Neu von Audi: Q5, Q7 und Coupé

Audi holt auf: Mit Q5 und Q7 werden die Lücken im SUV-Segment geschlossen, ein schnittiger Zweitürer zwischen A4 und A6 soll zeigen, dass Audi auch formschöne Coupés bauen kann, die sich hinter der Konkurrenz von BMW und Mercedes nicht verstecken müssen.

Auf der IAA im September debütiert der Audi Q7, der es auf wohlhabende Lebemenschen abgesehen hat, denen ein Geländewagen zu rustikal, ein Van zu spießig und ein herkömmlicher Kombi zu normal ist.

Der immerhin fünf Meter lange, fast zwei Meter breite und 1,72 Meter hohe Q7 kommt zwar mit wuchtiger Präsenz daher wie kein Audi zuvor, wirkt aber dennoch nicht kastenförmig. "Wir haben intensiv daran gearbeitet, die richtigen Proportionen zu finden“, sagt Audi-Chefdesigner Walter de Silva.

Von schräg hinten lassen die coupéhaft abfallende Dachlinie und die geschwungenen Heckleuchten mehr als nur einen Hauch von Eleganz aufkommen. Nobel ausstaffiert ist auch der großzügige Innenraum des Siebensitzers, der zu mehr als 50 Prozent in den USA verkauft werden soll. Während die hinteren beiden Fauteuils nur für Kinder langstreckentauglich sind, sollen in der mittleren Reihe drei Erwachsene kommod sitzen können. Beim Familienausflug mit fünf Personen an Bord bleibt der 600 Liter fassende Q7-Kofferraum voll erhalten und bietet Platz für das entsprechende Urlaubsgepäck.

Q5 und Q7 als Gegner für BMW X3 und Mercedes R-Klasse

Wie beim VW Touran lassen sich die fünf hinteren Sitze komplett flachlegen, was ein Ladevolumen von 1.650 Liter ergibt. Doch trotz des Kingsize-Formats soll der Q7 kein schwerfälliger Brocken werden. Im Gegenteil: Audi macht kein Hehl daraus, dass man sich den bisherigen Handlingmeister unter den Sport Utilities, den BMW X5, als Maßstab ausgesucht hat – und diesen in den Fahreigenschaften noch zu übertreffen sucht.

Gran Turismo statt Geländewagen: Der Q7 ist für den Einsatz auf der Straße optimiert, sein luftgefedertes Fahrwerk ist entsprechend dem Audi-Markenkern sportlich ausgelegt. Die Geländegängigkeit eines VW Touareg, mit dem der Q7 im slowakischen VW-Werk Bratislava gebaut wird, erreicht er damit naturgemäß nicht. Denn auf Geländefahrhilfen wie Sperren oder Untersetzungsgetriebe wurde verzichtet. Das spart Gewicht: Obwohl der Audi deutlich größer ist, wiegt er mit 2,2 Tonnen rund 50 Kilogramm weniger als ein vergleichbar motorisierter Touareg.

Um den dynamischen Anspruch zu untermauern, werden zur Händlerpremiere im April 2006 (Preise ab 50.000 Euro) nur zwei Motoren angeboten – ein 4,2-Liter-FSI-Benziner mit 335 PS und ein gleich großer neuer V8-TDI mit rund 315 PS. Schon kurz nach dem Start kommt eine "S-Line“-Option mit dezentem Optik-Tuning.

Ab dem Modelljahr 2007 folgen ein Dreiliter-TDI mit 225 PS und ein 3,6-Liter-FSI-Benziner mit Direkteinspritzung und 280 PS. Als Topmotorisierung ist später auch der V10-TDI aus dem Touareg eingeplant. S- und RS-Modelle sind ebenfalls vorgesehen.

Coupé als erster Audi mit LED-Scheinwerfern

Ungefähr Mitte 2008 könnte ein Hybrid-Benziner die Q7-Palette bereichern. Zum selben Zeitpunkt wird Audi auch einen kompakteren Allradler ins Programm nehmen: den Q5. Er basiert auf der neuen A4/A6-Matrixplattform und trägt längs eingebaute Motoren. Er ist als Konkurrent zum BMW X3 und zum ebenfalls 2008 kommenden Mercedes MLK (kleiner Allradler unter M-Klasse) gedacht. Wie der Q7 verfügt der Q5 weder über Sperren noch über ein Reduktionsgetriebe. Zum Start werden die starken Versionen 3.0 V6 TDI und 3.6 V6 FSI angeboten. Später sind auch Vierzylinder-Benziner und TDI-Motoren ab zwei Liter Hubraum verfügbar.

Da die Sportlichkeit beim Q5 noch mehr in den Vordergrund gestellt wird als beim Q7, ist auch mit dem Einbau der 4,2-Liter-Achtzylinder (Diesel und Benziner) zu rechnen. Der Q5 soll zum Volumenmodell werden, mit Stückzahlen um die 100.000 Einheiten jährlich.

Auf der gleichen Matrix-Plattform, auf der auch der Q5 ruht, bringt Audi 2007 ein Coupé als Vorläufer der neuen A4 Limousine (Frühjahr 2008). In seiner Skulptur von der Nuvolari-Studie abgeleitet, wird das Audi-Coupé mit rahmenlosen Scheiben vier vollwertige Sitzplätze bieten. Die Motoren reichen vom 2.0 TDI bis zum 3,6-Liter-V6, später sind auch Achtzylinder geplant.

Die Designer und Techniker setzen alles daran, dass der Audi als eines der ersten Serienautos aus LED-Scheinwerfern leuchtet. Als Showcar könnte der schnittige Zweitürer schon auf dem Genfer Salon 2006 erstmals gezeigt werden.

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fis

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