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Neue Aerodynamik Regeln für 2009

Foto: dpa 84 Bilder

Der FIA-Weltrat tagt am Mittwoch (24.10.) auch zum Thema Aerodynamik-Regeln für 2009. Auf dem Tisch liegt ein Vorschlag, den die so genannte "Überhol-Kommission" in einem halben Jahr Arbeit ausgebrütet hat.

24.10.2007 Michael Schmidt Powered by

Der frühere Ferrari-Chefdesigner Rory Byrne, Renault-Chefingenieur Pat Symonds und McLaren-Technikchef Paddy Lowe führten die Projektgruppe an, die im Fondmetal-Windkanal und am McLaren-Simulator herausfinden sollte, welche Aerodynamik-Konfiguration das Hinterherfahren und damit das Überholen erleichtert. Der Vorschlag wurde vor dem GP Brasilien von dem Technikchefs der elf Rennställe abgesegnet.

Neues Design für attraktivere Rennen

Das neue Reglement, das die Formel 1-Autos optisch verändern wird, soll endlich wieder für spannendere Rennen sorgen. Aus FIA-Kreisen hört man, dass der Weltrat den Vorschlag aller Voraussicht nach absegnen wird.

Und darum geht es: Der Frontflügel wächst von 140 auf 180 Zentimeter Breite. 40 Zentimeter um die Mittelachse wird die Form vorgeschrieben, was bedeutet, dass diese Sektion ein Standardteil für alle Autos sein wird. Man will damit verhindern, dass die Ingenieure in der Mitte Mulden und geschwungene Formen verwenden, die wieder kritisch gegenüber einer gestörten Anströmung sein könnten. Der Abstand Frontflügels zur Straße schrumpft von 15 auf 7,5 Zentimeter. Die Flaps dürfen vom Cockpit aus zwei Mal pro Runde um maximal sechs Grad verstellt werden. Auch das soll den Frontflügel unempfindlicher gegenüber den Verwirbelungen machen, die das vorausfahrende Auto aussendet.

Rückkehr zu Slicks

Der Heckflügel ist ab 2009 nur noch 75 statt 100 Zentimeter breit und 95 statt 80 Zentimeter hoch. Dafür darf der Diffusor auf eine Höhe von 175 statt bisher 125 Millimeter ansteigen, beginnend ab der Mittellinie der Hinterachse. Bei den aktuellen Autos ist der Anstieg nicht nur flacher, er beginnt auch früher, schon an der Vorderkante der Hinterräder. Leitbleche, Winglets, Flipups (Kotflügel vor den Hinterrädern) und Kamine sind in Zukunft verboten, was den Gesamtabtrieb auf die Hälfte der 2006er Werte reduzieren wird. Dafür soll es über das Comeback von profillosen Slicks wieder mehr mechanischen Grip geben.

Windkanaltests mit zwei hintereinander gestaffelten Autos auf dem rollenden Boden haben ergeben, dass mit dem neuen Reglement das hinterherfahrende Auto bei einem Abstand bis zu einer halben Wagenlänge nur noch 25 statt wie bisher 46 Prozent Abtrieb verliert, und die Balance sich nur noch um ein statt vier Prozent nach hinten verlagert. McLaren hat die Daten in ihren Fahrsimulator programmiert. Pedro de la Rosa und Gary Paffett haben sie drei Tage lang ausprobiert und waren vom Ergebnis begeistert. Zumindest in der virtuellen Welt war es deutlich einfacher einem vorausfahrenden Auto dicht auf zu folgen.

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