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Neue Mittelklasse-Limousinen bis 2014

Coupéhafte Form soll bekehren

Mittelklasse-Limousine VW Passat CC Foto: Christian Schulte 39 Bilder

Es muss nicht immer Kombi sein. Mit einer Vielzahl neuer Limousinen in dynamischen Blechkleidern sollen die kombiverliebten Deutschen bekehrt werden. Wir zeigen Ihnen die Neuheiten der kommenden Jahre.

01.09.2011 Jens Katemann

Mein Großvater fuhr, wie auch später mein Vater, stets Limousine. Ein Kombi war eben nur etwas für Handwerker. So einfach war das früher. Heute wird dagegen beinahe monatlich eine neue Nische entdeckt. Der softe Offroader hat der Limousine längst den Rang abgelaufen, ebenso der mittlerweile salonfähige Kombi. So sind 80 Prozent aller in Deutschland verkauften Passat Variant.

Doch jede Mode erlebt irgendwann ihre Renaissance. Bei den Limousinen begann es 2004 mit dem Mercedes CLS - eingepackt in eine dynamische, coupéhafte Form. Er ersetzte die Limousine allerdings nicht, sondern ergänzte die Baureihe.

Komfortablere Werksabstimmung für VW Passat CC

So machte es auch VW 2008 mit dem Passat CC, der im November frisch überarbeitet wird und dann unter dem Namen VW CC angeboten wird. Natürlich bekommt er das neue VW-Markengesicht mit flachem Grill und kantigen Scheinwerfern, das die runden Leuchten und das Frontlätzchen aus Chrom in allen Baureihen ablöst.

Die größten Veränderungen finden sich allerdings unter dem Blech. So wird die Fahrwerksabstimmung nach unseren Informationen viel komfortabler. Volkswagen reagiert damit auf Kundenwünsche aus den USA, einem der wichtigsten Märkte für den CC.

Das viertürige Coupé bekommt außerdem das Cockpit der Ende 2010 erneuerten Passat-Baureihe, eine effektivere Geräuschdämmung sowie einen neuen Basisbenziner. Der 1.8 TSI mit 160 PS wird durch den gleichstarken 1.4 TSI ersetzt, der wie alle anderen Motoren mit einem Doppelkupplungsgetriebe (DSG) kombinierbar sein wird. Das ist wichtig, da sich über 50 Prozent der CC-Kunden für ein Auto mit DSG entscheiden. Zum Vergleich: Bei der Passat-Limousine sind es nur 35 Prozent, beim VW Polo 15.

Wie bisher soll der Aufpreis für einen VW CC gegenüber der vergleichbar ausgestatteten Limousine nicht mehr als rund 1.500 Euro betragen. Einen Zuschlag, den allein in Westeuropa 2011 knapp ein Viertel der Kunden zahlen werden, so schätzen die Marktbeobachter von IHS Automotive.

Skoda und Seat mit neuen Stufenheck-Limousinen

Die tschechische VW-Tochter Skoda gab auf der IAA 2011 mit dem seriennahen MissionL einen Ausblick auf eine Kompakt-Limousine, welche die Lücke zwischen Fabia und Octavia schließen soll. Der rund 4,50 Meter lange MissionL soll auf einer verlängerten Fabia-Plattform aufbauen und in den Märkten Europa, Russland, Indien und China angeboten werden. In der Serie wird die Stufenhecklimousine von kleineren aufgeladenen TSI-Motoren sowie Common-Rail-Dieselaggregaten angetrieben. Preislich dürfte das Modell dann ab 2012 zwischen 13.000 und 15.000 Euro kosten.

Der spanische Autobauer Seat will in den kommenden Jahren mit einer neuen Design-Philosophie auf Kundenfang gehen. Als Appetithappen präsentierte Seat  auf der IAA das Conceptcar IBL, eine scharf gezeichnete Sportlimousine, die allerdings noch kein Modell vorwegnimmt. Dem Trend zum viertürigen Coupé kann sich auch der 4,67 Meter lange Seat IBL nicht entziehen. Zusammen mit einem Radstand von 2,71 Meter und einer Breite von 1,85 Meter ergeben sich so kraftvolle Proportionen.

Erfolg für coupéhaften Opel Insignia

Opel bewies mehr Mut als Volkswagen und Mercedes und setzte 2008 beim Insignia ausschließlich auf die coupéhafte Form. Mit Erfolg: Fast 40 Prozent der Kunden entscheiden sich für eine Limousine. Das Rezept wird deshalb nun auch beim Opel Astra angewendet. Nachdem das optisch wenig ansprechende Stufenheck des Vorgängers als Billig-Version mit abgespeckter Sicherheitsausstattung und Motorenauswahl hierzulande nur verschämt unter der Ladentheke angeboten wurde, wirkt der neue Opel Astra wie aus einem Guss und wird mit der kompletten Sicherheitstechnik und den Motoren der Astra-Baureihe ausgerüstet. Der Marktstart ist für Anfang 2012 anvisiert.

Ford Mondeo in coupéhafter Limousinenform

Bei Ford läuft es umgekehrt. Während der Focus gerade erneuert wurde, befindet sich die nächste Mittelklasse-Generation noch in der Planung. Klar ist aber bereits: Auch der nächste Ford Mondeo folgt dem Trend zur coupéhaften Limousinenform. Zunächst rollt er in der zweiten Jahreshälfte 2012 zu den US-Händlern, Marktstart in Deutschland ist im Herbst 2013.

Besonderheit: Neben den bekannten Benzin- und Diesel-Triebwerken wird es wohl bereits zu Beginn eine Hybrid-Version geben. Die Kombination aus 1,6-Liter-Turbobenziner und E-Motor soll es auf eine Systemleistung von rund 200 PS bringen und bis zu 75 km rein elektrisch fahren.

Viel Platz für wenig Geld bei Skoda

Bei Skoda verzichtet man auf derlei High Tech, schwört bei der Neuauflage des Skoda Octavia 2013 auf Tugenden wie solide VW-Technik und Verarbeitung sowie ein üppiges Platzangebot für wenig Geld. Die ebenfalls coupéhaft gezeichnete Limousine der Baureihe kommt wieder als Fließheck mit großer Ladeklappe.

Während in der Mittelklasse bestehende Modelle in attraktiverem Blechkleid neu aufgelegt werden, kommen in der Kompaktklasse neue Varianten hinzu. Dazu zählt das Audi A3 Stufenheck, welches 2013 die nächste A3-Generation ergänzt. Stimmen die Prognosen der Marktbeobachter von Jato Dynamics, dann setzt Audi auf das richtige Pferd. Erwartet wird ein Anstieg des Segments kompakter Limousinen in Europa bis 2014 um rund 40 Prozent.

Doch auch oberhalb davon warten jede Menge Neuheiten. Dazu zählt der Alfa Romeo Giulia, der den Vorgänger 159 in der Länge (4,66 Meter) deutlich überragen wird. Das neue Top-Modell der italienischen Marke steht wie der kleine Bruder Giulietta auf der neuen, modularen Konzernplattform. Grund für die Neuauflage einer größeren Limousine ist die Rückkehr von Alfa auf den US-Markt. So hofft Fiat-Chef Sergio Marchionne, in diesem Segment endlich auf rentable Stückzahlen zu kommen.

Frische Mercedes C-Klasse, Modellpflege beim Audi A4

Doch das wird angesichts der deutschen Premium-Konkurrenz schwer. Mercedes hat die C-Klasse gerade erst aufgefrischt, Audi folgt mit der Modellpflege des A4 Anfang 2012. Der bekommt aus dem A6 bekannte Fahrerassistenzsysteme, einen wohnlicheren Innenraum und eine modifizierte Front. Während beim Zweiliter-Diesel lediglich sieben PS draufgesattelt werden, ersetzt bei den Benzinern der Dreiliter-TFSI (272 PS) den bisherigen 3,2-Liter-FSI.

Und was macht BMW? Die Bayern erneuern nach dem 1er als nächstes den 3er. Verkaufsstart ist im ersten Quartal 2012. Er wächst um vier Zentimeter in der Länge (Radstand plus vier Zentimeter). Ein halbes Jahr später folgt die Kombi-Version. Die neue Drei- und Vierzylinder-Motorengeneration startet allerdings erst 2014. Dann steht auch schon der Modellwechsel der Mercedes C-Klasse an, die eine coupéhafte Linienführung zeigen soll. Die Limousine bleibt uns als attraktive Nische also sicher erhalten.

Konkurrenzkampf der Premium-Limousinen

Betrachtet man einmal nur die Karosserieform "Limousine", dann hat die Mercedes C-Klasse in Westeuropa derzeit noch die Nase vorn. Nach Einschätzung der Marktbeobachter von IHS Automotive dürfte es mit dieser Vorherrschaft nach dem Start des neuen BMW 3er aber vorbei sein. Ab 2014 machen die Modellwechsel bei Mercedes C-Klasse, Audi A4 und VW Passat die Sache dann wieder spannend. Sie sorgen dann für neue Absatzimpulse.

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