Volcano Orange mit schwarzen Streifen. Doch der eigentliche Star ist die Bulldoggendame Birdie, vier Jahre alt, altweiß mit braunen Flecken und einer schwarzen Schnauze. Geht es nach dem Storyboard, soll Birdie zunächst mit dem neuen Mini ihres Herrchens fremdeln, dann interessiert am Auspuff schnuppern, um ihn nach einer flotten Mitfahrt als ihr Revier anzuerkennen und gegen eine aufmüpfige Dogge zu verteidigen.

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Reportage Mini-Werbespot Is’ was, dog?
auto motor und sport 23/2013
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"Stay, come on, good girl" – fertig, Frolic

Bis dahin ist noch ein langer Weg, gepflastert mit einer Menge Kommandos wie: "On your mark, stay, come on, good girl" – fertig, Frolic, stundenlang. Der erlösende Applaus kommt erst, wenn alle zufrieden sind – neben dem Regisseur auch die Verantwortlichen der Agentur sowie die Mini-Repräsentanten. Zur Kontrolle starren alle auf zwei große Monitore, montiert in einem Minibus. Hinter dunklen Scheiben und dauerklimatisiert folgt die rollende Kommandozentrale dem eigentlichen Filmteam.

Gestern noch in den Paramount Studios, heute ein paar Kilometer weiter in Downtown Los Angeles. Es ist Samstagmittag, und der Mini Cooper S saust entweder aus eigener Kraft durch die Straßenschluchten – oder wird auf einer Art Sattelschlepper durch die Gegend kutschiert. Dazu muss der halbe Straßenzug gesperrt werden. Einsatz für die Polizisten-Rentner: Mit schweren Motorrädern, Uniformen sowie natürlicher Autorität ausgestattet, sorgen sie für freie Bahn.

Birdie teilt sich das Trailer-Sofa mit Jennifer Aniston

Derweil gönnt sich Birdie eine kurze Pause, überlässt die nächste Szene ihrem Double Penny. Die ist zwar nicht ganz so clever wie die Hauptdarstellerin, hat dafür aber eine spezielle Fähigkeit: Sie kann das Bein heben wie ein Kerl. Und genau darum geht es jetzt. Der Vorderreifen Mini Cooper S soll markiert werden, unterstützt durch Kunst-Pipi aus der Spezialsprühflasche. Damit fliegende Wechsel unerkannt bleiben, sind beide zum Verwechseln ähnlich geschminkt. Wohnen dürfen sie in einem standesgemäßen Trailer, auf dessen Sofa vor kurzem noch Jennifer Aniston ihr Haupt zur Ruhe bettete. Wau.

In L. A. dreht sich eben alles um den Film, wie Produktionsleiter Bernd Gedeck erzählt. "Bevor du in Deutschland die Genehmigung für einen Außendreh bekommst, ist die Szene hier schon im Kasten." Zum Arbeiten ist L. A. für den gebürtigen Hamburger erste Wahl. "Du hast hier alles, was du brauchst, die Spezialisten, das Material. Hier kommen die Jungs gleich als Team mit ihrem voll ausgestatteten Truck. Wettergegerbt, muskulös, in Shorts und Truckerkappe, am Gürtel Werkzeug und massig farbiges Tape. Profis eben.

120 Menschen und 3 Hunde für 3 Clips mit dem geheimen Mini Cooper S

"So wie Birdie & Co., die während des Drehs von mehreren Trainerinnen und einer Tierärztin begleitet werden. Zwölf-Stunden-Tage sind nun mal Stress. Auch für den Rest der 120-köpfigen Truppe, die sich aus Agenturleuten, Film-Mannschaft und Vertretern von Mini zusammensetzt. Immerhin stehen drei Clips zwischen 20 Sekunden und einer Minute, individuelle Schlussszenen sowie Spezialwünsche einzelner Märkte auf dem Programm – das Ganze für einen Millionenbetrag. Ohne Teamarbeit läuft nichts, wie uns Anita Skocic von BMW erklärt. Sie muss jedes Detail im Blick haben, "schließlich soll die Marke einheitlich auftreten, der Mini attraktiv rüberkommen".

Doch jetzt ist erst mal Mittag, und da kommt das Catering attraktiv rüber. Fisch, Huhn, Lamm und Rindersteaks vom Grill, dazu Salate, Obst, Kuchen und Eis. Hunde müssen bei der Völlerei draußen bleiben, sind danach aber trotzdem mit Eifer dabei. Birdie steigt im Akkord in den Mini ein und aus, bleibt danach ganz cool neben dem Fahrer-Model sitzen, kläfft auf Wunsch. Drumherum marschieren währenddessen die Statisten wie unbeteiligt auf und ab.

Top Secret: Die Security schrimt den neuen Mini Cooper S ab

Sie sind genauso Fake wie die Gäste im Café dahinter und der graue Bordstein. Der ist eigentlich rot und musste deshalb mit Folie beklebt werden. Folie – gutes Stichwort. Folie und Decken sind ständige Begleiter des zu diesem Zeitpunkt noch geheimen Mini Cooper S. Offizielle Fotos gibt es erst in knapp zwei Monaten, und vorher soll niemand den Neuen abschießen. So muss die Security aufpassen, dass die vom Bohei angelockten Passanten nicht zu Fotohandy oder Kamera greifen.

Ihre Bewunderung gilt auch einem mattschwarzen Porsche Cayenne Turbo mit frei beweglichem Kamerakran. Fahrer und Kran-Mann des 180 km/h schnellen Viertonners müssen sich blind verstehen, soll der Ausleger samt Kamera nicht an einem Hindernis zerschellen. Durchaus denkbar, angesichts der Mitfahrt durch eine schmale Gasse mit anschließender scharfer Kurvenfahrt samt Reifenquietschen

Das alles ficht Birdie nicht mehr an. Nach einem harten, langen Arbeitstag mit Unmengen von Kommandos und pfundweise Frolic hat sie es sich auf Jennifers Ex-Sofa bequem gemacht und schläft. Morgen ist schließlich auch noch ein (Dreh-) Tag.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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