"Wir wollen zeigen, was schon alles möglich ist", sagte Jeschke kurz vor dem Start am Donnerstag (2.10.) in Paris. Der Abenteuerer und sein Team haben dafür zwei Geländewagen in monatelanger Handarbeit umgerüstet.
In den kommenden acht Monaten wollen sie rund 43.000 Kilometer um die Erde zurücklegen - und dabei auch über die Meerenge zwischen Asien und Amerika, die Beringstraße, fahren. Da die Meerenge in den vergangenen Jahren nicht mehr vollständig zufror, sind die Autos mit Schwimmsystemen ausgerüstet. Falls die Geländewagen einbrechen, sollen sie zumindest bis zur nächsten befahrbaren Eisscholle schwimmen können. "Die Chance, dass die Überquerung klappt, liegt bei 50 Prozent", sagt Jeschke. Vieles hänge vom Wetter ab und vor allem davon, ob es kalt genug sei.
Um für den Einsatz von erneuerbaren Energien zu werben, will das Team dem normalen Treibstoff Biokraftstoff aus Abfallholz beimischen. Für Motor, Getriebe und Achsen sollen biologisch abbaubare Öle verwendet werden. Wenn alles gut geht, werden die Expeditionsteilnehmer Mitte Mai 2009 New York erreichen und 20 Länder durchquert haben. Nach dem Start in Europa geht es durch Russland, die Mongolei, Alaska, Kanada und die USA. Die Kosten für die Expedition belaufen sich auf rund drei Millionen Euro. Sie werden von den Teilnehmern und Sponsoren gedeckt.
Jeschke, der zwei kleine Söhne hat, fuhr in der Vergangenheit unter anderem als erster mit einem Fahrzeug auf eine Höhe von 6.646 Metern. Das gelang ihm am höchsten Vulkan der Erde, dem Ojos del Salado in den chilenischen Anden. Vor zwei Jahren legte er mit dem Rallye-Team "Panamericana 2006" die Strecke Alaska-Feuerland in der Rekordzeit von 15 Tagen, elf Stunden und 25 Minuten zurück - mit fast nichts als Salatöl im Tank.




