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Navigationskarten

Aktualisierung der Routenführer

Navigationskarten Foto: Hersteller 27 Bilder
Das Kartenmaterial der elektronischen Lotsen braucht eine regelmässige Auffrischung. Das ist häufig kostspielig, und nicht immer sind aktuelle Daten verfügbar.


27.09.2009 Henning Busse

Navigationssysteme sind eine feine Sache: Ort, Straße sowie Hausnummer in ein Gerät eingeben, Start drü­cken und schon führt die Elek­tronik zum Ziel. Darauf kann sich der Fahrer verlassen, in der Regel gelingt das allen Ge­räten - wenngleich es Unter­schiede bei der Routenwahl gibt. Doch in einem Punkt sind alle Lotsen gleich: Weist das Straßennetz Fehler auf, kommt es zu Problemen bei der Stre­ckenführung. 

In Deutschland ändern sich pro Jahr bis zu 15 Prozent der Straßendaten

Häufigste Fehlerquelle sind veraltete Karten. Allein in Deutschland ändern sich pro Jahr bis zu 15 Prozent der Straßendaten. Ampelkreu­zungen werden in Kreisver­kehre umgewandelt, ganze Strecken kommen neu hinzu oder sind für den Durchgangs­verkehr gesperrt. Nach rund drei Jahren ist die Fehlerquote eines Lotsen hoch. Autofahrer sollten daher spätestens alle zwei Jahre für Updates der Da­ten sorgen - Vielfahrer sogar öfter, raten Experten.

Allerdings stellt sich für die meisten Besitzer die Frage, wo sie Updates erhalten. Verkauft werden Navigatoren, allen voran die portablen Geräte, mitt­lerweile schon in Supermärk­ten. Doch dort anzufragen, wird wenig bringen. Hier sind die Anbieter der Lotsen oder die Kartenhersteller Navteq und Teleatlas die richtigen An­sprechpartner. Wer ein festinstalliertes Navi­gationsgerät ab Werk in sei­nem Auto nutzt, wendet sich an den Fahrzeughändler. Auch der Hersteller kann oftmals weiterhelfen. Denn einige Kon­zerne offerieren die Aktualisie­rungen online im Zubehör­shop. Das ist zum Beispiel bei Audi, Mercedes und VW der Fall. Renault dagegen bietet mit Kartenhersteller Navteq einen Internet-Shop speziell für die Updates an. Citroën, Mini, Nissan, Opel und Peugeot sowie die Marken des Fiat-Konzerns erlauben die Ak­tualisierung auch über den Navteq-Shop.

Navigationskarten-Updates der Hersteller sind meist teuer

So kundenfreundlich gehen aber nicht alle Hersteller vor, wie das Beispiel Ford belegt: Der Kunde kann sich zwar beim Kartenlieferanten Teleat­las im Shop über die Aktuali­sierungen informieren, zum Kauf wird er aber an den Ver­tragshändler verwiesen. Und das kann teuer werden. Je nach System und Kartenum­fang kann ein Update bei Ford bis zu 399 Euro kosten. Solch hohe Kosten für festeingebaute Geräte sind jedoch kein Einzel­fall. Im Schnitt liegt der Preis für eine neue Europakarte bei 250 Euro in der Branche. Viel Geld für einen Service, der oft nicht mehr aktuell ist. Navteq und Teleatlas bringen die Kar­ten alle drei Monate auf den neuesten Stand, viele Herstel­ler dagegen bieten lediglich ein Update pro Jahr - nur wenige erneuern mehrmals wie etwa BMW. Hier gibt es alle sechs Monate neue Karten.  

Hersteller von Navigationsgeräten bieten die Straßendaten im Online-Shop an

Auch portable Navigationsge­räte sollten spätestens alle zwei Jahre ein Karten-Update erhalten. Anders als bei eini­gen Autoherstellern gibt es die Straßendaten bei den Geräte­produzenten im eigenen On­line-Shop. Die kleinen Lotsen verfügen in der Regel über ei­nen PC-Anschluss, so dass sich aktuelles Material direkt auf den Speicher laden lässt. Dabei wird häufig auch das Betriebssystem aktualisiert, was kostenlos ist.

Auch neue Orte von Interesse (POI) oder das Aufrüsten des Staudienstes TMC ist möglich. Allerdings ist das genauso kostenpflichtig wie das Karten-Update. TomTom zum Beispiel verlangt für das Europamateri­al (West und Ost) je nach Ge­rät zwischen 79 und 89 Euro. Bei VW dagegen sind mindestens 200 Euro fällig - wohlge­merkt für Westeuropa. Wer Osteuropa auch noch haben will, muss für viele Systeme weitere 200 Euro hinblättern. Kein Einzelfall in der Branche: Unter Europa verstehen einige 44 Länder, andere dagegen nur 28 Staaten.  

Kun­den können bis zu vier Mal im Jahr die Karten aktualisieren

Besonders bei den portablen Geräten ist das Update um­fangreich. Zudem können Kun­den bis zu vier Mal im Jahr die Karten aktualisieren. Da aber die meisten das nicht freiwillig machen, setzen die Anbieter auf ein neues Geschäftsmo­dell. Seit kurzem gibt es den Abo-Dienst, der meist über 24 Monate läuft. Kostenpunkt: zwischen 90 und 120 Euro. Einige Unternehmen wie etwa Falk oder Navigon geben das Abonnement bereits beim Kauf bestimmter Geräte als kosten­lose Dreingabe dazu. Mittler­weile springen auch die Auto­hersteller auf diesen Zug. Renault und Volvo bieten mit MapCare von Navteq ebenfalls einen Abo-Dienst an. 

Alle Hersteller sollten diesen Service offerieren. Doch oft reicht es bereits, wenn sie in den Neuwagen die aktuellsten Karten legen. Immer wieder berichten Autofahrer, dass schon beim Fahrzeugkauf die Straßendaten veraltet sind - in diesem Fall sollte man auf ein Update bestehen. Auch hier zeigt der portable Bereich eine kluge Lösung: Wer nicht den Abo-Dienst wählt, kann trotz­dem seine Karte auffrischen. Innerhalb von 30 Tagen nach Kauf eines Lotsen dürfen Kun­den bei vielen Anbietern kostenlos das Kartenmaterial aktu­alisieren.

Audi A7Mercedes CLSBMW 6er Grand Coupé
Markteinführung201020112012
Abmessungen (m)4,98 / 1,91/ 1,42*(5,00 / 1,95 / k.A.)(4,9 / k.A. /1,40 )
Radstand (m)2,912,87*2,87
MotorenV6V6 / V8R6 / V8
Leistungsspektrum (PS)204 - 300205 - 435204 - 407
Top-ModellS7 4,2-Liter-V8 (420 PS) / RS7 mit V10 (580 PS) **CLS 63 AMG V8 (544 PS)M6 Biturbo-V8 (585 PS) **
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