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Mittelklasse-Neuheiten bis 2016

Alle gegen den VW Passat

Ford Mondeo Limousine Foto: Ford 17 Bilder

Das Kräfteverhältnis in der Mittelklasse hat sich verändert: Während früher die Volumenmarken das Segment unter sich ausmachten, kämpfen heute Premiumanbieter mit VW um den Spitzenplatz. Wir zeigen Ihnen, welche Neuen Modelle bis 2016 in der Mittelklasse anstehen.

22.09.2013 Stefan Cerchez

Für manche Markenvertreter ist es eine Tatsache, an die sie nicht gerne erinnert werden: Die Kräfteverhältnisse auf dem deutschen Automarkt haben sich in den vergangenen 30 Jahren deutlich verändert. Neue Segmente und Anbieter haben für eine Dynamik gesorgt, die den Kunden zahlreiche neue Wahlmöglichkeiten bescherte – und ganz nebenbei über Jahre und Jahrzehnte etablierte Verteilungsmuster auflöste. Bestes Beispiel: die Mittelklasse. Während sie noch bis in die achtziger und neunziger Jahre hinein für viele Privatkunden das Nonplusultra in ihrer Autokarriere darstellte, wandern heute viele Interessenten in Richtung SUV oder Kompaktvans ab. Die Folge: Auch der Konkurrenzkampf innerhalb des Segments hat sich verändert. Teilten sich früher fast ausschließlich deutsche Volumenmarken den lukrativen Kuchen auf, mischen heute auch die Premium-Anbieter kräftig mit. Die aktuellen Halbjahreszahlen der Zulassungsstatistik belegen dies eindrucksvoll: Branchenprimus VW stellt mit dem Passat, der sich bereits in der zweiten Hälfte seines Modellzyklus befindet, zwar immer noch den Spitzenreiter mit rund 36.800 verkauften Einheiten. Der erste Verfolger, die 3er-Reihe von BMW, liegt mit 35.500 Einheiten von Januar bis Juni aber nur knapp dahinter. Es folgen Mercedes C-Klasse (26.300 Stück) und Audi A4 (25.800). Erst auf den weiteren Plätzen rangieren mit Opel, Skoda und Ford die vermeintlichen Massenmarken. Für die Kunden bleibt es spannend, denn in den nächsten beiden Jahren stehen zahlreiche Modellwechsel im Segment an.

VW Passat wird noch geräumiger

Spitzenreiter VW Passat nutzt 2014 den Wechsel auf den modularen Querbaukasten (MQB) vor allem für einen technologischen Sprung: Während die Abmessungen mit Ausnahme des um rund zehn Zentimeter wachsenden Radstands ungefähr gleich bleiben, wird der nächste Passat mit Euro 6-Motoren vor allem sauberer, dank geringerem Gewicht, Hybridvariante und Zylinderabschaltung sparsamer und mit zusätzlichen Assistenten (Notbremssystem, Kreuzungs-Assistent) sicherer. Daneben könnten die Kunden auch beim Kauf vom MQB profitieren – nämlich dann, wenn VW einen Teil der Baukasten-Spareffekte in Form von besserer Serienausstattung an sie weitergibt.

Bei Verfolger Nummer eins, der Mercedes C-Klasse, steht ebenfalls im nächsten Jahr ein Modellwechsel an. Im Gegensatz zum Passat werden deren Dimensionen aber deutlich wachsen, um das bislang eher knapp bemessene Platzangebot im Fond zu verbessern. Daneben wird die C-Klasse vor allem bei der Ausstattung aufgewertet: Optionen aus den größeren Baureihen wie Luftfederung und Staufolgeassistent werden dann Einzug halten. Das Motorenangebot wird an der Basis um je einen Benziner und Diesel aus der Kooperation mit der Renault-Nissan-Allianz erweitert, die Leistungsspanne reicht von rund 120 bis 300 PS.

Ford Mondeo mit verspätetem Europa-Start

Ebenfalls noch 2014 wird Audi den Nachfolger des A4 präsentieren, der dann im Frühjahr 2015 (Limousine, Avant folgt im Herbst) in den Verkauf geht. Der Ingolstädter wird vor allem technisch Neues bieten: Erstmals kommt hier ein Touchpad als zentrales Bedienelement zum Einsatz, und die Informationen des Navigationssystems sind künftig auch im Head-up-Display zu sehen. Für eine bessere Verbrauchsbilanz soll der 1.4 TSI mit 122 und 140 PS sowie Zylinderabschaltung sorgen, und wie bei der Konkurrenz ist auch vom A4 ein Plug-in-Hybrid in Planung, der es auf eine Elektro-Reichweite von 50 Kilometern bringen soll.

Und was macht die bodenständige Konkurrenz von Ford und Opel? In Köln ärgert man sich derzeit über die Anlaufverzögerung beim längst fertig entwickelten neuen Mondeo. Er hätte ursprünglich schon in diesem Herbst auf unsere Straßen rollen sollen, doch durch die Schließung des Ford-Werks im belgischen Genk verschiebt sich sein Europa-Start auf die zweite Jahreshälfte 2014. Mit einer Länge von knapp 4,90 Metern wird er ein überdurchschnittliches Platzangebot aufweisen, Ecoboost-Drei- und -Vierzylinder (1,0 und 1,5 Liter Hubraum, 125/180 PS) sorgen für sparsame Verbräuche. Daneben kommen Technik-Highlights wie LED-Scheinwerfer, Allradantrieb und auch eine Hybridversion (Systemleistung rund 190 PS) zum Einsatz.

Jaguar mit kleiner Limousine

Bei Opel hat die Entwicklung des Insignia-Nachfolgers Fahrt aufgenommen. Nachdem nun klar ist, dass es trotz der Kooperation mit dem PSA-Konzern (Peugeot/Citroën) keine Zusammenarbeit bezüglich des C5-Nachfolgers geben wird, konzentrieren sich die Rüsselsheimer nach der Erneuerung des Motorenbaukastens nun auf ihr Topmodell. Spannend bleibt dabei, wie mutig Design und Positionierung des für 2016 geplanten Insignia B tatsächlich ausfallen. Fest steht jedenfalls, dass er von Anfang an auch auf alternative Antriebskonzepte ausgelegt ist.

Zunächst nur konventionell motorisiert sein wird jenes Modell, mit dem Jaguar 2015 in die Mittelklasse zurückkehrt. Dafür planen die Briten eine Heckantriebsplattform mit Alu-Komponenten, die künftig alle Modelle vom neuen XS bis hin zum XJ nutzen sollen. Auf diese Weise soll der XS preislich im Umfeld von Audi A5 und BMW 4er mithalten können, ohne allerdings deswegen zum Sonderangebot zu werden. Schließlich soll sich der Baby-Jag mit attraktivem Design im Stile eines viertürigen Coupés und leistungsstarken Vier- und Sechszylindern von der kontinentalen Konkurrenz abheben.

Großer Alfa kommt zurück

Ähnliches galt bis in die siebzigern Jahre auch für die Produkte der Marke Alfa Romeo, die innerhalb der Fiat-Chrysler-Allianz unter der Regie von Sergio Marchionne wieder gestärkt wird. Den Anfang macht bereits im nächsten Jahr eine heckgetriebene Limousine
der Oberklasse, die technisch eng mit dem gerade präsentierten Maserati Ghibli verwandt
ist. Ein echter Stückzahlbringer indes soll die für das Jahr 2015 avisierte Giulia werden. Der 159-Nachfolger, von dem es auch eine Kombi-Version geben wird, basiert entgegen ursprünglicher Planungen nicht auf einer verlängerten Giulietta-Plattform, sondern soll mit Heckantrieb und optionalem V6 den sportlichen Markenkern wiederbeleben – und für mehr Kunden erreichbar machen.

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