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Lesertour Patagonien

Mit dem Mercedes G-Modell durch Patagonien

9 Bilder

Endlose Pampa und gigantische Gebirgsformationen - Patagonien bietet eine Landschaft der Extreme. Unterwegs im Mercedes G-Modell.

22.12.2009 Powered by

Seit Tagesanbruch sind wir in der endlos erscheinenden Pampa unterwegs. Nur bizarre Wolkenformationen begleiten uns. Doch nun schieben sich die massiven Granitfelsen aus einer Bergkette in den Himmel Patagoniens.

Die "blauen Türme" mit ihren eisbedeckten Spitzen

Schon aus beträchtlicher Entfernung erscheinen die blauen Türme mit ihren eisbedeckten Spitzen wie übermächtige ­Giganten, die uns anschreien. Jetzt ­begreifen wir auch, wie die ­Tehuelche-Indianer auf den Namen „Schreie aus Stein“ ­gekommen sind: Als sie dieses Gebiet ungefähr 5000 vor Christus besiedelten, muss ­ihnen die Kulisse des heutigen Torres del Paine-Nationalparks sehr bedrohlich vorgekommen sein. Bis zum Park sind es noch einige Kilometer – Zeit für ­einen Blick zurück.

Vor drei Tagen überquerten wir auf einer Fähre die engste ­Stelle der Magellanstraße. Die Verbindung zwischen Atlantik und Pazifik ­wurde 1520 von dem gleich­namigen portugiesischen See­fahrer entdeckt. Auf dem patagonischen Festland hieß uns der typische heftige Wind willkommen. Er war so stark, dass Fahrradfahrer nicht mehr gegen ihn ankamen. Sie mussten sich so lange in die Straßen­gräben legen, bis sich die Luft wieder beruhigte. Auch unser Mercedes G 290 Diesel fuhr gegen den Wind, als kämpfte er mit einem gigantischen Gummiband. Trotzdem erreichten wir Puerto ­Natales ­ohne ernsthaftere Probleme. Das Städtchen wurde Ende des 19. Jahrhunderts von deutschen Schafzüchtern gegründet und galt als Sammelbecken für Gescheiterte und Kriminelle aus Europa. Wegen seiner Nähe zum Nationalpark ist der Ort heute ein Touristenzentrum. Hier, wo sich ein Hostel an das andere reiht, legten wir eine kleine Verschnaufpause ein.

120 Kilometer Schotterpiste


Doch zurück ins Jetzt. Nach 120 Kilometer Schotterpiste ­erreichen wir die Grenze des 240.000 Hektar umfassenden chilenischen Nationalparks. Bevor wir ihn aber letztlich betreten dürfen, sind noch eine Einweisung und ein hohes Eintrittsgeld fällig.

Zwar hat das G-Modell in den zurückliegenden Tagen brav seinen Dienst verrichtet, aber nun wollen wir zu Fuß weiter. Nur mit einem Zelt und einem Rucksack ausgerüstet, geht es auf ­Erkundungstour. Der Park beherbergt nicht nur die alles über­ragenden Felstürme, sondern auch beeindruckende Seen und Gletscher. Trotz des rauen ­Wetters sind wir von dieser einmaligen Schönheit fasziniert.

Jenseits der Grenze in Argentinien

Noch mehr atemberaubende Sehenswürdigkeiten liegen jenseits der Grenze in Argentinien. Im Süden des 600 000 Hektar gro­ßen Los Glaciares-Nationalparks macht sich der Perito-Moreno-Gletscher breit. El Calafate ist unser Ausgangspunkt für die Tour dorthin. Gigantisch: Die Eiswand des 14 Kilometer langen und fünf Kilometer breiten Gletschers ragt 55 Meter in die Höhe. Aus ihr lösen sich riesige Eisbrocken, die krachend ins Wasser stürzen – in den Lago ­Argentino. Von hier führt uns die Reise in den Norden von Los Glaciares, wo das Fitz-Roy-Massiv gen Himmel strebt. Zwischen El Calafate und dem nächsten Ziel, El Chaltén, liegen 270 Kilometer – für südamerikanische Verhältnisse ein Katzensprung.

El Chaltén verdankt seine Existenz dem Umstand, dass hier die Touren ins Fitz-Roy-Massiv starten. Eine Stichstraße führt 90 Kilometer am Ufer des malerisch ­gelegenen Lago Viedma entlang, bis man die ersten Ausläufer des Massivs erreicht. Mit 3.375 Metern ist es einer der niedrigeren ­Berge Argentiniens. Doch seine schroffe und zackige Struktur lockt Bergsteiger aus aller Welt an. Auch wir erliegen dieser ­Faszination und steigen in den Wänden auf. Doch nach sieben Tagen zieht es uns wieder weiter Richtung Norden.

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