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Motor-Klassik-Leser-Corso

Fahr-Gemeinschaft

Motor-Klassik-Leser-Corso beim Oldtimer-GP Foto: Michael Schröder 27 Bilder

Unter den Teilnehmern des Motor-Klassik-Leser-Corso im Rahmen des 37. AvD Oldtimer Grand Prix herrschte auch diesmal viel Freude: Sie durften nicht wie angekündigt zwei, sondern gleich fünf Runden auf dem GP-Kurs des Nürburgring absolvieren.

10.08.2009 Powered by

Wer zum Nürburgring reist, sollte für alle Eventualitäten gerüstet sein - die Bewohner der Eifel könnten unzählige Geschichten über die Wetterkapriolen in ihrer Heimat erzählen, und vermutlich liegen in jedem Auto rund um den Ring auch im Sommer Schneeketten im Kofferraum.

Absage durch Rennleitung: Der Leser-Corso am Samstag geht im Nebel unter
 
Sabine und Reinhard Dorr aus Plettenberg im Sauerland hatten dagegen Glück um Unglück: Weil sich zufällig noch die beiden Pelzmützen aus dem letzten Winterurlaub im Ladeabteil ihres Mercedes 350 SL befanden, mussten die beiden Cabrio-Fans zumindest nicht an den Köpfen frieren. Dass sie dabei wie zwei sibirischen Pelztierjäger aussahen, störte sie in keinster Weise. Sie hatten nur nicht damit gerechnet, Anfang August auf derartige Schutzmaßnahmen zurückgreifen zu müssen.
 
Wahrend am Freitag noch hochsommerliche Temperaturen herrschten, brachten dichter Nebel und kalter Wind am Samstag nicht nur den Rennablauf gehörig durcheinander, sondern sorgten auch dafür, dass der traditionelle Leser-Corso über die GP-Strecke gestrichen wurde. Enttäuschte Gesichter bei den über 300 Motor-Klassik-Gästen, die mit 150 Autos angereist waren, doch alle ertrugen die Entscheidung der Rennleitung mit Fassung. "Ärgerlich, aber wohl nicht zu ändern", kommentierte Teilnehmer Ralf Reimann aus Dortmund die Angelegenheit und blickte traurig auf seinem Fiat 128 Rally Giannini NPS, in dem er endlich einmal über den GP-Kurs brettern wollte. Der angereisten Porsche-, BMW- und Jaguar E-Type-Fraktion dürfte es gefühlsmäßig nicht anders ergangen sein.

Inständig hoffte man, dass am Sonntag zumindest die Fahrt über die Nordsschleife stattfinden würde und zog sich ins großzügige Motor-Klassik-Zelt zurück, in dem während des gesamten Wochenendes kaum ein freier Platz zu ergattern war. Dort macht der Kaffee literweise die Runde und man fand viel Zeit für angenehme wie anregende Gespräche. Die Redaktion hat sich über soviel Besuch zum 25jährigen Jubiläum übrigens sehr gefreut und sagt "Danke"!

Die Sonne lugt durch den Nebel - die Stewarts erlauben drei Zusatzrunden

Sonntagmorgen, Punkt acht: die Rennleitung gestattet den Motor-Klassik-Lesern trotz Nebel zwei Runden über die Nordschleife - damit hatte eigentlich kaum einer gerechnet. Trotz stellenweise geringer Sicht kommt die Sportfraktion unter den Motor-Klassik-Gästen auf der 20,8 Kilometer langen Rennstrecke voll auf ihren Spaß. Wie ein heulendes Wolfsrudel hängt sie am Heck eines Porsches, der von der Streckenaufsicht bewegt wird und selbstverständlich nicht überholt werden darf. Andere gehen diesen Ausflug etwas gemütlicher an, so zum Beispiel Klaus Bammert, der in einem bildschönen Volvo 262 C Bertone unterwegs ist. Immerhin hat das Wetter ein Einsehen mit dem Ringtreiben - ab und an blitzten die ersten zaghaften Sonnenstrahlen durch die dichten, tiefhängenden Wolken.
 
Und weil alle gerade so schön in Fahrt sind und der offizielle Rennbetrieb des Oldtimer-GP zur Zeit noch ruht, spendiert die Rennleitung spontan eine grandiose Zugabe, mit der nun wirklich niemand mehr gerechnet hatte: die Motor-Klassik-Leser dürfen fünf Runden auf dem GP-Kurs absolvieren. Im nächsten Moment ist keiner mehr zu bremsen, spätestens ab der dritten Runde ist aus dem gemütlichen Corso ein recht flotter Umzug geworden, gleich in welchem Fahrzeug man sitzt. Fehlende Power? Für einen erfahrenen Piloten wie Georg Raadts kein Problem. Sein Käfer Cabrio dürften einige Fahrer aus weit stärkeren Autos nun in bester Erinnerung haben - und zwar aus dem Rückspiegel, wenn Raadts in den Kurven spektakulär die Meter wieder gut machte, die er zuvor mangels Leistung auf den Geraden verloren hatte.
 
Rundenzeiten spielen für André Caspari, der sich mit einem nur 22 PS starken Fiat 600 Multipla wagemutig auf die Strecke stürzt, hingegen keine Rolle. Er und sein Fahrzeug, mit dem er auch regelmäßig die Mille Miglia besucht, sind dabei -und nur das zählt in diesem Moment, den alle am liebsten für die Ewigkeit eingefroren hätten. Wie gesagt - in der Eifel sollte man für alle Eventualitäten gerüstet sein.

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