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Motor-Klassik Reise 2009

Elsass Exclusiv: Auf den Spuren Ettore Bugattis

Elsass Reise Foto: dpa

Auf den Spuren Ettore Bugattis: Vom 21. bis 24. Mai wird die Nobelherberge Hostellerie des Chateaux in Otrott Ausgangspunkt für Tagestouren auf verkehrsarmen Traumstraßen.

29.04.2009 Powered by

Elsass und Vogesen. Was fällt da spontan ein? Klar, die Küche. Sie vereint die Vorliebe von uns Deutschen für deftige Speisen mit französischem Raffinement, mit dem berühmten Pfiff. Natürlich der Wein. An den sonnigen, warmen Osthängen der Vogesen gedeihen fruchtige Trauben die mit hoher Winzerkunst zu Wein gepresst werden. Aber auch die zahlreichen Brauereien. Sie brauen immerhin ein gutes Drittel des in Frankreich getrunken Bieres. Das ist nicht gerade wenig. Die kulinarischen Genüsse sind das eine. Die bedeutende künstlerische Rolle das andere. Vor allem die romanischen Kirchen, allen voran das Straßburger Münster. Es wurde zwar in der Gotik abgeschlossen aber bereits in der Romanik gegründet.

Genauso die elsässischen Burgen, die teilweise auf die Stauferzeit zurück gehen. Eine der schönsten und höchstgelegensten ist die Hochkönigsburg. Besonders hervorzuheben ist die Bildhauerkunst, die Matthias Grünewald mit dem Isenheimer Altar in Colmar krönt. Und dann die zahlreichen mittelalterlich geprägten Ortsbilder, die in Colmar und Obernai ihren Höhepunkt finden. Die weit über 1.000 Meter hohen Berge der Vogesen mit ihren kurvenreichen, schmalen aber steilen Passstraßen, vor allem die Routes des Crêtes. Langer Rede kurzer Sinn: Das Elsass und die Vogesen sprechen viele Sinne an. Sie sind ein ideales Oldtimerrevier. Wir möchten es Ihnen gerne Ende Mai vorstellen bei unserer Reise Westwärts: Ins Elsass und die Vogesen.

Fronleichnam, Donnerstag, 21. Mai - Erster Urlaubstag

Tübingen und das Boxenstop Auto- und Spielzeugmuseum sind die ideale Ausgangsbasis für vier Tage Elsass und Vogesen. Alle Teams treffen sich im Boxenstop zu einem tollen, vielfältigen Frühstücksbuffet. Die deutsche Küche steht der französischen in vielem nicht (mehr) nach. Beim Frühstücksbuffet ist sie sogar deutlich besser. Boxenstop tritt den Beweis an. Bei dieser Gelegenheit können Sie einen Blick auf die eindrucksvolle Sammlung des Boxenstop Museums werfen.

Bevor die Startflagge fällt werden die Teams vorgestellt. Das muss sein, sorgt gleich für gute Stimmung. Zwischen Start und Ziel im elsässischen Ottrott liegt ein imposantes Mittelgebirge. Mehr oder weniger das Pendant zu den Vogesen, der Schwarzwald. Den nehmen Sie heute unter Ihre Räder. Sie fahren bergauf, bergab, wie auf einer gut gehenden Achterbahn. Der direkte Weg ins Elsass muss nicht sein. Sie haben Zeit. Auf der Flucht sind Sie wahrlich nicht. Und von den Kilometern her bleibt reichlich Luft. Die Tagesetappe bleibt unter 200 Kilometer, so wie die anderen drei Etappen.

Wissen Sie eigentlich, wo das erste deutsche Bergrennen nach dem Zweiten Weltkrieg stattgefunden hat? Wir verraten’s Ihnen gerne, möglichst sofort, bevor unnötig Spannung aufkommt. Von Baiersbronn, oder genauer gesagt Obertal, rasten 1947 die ersten Rennmotorräder und Rennwagen zum Ruhestein, zur Schwarzwaldhochstraße. Klar, ein solch geschichtsträchtiges Kurvenlabyrinth dürfen Sie nicht auslassen. Eigentlich bietet die Schwarzwaldhochstraße, sie wird offiziell als B 500 geführt, schon genügend Kurven. Aber nicht für Sie. Ihnen sind es zu wenig. Sie fahren vom dem Höhenkamm wieder steil bergab, vorbei an Allerheiligen mit seinen Wasserfällen ins Renchtal. Können Kurven süchtig machen? Wir befürchten’s. Denn anschließend geht’s gleich wieder steil bergauf über Nordrach ins Harmersbachtal.

An Gengenbach, einem der schönsten Orte des Nordschwarzwalds, kommen Sie ungestreift nicht vorbei. Spätestens hier sollte eine Kaffeepause anstehen. Quer durchs Rheintal erreichen Sie am späten Nachmittag das elsässische Ottrott, ganz in der Nähe von Obernai. Hier liegt das Paradies von Sabine und Ernest Schaetzel, die Hostellerie des Châteaux. Sie übernachten in diesem Kleinod, einem dunkelroten Fachwerkhaus mit knallgelben Fensterläden. Die Hostellerie des Châteaux ist eine Nobelherberge in der sich die Gäste wegen der Mischung aus elsässischer Gemütlichkeit, ländlicher Rustikalität, gepaart mit allem erdenklichen Komfort wohl fühlen. Der französische Gourmet-Experte Marc de Champérard kürte Sabine Schaetzel zur besten Hotel-Frau Frankreichs. Nicht zu unrecht – denn sie hat ein Auge für alles. Ihr Mann ist für die kulinarische Seite zuständig. Seine gehobene Küche vereint regionale Spezialitäten, Wildspezialitäten, Beeren und frische Kräuter zu köstlichen Gerichten. Am Abend erleben Sie erstmals bei einem 4-Gänge-Menü die hohe Qualität der ausgezeichneten Küche.

Freitag, 22. Mai - Zweiter Urlaubstag

Sie haben hoffentlich gut geschlafen. Sie genießen den Blick aus Ihrem Fenster über die Dächer von Ottrott und in die Rheinebene. Sie bedienen sich vom Frühstücksbuffet. Sie freuen sich heute morgen bereits auf das nächste Abendmehrgängemenü. Aber so weit ist es noch lange nicht. Bis dahin haben Sie noch einiges vor.

Die Vogesen stehen auf dem Programm. Hier heißen die Berge Col. Davon gibt es zahlreiche. Einige sogar über 1.000 Meter hoch. Col de la Charbonnière, Col de Steige, Col de Mandray sind Pässe, die Sie heute niedermachen. Es geht mehr oder weniger kreuz und quer durch das östlich der Rheinebene liegende Mittelgebirge. Wer viel am Lenkrad kurbelt bekommt Appetit. Nicht nur auf weitere Kurven. Auch auf Habhaftes. Keine Sorge, bei einem Picknick, klar im Freien, hoffentlich bei warmer Frühlingssonne, lernen Sie die Vorzüge der schwäbischen Küche kennen. Die sind nicht von schlechten Eltern. Sie werden’s sehen.

Wenn Sie am späten Nachmittag nach Ottrott abbiegen, liegen hunderte von Kurven, fantastische Kilometer, verkehrsarme Pässe hinter Ihnen. Sie überkommt ein gutes Gefühl. Denn Sie und Ihr Co-Pilot, aber auch Ihr Auto haben eine Bombenarbeit geleistet. Alle haben gezeigt, was in Ihnen steckt.

Wer einen so schönen Tag erlebt hat, soll ihn am Abend genussvoll ausklingen lassen. Dafür sorgt der Maître de Cuisine, Ernest Schaetzel. Zu einem feinen Dîner gehört ein guter Wein. Die Weinkarte der Hostellerie des Châteaux lässt wahrlich keine Wünsche offen.

Samstag, 23. Mai - Dritter Urlaubtag

Sie wachen auf und ärgern sich möglicherweise ein bisschen darüber, dass die erste Hälfte der Reise hinter Ihnen liegt. Das ist leider so. Daran lässt sich auf die Schnelle nichts ändern. Schade! Andererseits dürfen Sie sich heute wieder auf einen ganz interessanten Tag freuen. Die Route du Vin (Weinstraße) gehört zu den touristischen Höhepunkten des Elsass. Sie steigen in Molsheim, dem mittelalterlichen Städtchen ein. Hier hat Ettore Bugatti gelebt, gewirkt, konstruiert, gefeiert aber auch ab und zu gelitten. 100 Jahre Bugatti, dieses Jubiläumsjahr ist der Anlass für eine Visite. Von hier geht’s südwärts Richtung Colmar.Wie an einer Perlenkette reiht sich ein bekannter Weinort an den anderen. Immer wieder öffnet sich zwischen den Weinbergen ein toller Blick auf das Rheintal und die Berge des Schwarzwalds. An Colmar kommen Sie nicht vorbei.

Die drittgrößte Stadt des Elsass zieht mit ihren malerischen Bürgerhäusern aus dem 16. und 17. Jahrhundert und ihrem Reichtum an berühmten Kunstwerken die Besucher förmlich an. Wer Colmar bei einer Elsass-Reise ausspart, begeht einen Frevel. Das wollen wir nicht. Sie sollen diese Stadt und vor allem den Isenheimer Altar, das Hauptwerk von Matthias Grünewald, eines der größten Werke der deutschen Malerei, bei einer Führung kennenlernen.

In Colmar haben Sie die Qual der Wahl: Mittelalterliche Stadt, sakrale Kunstwerke gegen automobile Schönheiten. Eine knappe Autostunde von Colmar entfernt befindet sich Mühlhausen und das Musée National de l’Automobile. Hier stehen die schönsten, wertvollsten Preziosen die Ettore Bugatti geschaffen und auf die Räder gestellt hat. Ihre Zeit dürfen Sie allerdings heute Nachmittag nicht vertrödeln. Denn am Abend erwartet Sie ein buntes Feuerwerk. Sie besuchen die Music Hall Adam Meyer in Kirrwiller, nordwestlich von Straßburg gelegen. Sie alle kennen Moulin Rouge, Lido, BobinO in Paris. Oder haben zumindest davon schon gehört.

Diese Amusement Établissements hatte Adam Meyer, ein pfiffiger Elsässer vor Augen, als er mitten im tiefsten, ländlichen Elsass seine Music Hall, den Royal Palace, eröffnet hat. Hier wird große Show geboten. Sie erleben eine farbenprächtige Revue voller Lebensfreude. Paris lässt grüßen. Zuvor werden Sie mit einem 6-Gang-Menü im Restaurant Le Versailles stilgerecht auf diesen Abend eingestimmt.

Heute Abend ist Ihnen Ihr Führerschein wurstegal. Sie können den einen oder anderen guten Tropfen ausgiebig genießen. Denn den Weg nach Kirrwiller legen Sie im modernen Komfortreisebus zurück.

Sonntag, 24. Mai - Letzter Urlaubstag, Heimreise

Heute lassen Sie den Tag entschieden langsamer angehen. Denn immerhin sind Sie erst spät in der Nacht nach Hause gekommen. Mit etwas Wehmut bedienen Sie sich ein weiteres Mal vom Frühstücksbuffet bevor Sie Ottrott und der Hostellerie des Châteaux einen Abschiedskuss zuhauchen. Vom elsässischen Rhinau geht’s mit der Fähre nach Kappel. Danach erwartet Sie ein weiterer malerischer Teil des Schwarzwaldes. Kinzig- und Gutachtal versprechen Schwarzwaldidylle pur. Ein paar Kilometer auf der Deutschen Uhrenstraße können auch nichts schaden. Im Neckartal lassen Sie den Schwarzwald hinter sich. Sie fahren entlang dem Fluss der bis zur Mündung in den Rhein, in Mannheim, noch einige Kilometer vor sich hat.

Am Nachmittag empfängt Sie Tübingen, die junge, alte Stadt und das mitten im Universitätszentrum liegende Boxenstop Auto- und Spielzeugmuseum. Bei Kaffee und Kuchen, hoffentlich auf unserer sonnigen Terrasse "Beau Virage" gehen vier schöne Reisetage: Westwärts: Ins Elsass und die Vogesen zu Ende. Sie schwärmen von den zahlreichen Höhepunkten. Ihr Fahrzeug steht vor dem Boxenstop, blinzelt in die Nachmittagssonne, ist mit sich im Reinen.

Übrigens: Was wir beinahe vergessen hätten, da es bei diesen Reisen selbstverständlich ist: Die gesamte Reise wird vom Max, unserem Werkstattwagen begleitet. Wir wollen zwar nichts verschreiben. Aber sicher ist sicher. Ihr Reisevergnügen soll durch keine lästige Panne mehr als unvermeidbar beeinträchtigt werden.

Und noch eins:

Wenn Sie am Sonntag Ihren Heimweg nicht mehr unter die Räder nehmen möchten, vermitteln wir Ihnen gerne in Tübingen ein gutes Mittelklassehotel. Das gilt selbstverständlich auch für die Anreise.

Unsere Leistungen für Sie:

- Frühstücksbüffet im Boxenstop
- 3 x Übernachten mit Frühstück in der Hostellerie des Châteaux in Ottrott in Doppelzimmern
- 2 x 4-Gänge-Menü
- Show Royal Palace in Kirrwiller inkl. 6-Gänge-Menü
- Eintritt Musée National de l’Automobile in Mulhouse
- Stadtführung Colmar
- Kaffee und Kuchen im Boxenstop
- Mittagspicknicks
- Roadbook, sehr detailliert und Straßenkarten
- Pannenservice, Koffertransport Tübingen – Ottrott - Tübingen
- Reiseleitung Rainer und Ute Klink, und wie immer einiges mehr....

Ihr Reisepreis:
pro Person 1.380,- Euro (inkl. aller Steuern und Gebühren), Einzelzimmerzuschlag: EUR. 160,--
Veranstalter der Reise ist die KM Reisen GmbH, Bahnhofstr. 15, 72116 Mössingen, Geschäftsführer: Rainer Klink, eingetragen unter HRB 1338 beim HR Tübingen

Infos unter Telefon: 07 11/182 23 55, E-Mail: reise@motorklassik.de

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