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Motorola

Navigationsystem ohne CD

autouniversum - "T-Nav" wird das erste externe und dynamische Navigationsystem heissen, dass Verkehrsinformationen in Echtzeit bietet.

18.05.2001

"T-Nav" wird das erste externe dynamische Navigationsystem heissen, dass Autofahrern Verkehrsinformationen in Echtzeit bietet. Realisiert wird es derzeit von Motorola und dem Verkehrs-Informationsdienst-Anbieter Trafficmaster.

Und so gehts: Im Trafficmaster-Call Center oder auf der Homepage gibt der Autofahrer seine geplante Fahrtroute an. "Über die an deutschen Autobahnbrücken installierten Trafficmaster-Sensoren wird laufend die Verkehrsdichte erfasst", erklärt Clemens Wolbers, als Senior Director Strategic Marketing bei Motorola zuständig für Elektronik-Systeme, gegenüber autouniversum. Aus diesen ständig aktualisierten Daten lassen sich dann individuelle Streckeninformationen, Verkehrsberichte und automatische Umleitungsempfehlungen erstellen.

Verkehrsinfos vom Server direkt ins Navigationssystem

Die unter Berücksichtigung aktueller Daten berechnete optimale Route wird an das mit einem GPS-Empfänger ausgerüstete Navigationsgerät im Fahrzeug gesendet. "Über den Motorola-Navigationsserver werden diese Infos direkt in das Telematiksystem im Auto geladen. Eine computeranimierte Stimme weist dem Fahrer, wie bereits von herkömmlichen Navigationssystemen bekannt, den Weg. Allerdings berücksichtigt das System immer die aktuelle Verkehrslage und kann unter Umständen ohne Zeitverlust Ausweichrouten angeben. Selbst wenn der Fahrer zum Beispiel die Autobahn für einen kurzen Abstecher verläßt, wird das Navigationsgerät vom Server informiert. Je nachdem wird sogar eine neue Route erstellt.

"T-Nav" soll auch mit anderen Endgeräten nutzbar sein

Nutzen werden diesen Service aber nicht nur die Käufer von Motorola-Endgeräten. "T-Nav" soll auch mit anderen Modellen kompatibel sein, man werde eng mit Automobilproduzenten und anderen Endgeräte-Herstellern zusammenarbeiten, um das System möglichst universell einsetzbar zu machen, erklärt Clemes Wolbers.

Ende 2001 gibt es das CD-lose System in Deutschland

Die Besitzer herkömmlicher On-Board-Geräte, wie sie derzeit in vielen Fahrzeugen zu finden sind, können auf den "T-Nav"-Service nicht zurück greifen, "diese Geräte sind einfach nicht kompatibel oder aufrüstbar", so Wolbers. Langfristig werde das neue System die alten Lösungen ersetzen, "ich persönlich fand es immer schon ein Problem, dass CD-Roms nicht aktualisierbar sind und man daher immer den Unwägbarkeiten der Realität ausgesetzt ist." Die sollen dank "T-Nav" zumindest beim Autofahren bald weitgehend entfallen. "Der Kunde wird dann zum Beispiel über einen Vertrag mit einem Telefondienstleister oder Telematikfirmen den Dienst nutzen können", meint Wolbers. Denkbar sei es auch, dass Automobilhersteller Käufern von Neuwagen ihren Kunden das System für einen bestimmten Zeitpunkt zunächst kostenlos zur Verfügung stellen.

Ende dieses Jahres wird "T-Nav" in Großbritannien und Deutschland angeboten werden, in beiden Ländern ist das Trafficmastersystem am weitesten ausgebaut. Im Jahr 2002 sollen weitere europäische Staaten folgen. Wieviel "T-Nav" in Deutschland kosten wird, wollte Clemens Wolbers noch nicht sagen, "aber die Preise werden sicherlich wesentlich unterhalb denen der heutigen Onboard-Navigationsgeräte liegen."

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