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Neue Cabrios 2007

Wird schon klappen

Foto: Schulte-Nextline 16 Bilder

2006 stand im Zeichen neuer Blechdachcabrios. Die Mode 2007 zeigt wieder mehr Stoff: beim Audi A3 Cabrio, dem offenen Smart Fortwo und dem Chrysler Sebring etwa. Ein Überblick.

03.01.2007 Birgit Priemer

Die Hülle ist häufig schwarz - verführerisch schwarz. Sie ist knapp geschnitten, und es knistert wahnsinnig aufregend, wenn man sie fallen lässt. Dabei verströmt sie einen feinen Geruch - nach Wald, Wiesen und Wärme. Cabriofahren ist ein Spiel mit den Sinnen. Deshalb lassen sich immer mehr Kunden animieren, ihr Geld in windige Geschäfte zu stecken: Experten erwarten, dass der Marktanteil offener Autos 2007 kräftig steigt.

Ein Zug, auf den Audi nun in der Kompaktklasse aufspringt: Der A3 zeigt sich erstmals auf der IAA im September in edles Tuch gehüllt. Da sich mittlerweile fast alle Hersteller in der Kompaktklasse vom Stoffdach verabschiedet haben, stellt das kleine Cabrio für Puristen eine verlockende Alternative dar. Audi bleibt generell beim dick gefütterten Stoffverdeck, das hier per Knopfdruck unter einer festen Abdeckung verschwindet. Der Zweitürer basiert technisch noch auf dem aktuellen Golf, hat also mit dem für 2010 geplanten A3-Nachfolger noch nichts zu tun.

Aber dafür mit dem ab Frühjahr 2007 erhältlichen neuen TT Roadster, mit dem er eine praktische Durchreiche teilt, die sogar den Transport vollwertiger Skier erlaubt. Das Motorenprogramm beginnt zunächst bei den Zweiliter-Vierzylindern mit 150 und 200 PS sowie dem 2.0 TDI mit 140 und 170 PS. Wie bei der A4-Baureihe lässt der sportliche Überflieger in Form des S3 nicht lange auf sich warten, der ab Ende 2008 mit 265 PS und sportlicher Fahrwerksabstimmung für Fahrspaß offen ist.

Die Konkurrenz schläft nicht

Sie naht in diesem Segment in Form des BMW 1er Cabrios, das nach seiner Vorstellung Ende 2007 im Folgejahr zu den Händlern kommt - ebenfalls mit Stoffdach, weil BMW die Blechdachvariante ab März 2007 dem 3er Cabrio vorbehält, das damit für die Marke BMW Neuland betritt. Das dreiteilige Blechdach wurde zusammen mit Zulieferer Edscha entwickelt und verschwindet per Knopfdruck innerhalb von 23 Sekunden im Kofferraum. Mit 4,58 Metern ist das Cabrio exakt so lang wie das Coupé, misst in der Breite aber vier Zentimeter mehr und bringt rund 200 Kilogramm zusätzliches Gewicht auf die Waage. Das Kofferraumvolumen ist mit 350 Litern bei geschlossenem Dach durchaus alltagstauglich.

Ruht das Dach im Gepäckraum, wird es deutlich enger: Dann bleiben nur 210 Liter Volumen übrig. Die Rücksitzlehne lässt sich allerdings umklappen, und auch hier ermöglicht ein 130 Liter großer Skisack Ausflüge in den Wintersport. Zum Verkaufsstart gibt es fünf Modelle: 320i (39.900 Euro), 325i (44.450 Euro), 330i (48.350 Euro), 335i (50.750 Euro) und als einzigen Diesel den 330d (49.000 Euro). Alle kommen serienmäßig mit Bi-Xenon-Scheinwerfern und elektrischem Verdeckmechanismus.

Dass es auch eine Nummer kleiner Spaß machen kann, Cabrio zu fahren, will die Marke Smart mit der Neuauflage des offenen Fortwo beweisen. In der Länge um 20 Zentimeter gewachsen, bietet das 2,70-Meter-Auto nun deutlich mehr Platz im Innenraum und vor allem eine weit komfortablere Bedienung des Stoffverdecks. Früher musste der Fahrer das Auto verlassen, wenn er das Verdeck komplett öffnen wollte, und dabei selbst Hand anlegen. Heute reicht ein Druck auf den Knopf, und das Stoffdach fährt in mehreren Stufen allein zurück. Die Heckscheibe besteht nicht mehr aus PVC, sondern aus heizbarem Glas und ist höher angeordnet als beim Vorgänger, weil damit das Kofferraumvolumen wachsen konnte: 150 Liter waren es beim Vorgänger, 220 sind es künftig. Zum Verkaufsstart Ende März gibt es den offenen Cityfloh mit einem Dreizylinder-Benziner (61, 71 und 84 PS) sowie einem 45 PS starken CDI-Triebwerk. Alle werden mit einem neu entwickelten automatisierten Fünfgang-Schaltgetriebe gekoppelt, das es gegen Aufpreis auch mit Schaltwippen am Lenkrad gibt.

Ebenfalls aus dem Hause Daimler-Chrysler stammt das neue Sebring Cabrio, das im Gegensatz zum Smart aber Platz für vier Personen bietet und mit zwei unterschiedlichen Dachsystemen angeboten wird: Wenn im Herbst 2007 der Verkauf in Deutschland beginnt, kann der Kunde zwischen einem Stoffdach und einem faltbaren Hardtop wählen; in den USA ist sogar noch eine preisgünstige Vinylvariante für das Mietwagengeschäft zu haben. Der offene Sebring bringt es auf stattliche 4,92 Meter Länge und misst damit acht Zentimeter mehr als die Limousine.

Der Innenraum lässt sich gegen Aufpreis nicht nur mit kühlbaren Cupholdern ausstatten, sondern auch mit einer 20 Gigabyte großen Festplatte für Navigation, Musik und DVD. Und wer die Fernbedienung mit erweiterten Funktionen ordert, kann damit nicht nur Türen und Verdeck bedienen, sondern auch den Motor starten. In den USA gibt es den offenen Chrysler mit drei Benzinern (173, 189 und 235 PS), nach Deutschland kommt er auch mit Dieselmotor. Der bleibt dem Aston Martin V8 Vantage Roadster definitiv vorenthalten.

Sportlich geht es weiter 

Der offene Zweisitzer basiert auf dem 2005 erstmals vorgestellten V8 Vantage Coupé und wird wie dieses von einem 4,3-Liter-V8 angetrieben, der 385 PS leistet. Wer von null auf 100 km/h in fünf Sekunden beschleunigen will (Werksangabe) oder die Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h erreichen möchte, der kann sich mit einem dreilagigen Stoffdach inklusive beheizbarer Glas-Heckscheibe vor allzu heftigen Verwirbelungen schützen. Nicht viel zu bieten hat der 4,38 Meter lange Roadster mit Aluminium-Chassis allerdings in puncto Kofferraum: 144 Liter Volumen reichen gerade einmal für das Nötigste.

In der Kategorie Sportwagen befindet er sich damit aber in bester Gesellschaft: Weder das 480 PS starke Porsche 911 Turbo Cabrio noch der 1.200-PS-Bugatti 16.4 Veyron können mehr aufweisen. Alles andere als ein Raumwunder dürfte auch der Mercedes SLR Roadster mit 626 PS werden, der den lahmenden Absatz des Supersportwagens ab 2008 ankurbeln soll, falls der Vorstand dem Projekt zustimmt. Beschlossene Sache ist dagegen der Peugeot 207 CC (ab Frühjahr) sowie ein Blechdachcabrio bei Lexus auf Basis des IS, der als BMW 3er CC-Konkurrent erstmals auf der IAA im September 2007 zu sehen sein wird. Die Blechlawine im Cabrio-Segment rollt also unverdrossen weiter.

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