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Präsentation der Semesterarbeiten in Pforzheim

Mischung aus BMW Z4 und Audi Q5

FH Pforzheim Transportation Design 2010, Semesterabreiten Foto: Beate Jeske 25 Bilder

Die Studenten des Fachbereichs Transportation Design der Hochschule Pforzheim waren in diesem Jahr besonders kreativ. Autos in Form einer Platte, Innenräume mit Bonsai-Bäumen und rostige Flächen.

17.07.2010 Birgit Priemer

Wer das Gefährt von Chris Lai entern möchte, sollte schlank und gelenkig sein. Bei seiner "Platte" als rollendes Fortbewegungsmittel für die Stadt handelt es sich um einen Einsitzer, der als Magnetbahn konstruiert ist und maximal 50 km/h schnell sein soll. Das Ganze wirkt wie ein rasendes Blatt Papier, wovon dann nach Vorstellung von Lai künftig ganz viele in den Großstädten dieser Welt unterwegs sein könnten.

Roland Plätkau hingegen hat endlich eine Lösung gefunden, Blechdachcabrios formschön zu gestalten: Sein Zweisitzer hat ein Glasdach, das drehbar ist, so dass jeder Passagier individuell für sich selbst entscheiden kann, ob er offen oder geschlossen fährt.

Höhergelegter Z4, prunkloser Maybach

Stimmung wie an Bord eines Bootes soll dagegen bei dem Projekt Explorer von Anton Jilin  aufkommen. Der 2+1-Sitzer hat trotz E-Antrieb eine langgezogene Motorhaube - nicht, weil darunter noch ein Verbrenner zum Einsatz käme, sondern weil die Passagiere dort wie unter Deck eines Schiffes ausruhen können. Mit dieser Semesterarbeit will Jilin ein ganz neues Segment kreieren, schließlich verbindet der Explorer mit den Abmessungen eines BMW Z4 und der Bodenfreiheit eines Audi Q5 Sportwagen-Gene mit Geländetauglichkeit.

Michal Plata hat sich dagegen an etwas Bestehendem orientiert: dem aktuellen Maybach. Im Mercedes-Designstudio hat er den Luxuswagen jedoch kreativ weiterentwickelt: Vom behäbig anmutenden Straßenschiff zu einem hochmodernen Luxusliner mit einer seitlich beleuchteten LED-Platte, auf der über eine Kamera die Umrisse der dahinterstehenden Personen übertragen werden können. "Ich wollte nichts Prunkvolles schaffen", so Michal Plata. "Das Fahrzeug sollte eine fast geisterhafte Erscheinung haben, so wie es ein Rolls-Royce Silver Ghost bereits in seinem Namen symbolisiert." Die Arbeit von Plata kommt auf jeden Fall an - ihm liegen bereits mehrere Angebote als Designer bei Autoherstellern vor.

Vintage versus Eleganz nennt Eva-Maria Günther ihr ausgefallenes Interieur-Projekt, in dem sie einzelne Flächen gezielt rosten lässt. "Mir war ein warm-kalten Kontrast wichtig", erklärt die Studentin, die sich durch Modeblogs im Internet inspirieren lässt und dort auch diese Kombination von alt und neu als trendig entdeckt hat: "Alte Lederjacke vom Flohmarkt und neue Bluse, das ist der Trend," erklärt Eva-Maria Günther, die dort schon Coladosen als Lockenwickler gefunden hat und sich so bestätigt fühlt, in ihrem Interieur Rostschienen zwischen den Plätzen der Passagiere durchlaufen zu lassen.

Dennis Rohm kommt dafür bei seinem E-Konzept Crystal Flux ohne klassische Sitze aus. Um auf der Grundfläche eines klassischen Smart vier Personen unterzubringen, gibt er den Passagieren nur die Möglichkeit sich anzulehnen. In einer Art Oase sind dafür Fahrer und Beifahrer in dem Interieur-Konzept von Matthias Graf untergebracht: Die Sitze schweben auf einem Metallschaum, dahinter spendet ein Bonsai-Bäumchen Schatten - fürs Auto fast zu schade.

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