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Mit dem Jeep Wrangler durch Spanien

Ab in den Süden

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Spanien ist eines der ­letzten freien Offroad-­Paradiese in Europa. Die unglaublich schönen Landschaften und die teilweise noch sehr intakte und reiche Natur lassen uns immer wieder den Weg nach Südwesten einschlagen. Das Ziel erreichen wir von Deutschland aus bequem in zwei Tagen.

28.11.2007 Powered by

Sicher, es wäre auch schneller machbar – doch auf der 800 Kilometer langen Bummelfahrt durch Frankreich laden viele interessante Orte zum Verweilen ein. Wir übernachten in einer kleinen, von dem deutschen Besitzer hervorragend geführten Pension namens Las Clauzes in Moux, einer Ortschaft nördlich von Narbonne. Aber Vorsicht auf französischen Autobahnen! Sie sind mit Radarkästen gespickt, und die Bußgelder für dort ­erhaltene Tickets werden jetzt sogar von deutschen Behörden eingetrieben. Teuer zu stehen kommen mittlerweile auch Ausflüge in die Botanik, wobei das französische Recht sehr ­undurchsichtig und in seinen Konsequenzen drastisch ist – bis hin zur Einbehaltung und Stilllegung des Autos! Ganz anders in Spanien. Dort stört sich niemand an einem Ausritt offroad.

Nur wenige Kilometer von der Mittelmeerküste entfernt beginnt das eigentliche Spanien – ein Landstrich ohne jeden Touristenrummel, wo die Menschen hauptsächlich von der Landwirtschaft leben. Wir wohnen außerhalb von Tarbena, einer Ortschaft, die wie ein Adlernest an einem steilen Berg klebt. Das ist etwa 15 Kilometer nordwestlich von Altea in der Provinz Valencia. Tarbena war im spanischen Bürgerkrieg eine der letzten Widerstandsbastionen der demokratisch ­gewählten Regierung gegen die Putschisten. Die Landschaft rund um die Kleinstadt ist ­idyllisch und sehr wasserreich. Deshalb werden hier die begehr­ten Nisperos – also Mispeln – angebaut und in alle Welt verschickt. In den Tälern rund um Tarbena haben sich viele Aussteiger angesiedelt. Auch Deutsche sind hier zu finden, die vor allem Mitte der 80er ihr Bündel gepackt und sich in Spanien ­eine neue Existenz aufgebaut haben. Eine Besichtigugn der Bauwerke, die in dieser Subkultur entstanden sind, lohnt: In einem kleinen Seitental gibt es mehrere Dome, also einen Haus­typ, der vor 40 Jahren in Kalifornien entwickelt wurde und wie ein steinerners Iglu aussieht.
Die meisten Pisten in den ­Bergen sind asphaltiert, aber kurvenreich, wellig und mit vielen Schlaglöchern gespickt. Schotter­wege – frei befahrbar – gibt es mehr als genug. Eine der schönsten Strecken verläuft vom Stausee unterhalb von Guadalest über den 1125 Meter hohen Pass Morro Blau in Richtung Castell de Castells. Viele Abzweigungen führen zu ausgewaschenen Pfaden, die fahrerisches Geschick er­fordern.
Unbedingt sollte man sich einen Trip durch die sogenannte Höllenschlucht bei Barranc de L’Infern gönnen.

Dieses Tal ist ein einziges Naturparadies mit Purpurreihern, Mönchsgeiern und Adlern. Zwölf Kilometer führt der holprige Weg auf dem ehemaligen Schienenbett einer Regionalbahn entlang. Unser Jeep Wrangler ist mit seinem kurzen Radstand für diese Kraxelei wie geschaffen. Auch in den engen Gassen vieler Ortschaften ist die Wendigkeit des kultigen Amis von Vorteil. Und der hohe Spritverbrauch stört kaum, denn die Kraftstoffpreise in Spanien gehören zu den niedrigsten in ganz Europa. So ist ­jeder Ausflug in die Natur ein ungetrübtes ­Offroad-Erlebnis. Also ab in den Süden! Jens Plackner/gds

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