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Monza-Test

Alonso mit Tagesbestzeit

Foto: Wolfgang Wilhelm

Update + + In der zweiten Testsession im italienischen Monza konnte sich Fernando Alonso am Mittwoch (30.8.) die schnellste Zeit gutschreiben lassen. Auf dem 5,8 Kilometer langen Kurs war des Spanier drei Zehntel schneller als sein Teamkollege Lewis Hamilton.

30.08.2007 Michael Schmidt Powered by

Regen bringt die Testpläne der Teams in Monza durcheinander. Weil die Wettervorhersage für heute, Donnerstag, Dauerregen vorhersagt, entschieden die Teams, den Freitag als zusätzlichen Testtag anzuhängen. Da die Autos in Monza mit einer speziellen Aerodynamikkonfiguration ausgerüstet sind, die sonst nirgendwo zum Einsatz kommt, ist jeder Testkilometer entscheidend. Regen in Monza hat übrigens Seltenheitswert. Von den 56 Grand Prix, die seit 1950 im königlichen Park stattfanden, gab es nicht ein einziges Regenrennen. Nur 1981 begann es in der Schlussphase des GP Italien leicht zu nieseln.

Streithähne teilen sich einen McLaren

McLaren-Mercedes bestätigte mit der Bestzeit von Fernando Alonso mit 1.23,155 Minuten am zweiten Tag seine starke Form auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke. Auch auf Platz zwei landete ein Silberpfeil. Lewis Hamilton lag mit 1.23,454 immer noch drei Zehntel unter dem Drittplatzierten Nick Heidfeld, der auf 1.23,725 Minuten kam.

Bei McLaren teilten sich Alonso und Hamilton ein Auto. Das Prinzip der absoluten Gleichbehandlung wird auch bei Testfahrten befolgt. Beide Fahrer drehten jeweils 49 Runden. Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen folgte mit 1.23,773 erst auf Rang fünf. Ein Sprecher der Roten gibt zu: "Im Moment hat McLaren für die erste Runde einen Vorteil. Bei den Dauerläufen sind wir gleichwertig." Alonsos schnellste Runde liegt noch 1,7 Sekunden über der Pole Position des Vorjahres. Kimi Räikkönen, damals noch in McLaren-Farben, markierte 2006 im Abschlusstraining eine Zeit von 1.21,494 Minuten.

Renault testet für 2008

Es hat nicht nur gute Seiten, wenn man um den WM-Titel kämpft. McLaren und Ferrari müssen sich auf die nächsten Rennen konzentrieren und können nur begrenzt für 2008 planen. Renault erging es im Vorjahr ähnlich. In dieser Saison haben die Titelverteidiger dafür bezahlt, dass sie mit der Entwicklung des 2007er Autos um 60 Tage später als üblich begonnen haben. Renault will den Fehler kein zweites Mal machen.

Deshalb testeten die Weltmeister von 2005 und 2006 als einziges Topteam am ersten Tag in Monza die Einheitselektronik für die kommende Saison. Nelson Piquet sammelte für die Ingenieure Daten mit ausgeschalteteter Traktionskontrolle und deaktivierter Motorbremse. Im Vergleich zu Heikki Kovalainen, der am Mittwoch wieder mit aktueller Technik antrat, fehlten Piquet 1,3 Sekunden. Sein Kommentar: "Das Auto ist viel nervöser, vor allem in den Bremszonen. Es dauert eine Zeit, bis man sich daran gewöhnt hat."

Test-Debüt für den Spyker-B

Spyker hat nun endlich den Crashtest für die B-Version des F8-VII bestanden. Gestern ging Adrian Sutil zum ersten Mal mit dem stark modifizierten Auto auf die Strecke. Ein Getriebeschaden beendete das Testdebüt nach 76 Runden. Mit einer Zeit von 1.25,276 Minuten fehlten dem Deutschen auf Anhieb nur noch drei Zehntel auf Takuma Sato im SuperAguri. Der Rückstand auf den Vorletzten ist somit geschrumpft. In Istanbul lag zwischen Spyker und SuperAguri noch fast eine Sekunde.

Sutil bleibt dennoch vorsichtig: "Monza ist so eine spezielle Strecke, dass sich schwer einschätzen lässt, wo wir mit dem neuen Auto wirklich stehen." Bis auf das Chassis und die Nase wurde am runderneuerten Spyker praktisch alles modifiziert: Frontflügel, Heckflügel, Seitenkästen, Vorderradaufhängung, Hinterradaufhängung, Bremsbelüftungen, das Getriebegehäuse, die Kühler. Auf ein Schnellschaltgetriebe müssen Adrian Sutil und Sakon Yamamoto allerdings weiter verzichten. Das würde pro Runde 0,3 Sekunden bringen, ist für Spyker aber eine zu große Investition. "Ich gebe das Geld, das wir haben", sagt Technikchef Mike Gascoyne, "lieber für die Aerodynamik aus. Da ist mehr zu holen."

Vettel sammelt Erfahrung

Sebastian Vettel testete neue Flügel und stellte mit 101 Runden den Tagesrekord auf. Mit fast 600 Kilometern spulte der 20-jährige Heppenheimer fast zwei GP-Distanzen ab. Auch die Rundenzeit konnte sich sehen lassen: 1.24,266 Minuten brachten den ToroRosso-Fahrer auf Rang 7.

Zeitentabelle Monza (Tag 2):

1. Fernando Alonso - Vodafone McLaren Mercedes - 1:23.155
2. Lewis Hamilton - Vodafone McLaren Mercedes - 1:23.454
3. Nick Heidfeld - BMW Sauber F1 Team - 1:23.725
4. Jarno Trulli - Panasonic Toyota Racing - 1:23.759
5. Kimi Räikkönen - Scuderia Ferrari Malboro - 1:23.773
6. Heikki Kovalainen - ING Renault F1 - 1:24.093
7. Sebastian Vettel - Scuderia Toro Rosso - 1:24.266
8. Alexander Wurz - AT&T Williams - 1:24.356
9. Christian Klien - Honda Racing F1 Team - 1:24.595
10. Mark Webber - Red Bull Racing - 1:24.701
11. Takuma Sato - Super Aguri F1 Team - 1:24.976
12. Adrian Sutil - Eithad Aldar Spyker F1 Team - 1:25.278

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