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Neue Batterie-Kooperation

Conti paktiert mit Südkoreanern

Foto: Continental

Der Autozulieferer Continental und der südkoreanische Energie- und Petrochemie-Spezialist SK Innovation haben ihre Kooperation bei Batterieantrieben besiegelt. Die Chefs beider Konzerne gründeten am Montag (23.7.) in Frankfurt ein gemeinsames Unternehmen für die bereits seit längerem geplante Zusammenarbeit.

23.07.2012 dpa

Wie Continental auf dpa-Anfrage mitteilte, sollen in den kommenden Jahren mehrere hundert Millionen Euro in das neue Joint-Venture investiert werden. Die Hannoveraner übernehmen 49, die Südkoreaner die übrigen 51 Prozent der Anteile. Die Partner hatten im Januar auf der US-Automesse in Detroit eine entsprechende Grundsatzvereinbarung unterzeichnet. Zunächst 200 Beschäftigte sollen künftig zusammen Lithium-Ionen-Batteriemodule entwickeln, bauen und vermarkten.

SK liefert bereits Elektro-Antriebstechnik für Renault

Während SK Innovation die Batteriezellen beisteuert, liefert Conti die zugehörige Steuerungselektronik und Antriebstechnik. So wollen die Firmen zum Marktführer bei Batteriesystemen aufsteigen. Sitz des Gemeinschaftsunternehmens ist Berlin, im vierten Quartal soll der Betrieb anlaufen. Entwickler arbeiten auch im südkoreanischen Daejon.
"Wir werden ein starkes Team bilden, das bei der Entwicklung und Produktion einer der Schlüsseltechnologien für die Mobilität der Zukunft sehr effektiv zusammenarbeiten wird", sagte Conti-Chef Elmar Degenhart. SK-Innovation-Konzernchef Chey Jae-won erklärte, so ließen sich die besonderen Kompetenzen beider Anbieter zusammenführen.
 
Degenhart schätzt den Markt für Elektro- und Hybridautos im Jahr 2020 auf ein Volumen von weltweit 11 bis 12 Millionen Fahrzeugen. Zusätzliche Absatzchancen erhoffen sich Conti und SK Innovation dabei auch durch verschärfte CO2-Regeln in der EU und anderen Regionen.
 
Die Hannoveraner fuhren im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz von 30,5 Milliarden Euro ein, beim Gewinn wurde ein Bestwert von 1,242 Milliarden Euro erzielt. Der Konzern befasst sich seit zehn Jahren mit der Elektromobilität, er liefert unter anderem die Elektronik und den Elektromotor für die Renault-Modelle Fluence und Kangoo.
 
Eine zum Jahreswechsel 2011/12 vorgestellte Studie im Auftrag von Continental zeigte, dass die Kaufbereitschaft vieler Autofahrer bei den oft teureren Elektromobilen noch verhalten ist - grundsätzlich steigt jedoch das Interesse an den neuen Antriebstechnologien.
 
SK Innovation, dessen Wurzeln in einer Ölraffinerie liegen, kam 2011 auf einen Umsatz im Gesamtkonzern von 59,3 Milliarden US-Dollar (48,8 Mrd Euro). Der Geschäftsbereich Lithium-Ionen-Batterien wurde 1996 gegründet, 2005 folgte der Einstieg ins Autogeschäft. Neben der Lkw-Marke Fuso von Daimler beliefert das Unternehmen auch Hyundai.

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