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Mit dem G-Modell durch Niger und Sahara

Sand und Leute

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Von Abuja aus setzen wir uns in Bewegung. Die Straßen hier in Nigeria sind gut ausgebaut, und es geht flott vo­ran Richtung Grenze zu Niger. In dem Land liegt unser eigentliches Reiseziel: das Gebirgsmassiv Aïr. Grenzübergang ist bei Katsina.

19.06.2008 Powered by

Entgegen unseren  Befürchtungen sind Passkon­trolle und Zollinspek­tion schnell ­erledigt. Es zahlt sich eben aus, alle Papiere und Kontakt­adressen parat zu haben. Also weiter. Der Weg führt uns Richtung ­Norden über Zinder und Tànout. Statt fester Straßen bald nur noch staubige Pisten. Kurz vor Agadez, der Tuareg-Hauptstadt, endlich wieder Asphalt – und das erste Problem: ein Plattfuß an meiner G-Klasse. Unser Hotel Auberge de Hazel erreichen wir erst bei Sonnenuntergang.

Am nächsten Morgen geht es ins Aïr – mit Führung im eige­nen Auto. 1000 Kilo­meter liegen vor uns. Wege sind als solche nur schwer zu erkennen in dieser Steinwüste: alles grau, ­menschen­feindlich, schroff. Und dann: In 1200 Meter Höhe, zwischen den höchsten Gipfeln des Aïr-Massivs, ein kleines ­Hotel. Danach wieder Steinfelder und Berge ringsum, am späten Nachmittag Camp in sandigem Wadi. Das Tal Zatago wird zu unserem Führer Richtung Norden, dorthin, wo die Wüste ­Ténéré beginnt. Es wird sandig. Und hier begegnen wir Tuareg, kaufen ihnen einen Schafbock als Lebendproviant ab, denn es stehen schwierige Etappen durch weichen Sand ­bevor. Und wer weiß ...?

Vorsichtshalber verringern wir den Reifenluftdruck auf 1,5 bar. Trotzdem bleiben wir immer wieder mal stecken. Stets ein Fall für Sandblech, Schaufel und ­Abschleppseil. Einem liegen gebliebenen Toyota-Fahrer können wir aus der Patsche ­helfen – welche Freude über ­unsere ­Hilfe. Für all die Strapazen belohnen wir uns abends mit Rotwein und einem super Essen: der treue Schafbock ...

Am nächsten Morgen kommt ­Besuch – Tuareg, hoch zu ­Kamel. Die Gelegenheit für uns, mit den Tieren einen Ausritt zu wagen. Ein herrlicher Spaß.

In Iferouàne besuchen wir ein kleines Museum, kaufen Andenken und ergänzen unseren Wasservorrat. Am Morgen danach heißt es dann: Richtung Südwest! Also zurück nach Agadez. Mittags erreichen wir die quirlige Stadt, 1200 Kilometer später ­wieder Abuja. Insgesamt 3500 Kilometer in zehn Tagen ohne echte Pannen – eine unvergessliche Reise.

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