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Mini

Die am schnellsten wachsende Premiummarke der Welt

Foto: Mini 43 Bilder

Mini-Chef Wolfgang Armbrecht spricht mit auto motor und sport-Redakteur Harald Hamprecht über den Absatz 2008, die Ziele 2009 und das anstehende 50. Jubiläum der Marke.

27.12.2008 Harald Hamprecht

Täuscht der Eindruck oder bleibt Mini dieses Jahr weitgehend unversehrt von der Finanzkrise? Welchen Absatz erwarten Sie 2008?
Armbrecht: Die Mini-Wachstumsstory läuft weiter und die Marke Mini bleibt weiterhin die am schnellsten wachsende Premiummarke weltweit. Wir erwarten ein Top-Ergebnis in den USA, aber auch in Belgien oder Frankreich. Trotz größter Herausforderungen in vielen Märkten ist Mini auch im Jahr 2008 weiter gewachsen. Bis Ende November haben wir über sieben Prozent mehr Fahrzeuge weltweit verkauft als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Und auch im Gesamtjahr wollen wir im einstelligen Prozentbereich über dem Vorjahr liegen.
 
Wie schätzen Sie den weltweiten Absatzmarkt 2009 ein? Sprich: Wann wird die Absatzkrise der Branche Ihrer Einschätzung nach vorüber sein?
Armbrecht: Alles deutet darauf hin, dass viele Länder der Welt im Jahr 2009 ein rezessives Tal durchlaufen. Das betrifft auch die Automobilindustrie. Intensität und Dauer dieser Entwicklung hängen unmittelbar davon ab, wie zügig und entschlossen gegengesteuert wird. Und für uns alle wird wichtig sein, dass das Glas nicht immer nur halbleer ist, sondern auch halbvoll.

Welchen weltweiten Absatz erwarten Sie 2009 für Mini?
Armbrecht: Das ist nun wirklich zu früh für eine seriöse Prognose. Nur so viel: Die weltweiten Mini-Teams arbeiten hoch motiviert, und sie haben stets einen klaren Anspruch: Der weltweiten Mini-Community "ihre" Produkte zu liefern und dies in Summe besser zu tun als im Vorjahr. Sprich: Wir wollen unseren Absatz auch 2009 weiter steigern - ungeachtet der weltweiten Absatzkrise.
 
Wann werden Sie die Kapazitäten im Werk Oxford, die auf 260.000 Einheiten beschränkt sind, erhöhen müssen? Und welche Investitionen wären dafür nötig?
Armbrecht: Das Werk Oxford ist in der Tat auf 260.000 Fahrzeuge ausgelegt. Weitere Investitionen sind dann zu prüfen, wenn wir diese Größenordnung erreichen. Und vergessen wir nicht, dass Mini ja auch über unseren Partner Magna in Graz über weitere Kapazität verfügt. Der Mini Crossover wird dort vollumfänglich gefertigt werden.
 
Wie hoch sind die Investitionen, die die BMW Group generell mittelfristig für Mini vorhält?
Armbrecht: Neben verschiedenen Trends im Automobilmarkt registrieren wird eine verstärkte Hinwendung zu Fahrzeugen der unteren Vergleichsklassen. Dies wird in Zukunft möglicherweise noch zunehmen. Mini bietet hier für die BMW Group eine wunderbare Antwort. Investitionen in das Mini-Portfolio haben daher auch in Zukunft Priorität.

War Mini dieses Jahr schon von den Sparmaßnahmen und dem Stellenabbau bei der BMW Group betroffen? Was folgt 2009?
Armbrecht: Mini hat sich von Anfang besonderer Wirtschaftlichkeit gestellt. Und das wird auch im Jahr 2009 weiter gelten. Mini ist Bestandteil der Unternehmensstrategie Number One. Es ist damit unsere Aufgabe, die Marke und ihre Produkte weiter auszubauen - und dies weiter profitabel zu tun. Mini wächst und entsprechend bewerten wir unsere Kapazitäten.
 
An welchen anderen Hebeln ziehen Sie, um zu sparen? Müssen Investitionen bei Mini geschoben werden - eventuell gar die Markteinführung neuer Modelle?
Armbrecht: Der beste Hebel ist ein überzeugendes Produktprogramm. Seit dem Relaunch der Marke Mini im Jahr 2001 haben wir drei Modellreihen auf die Räder gestellt: den Hatch, das Cabrio und den Clubmann. Dazu die Modelle der Subbrand John Cooper Works sowie wunderbare Editionen und Sondermodelle. Und denken Sie auch an den Mini E, das erste Produkt aus unserem Project i. Und das geht weiter so: Konkret arbeiten wir am Mini Crossover - der vierten Modellreihe. Auf dem Automobilsalon in Paris haben wir hierzu eine Studie gezeigt. Auch der Mini Crossover wird wie geplant in die Mini-Community kommen. Die Zeit läuft uns entgegen - ein Kollege sagt immer: "The World becomes more Mini". Das ist die Gunst der Stunde - und da machen wir doch was draus.
 
Die Möglichkeit, Mini zu individualisieren erfreut sich offensichtlich steigender Beliebtheit. Können Sie das quantifizieren?
Armbrecht: Keine Marke bietet in diesem Segment mehr Individualisierungsmöglichkeiten. Die Mini-Fans lieben es, "ihren" Mini zu gestalten. Da werden in so manches Fahrzeug schnell einmal ein paar Tausend Euro investiert. Das geht sogar so weit, dass via Internet Fahrzeugdächer individuell gestaltet werden können. Die Aktion läuft erst seit kurzem, in Deutschland haben wir bereits einige hundert Dächer so gestaltet. Oder unsere Subbrand John Cooper Works: In England stockt fast jeder zehnte Mini Cooper S-Kunde auf einen Mini John Cooper Works auf. Und nahezu die Hälfte aller John Cooper Works Modelle gehen in die USA.

Was planen Sie anlässlich des 50. Geburtstags der Marke im kommenden Jahr?
Armbrecht: Wir feiern natürlich! Mit allen Mini-Freundinnen und -Freunden. Und zwar vom 22. bis 24. Mai 2009 in Silverstone in England. Wir gehen bewusst an die Wurzeln unserer Marke. Drei volle Tage. Wir bieten hier alles - vom Thema Individualisierung bis zu Motorsport. Von Fahraktionen bis zu einem Concours d’Elegance mit den schönsten Minis der letzten 50 Jahre. Ein Challenge-Rennen läuft dort. Und eine wunderbare Geburtstagsparty mit Mitgliedern der Mini-Community aus aller Welt.
 
Was haben die bisherigen Gespräche zwischen Mini und Alfa Romeo gebracht? Ist eine Kooperation denkbar?
Armbrecht: Da sind wir noch nicht am Ende und geben uns noch ein wenig Zeit. Jeder Schritt will wohl überlegt sein.

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