Mini John Cooper Works Cabrio auf dem Autosalon Genf 2009

Offene Kraft

Nach der Präsentation des neuen Mini Cabrios erhöht Mini jetzt die Schlagzahl. In Genf präsentiert die Marke das neue John Cooper Works Cabrio, welches im Vergleich zum 175 PS starken Mini Cooper S Cabrio mit 211 PS aufwartet.

Nach Mini John Cooper Works und Mini John Cooper Works Clubman ist das Cabrio das dritte Modell der besonders auf Sportlichkeit ausgelegten Modellreihe, die sich an die in der Mini Challenge eingesetzten Rennwagen anlehnt.

36 Mehr-PS

Unter der kurzen Haube arbeitet der aus dem Cooper S bekannte 1,6-Liter-Vierzylinder mit Twin-Scroll-Turbolader, der im John Cooper Works-Trimm 36 PS mehr an die Vorderräder schickt. Die Leistungssteigerung verdankt der Vierzylinder einer verbesserten Luftzufuhr und der Anpassung des Turboladers. Dieser ist mit einer speziellen Turbine ausgestattet. Der Ladedruck steigt von 0,9 auf 1,3 Bar, das maximale Drehmoment von 260 Newtonmeter liegt zwischen 1.850 und 5.500 Umdrehungen an. Eine Overboost-Funktion erlaubt kurzzeitig sogar 280 Newtonmeter.

Die Höchstleistung von 211 PS liegt bei 6.000 Kurbelwellenumdrehungen an. Somit soll der Standardsprint auf Tempo 100 in 6,9 Sekunden bewältigt sein, während Mini den Durchschnittsverbrauch mit lediglich 7,1 Litern angibt.

Neben der gesteigerten Motorleistung, die den Mini auf bis zu 235 km/h treiben soll, zeichnet sich das neue Mitglied der Mini-Familie durch spezielle 17-Zoll-Leichtmetallfelgen und ein modifiziertes Sechsgang-Getriebe aus. Die Nähe zum Rennsport sollen leistungsstärkere und vorne innenbelüftete Bremsen sowie eine neue Abgasanlage dokumentieren. Freunde der Fahrdynamik dürften sich über die serienmäßige Sport-Taste freuen. Sie verändert das Ansprechverhalten der Lenkung, was dem gesteigerten Fahrvergnügen zuträglich sein soll. Zusätzlich werden die Kennlinien des Gaspedals nachgeschärft, wodurch der Vierzylinder noch gieriger auf Leistungsbefehle des rechten Fußes reagieren soll.

Der Innenraum präsentiert sich mit dem Dreispeichen-Sportlenkrad und den in Piano Black gehaltenen Oberflächen gleichfalls sportlich. Sommerliche Ausflüge oben ohne kann sich der Mini-Fahrer dank  des serienmäßigen CD-Radios besonders stimmungsvoll gestalten. Optional weist ihm ein Navigationssystem mit TFT-Bildschirm den Weg.

Verbesserte Alltagstauglichkeit

Zahlreiche elektronische Helferlein unterstützen den Piloten bei ambitionierter Fahrweise. So ist neben dem serienmäßigen DSC (Dynamische Stabilitätskontrolle) auch eine Dynamische Traktionskontrolle an Bord. Sie erlaubt es dem Piloten, die Schwelle zum Eingreifen des DSC heraufzusetzen. Bei vollständiger Deaktivierung des DSC soll die sogenannte Electronic Differential Lock Control kontrollierten Schlupf an der Antriebsachse zulassen, um so das Herausbeschleunigen aus Kurven zu optimieren. Dieses elektronisch gesteuerte System imitiert die Wirkung eines Sperrdifferenzials. Ebenfalls serienmäßig verfügt das John Cooper Works Cabrio über eine Berganfahrhilfe und die Kurvenbremsregelung CBC.

Wie bereits beim neuen Mini Cabrio verschwindet auch beim John Cooper Works-Derivat der Überrollbügel fast unsichtbar hinter den Rücksitzen. Im Falle eines Überschlags schnellt er binnen 150 Millisekunden heraus und schützt die Insassen in Verbindung mit den serienmäßigen Front- und den seitlichen Kopf-Thorax-Airbags vor schweren Verletzungen. Mini verspricht, dass sich durch den im Vergleich zum Vorgänger neu konstruierten Überrollbügel die Alltagstauglichkeit erhöhen soll.

So liegt das Stauvolumen des Mini-Kofferraums mit geöffnetem Verdeck bei 125 Litern. Bei geschlossenem Dach erweitert sich der über die nach unten öffnende Heckklappe zugängliche Kofferraum auf 170 Liter. Legt man die nun geteilt umklappbare Rückbank um, bietet der Mini maximal 660 Liter Ladevolumen.

Zwei neue Einstiegsmotorisierungen

Die Preise für das ab März erhältliche Mini John Cooper Works Cabrio beginnen bei 31.350 Euro. Parallel dazu erweitert Mini die Modellpalette um die beiden 75 PS starken Einstiegsversionen für Mini One und Mini Clubman.

Für alle Mini-Piloten ist zudem das John Cooper Works Zubehör zum Nachrüsten erhältlich. Es umfasst neben einem Aerodynamikpaket und einem Sportfahrwerk auch gelochte Bremsscheiben und eine Domstrebe im Motorraum.

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Manuel Dohr

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Das neue Mini John Cooper Works Cabrio startet zu Preisen von über 31.000 Euro. Zu viel Geld für einen offenen Mini?
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