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Mordvorwurf

Neue Klage gegen Mercedes

Foto: Daimler-Chrysler

Im Streit um eine mögliche Beteiligung der Daimler-Chrysler-Tochter Mercedes-Benz an Menschenrechtsverletzungen in Argentinien haben zwei amerikanische Anwälte eine Schadenersatzklage angekündigt.

14.01.2004

Wie der Dachverband der Kritischen Aktionäre in Köln mitteilte, werde die Klage am Mittwoch (14.1.) beim Bundesgericht San Francisco im US-Staat Kalifornien eingereicht. Die Anwälte Daniel Kovalik und Terry Collingsworth arbeiteten im Auftrag der Hinterbliebenen von 15 Betriebsräten des argentinischen Mercedes-Benz-Werks Gonzales Catan, die in den Jahren 1976 und 1977 verschleppt, gefoltert und ermordet worden seien.

Den Verantwortlichen bei der Daimler-Tochter in Argentinien wird vorgeworfen, die Beschäftigten an das damalige Militärregime ausgeliefert zu haben, um unliebsamen gewerkschaftlichen Einfluss zu beseitigen.

"Daimler-Chrysler muss die Mitschuld eingestehen und Schadenersatz leiste", sagte der Sprecher der Kritischen Aktionäre, Rechtsanwalt Holger Rothbauer, in Tübingen. Derzeit liefen im Zusammenhang mit den Vorfällen in dem argentinischen Werk vier juristische Verfahren. Die aktuelle Schadenersatzforderung sei allerdings die erste Zivilklage. Eine Sprecherin von Daimler-Chrysler sagte in Stuttgart auf Anfrage, das Unternehmen habe von dieser Klage noch keine Kenntnis.

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