Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Neue CO2-Grenzwerte ab 2020

Große Herausforderung für deutsche Autobauer

Deutsche Autobauer sind gezwungen, CO2 einzusparen. Foto: Daimler

Die EU hat sich auf strengere CO2-Grenzwerte ab 2020 geeinigt - für die deutschen Autobauer eine große Herausforderung. Hohe Entwicklungskosten und die Unsicherheit rund um E-Autos zählen zu den Hürden.

09.12.2013 auto motor und sport

In den vergangen Monaten hatte Deutschland die EU-Pläne bezüglich strengerer CO2-Grenzwerte blockiert, doch konnten sich die Mitgliedsländer in der letzten Novemberwoche auf einen Kompromiss einigen. Dieser sieht vor, dass Neuwagen ab 2021 im Schnitt nur noch 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen dürfen. Bereits 2020 sollen 95 Prozent der neuen Pkw diesen Wert einhalten. Die bereits heute geltenden Zielwerte werden nun schrittweise verschärft. Allerdings gibt es für jeden Hersteller eigene Vorgaben.

Daimler-Entwicklungsvorstand fordert die Politik

Daimler-Entwicklungsvorstand Thomas Weber hält die strengeren CO2-Grenzwerte für eine große Herausforderung. "Sicher streben alle Hersteller eine Punktlandung an, denn jedes zusätzlich eingesparte Gramm CO2 ist unglaublich aufwendig und teuer", zitiert die "Automobilwoche" ein Gespräch des Vorstandsmitglieds mit der Nachrichtenagentur dpa.

Daimlers herstellerspezifisches Ziel für 2021 werde vermutlich bei etwas über 100 Gramm CO2 pro gefahrenem Kilometer liegen - bislang emittierten die Fahrzeuge des Konzerns im Schnitt noch 140 Gramm. Bis Ende 2013 will man diesen Wert auf 134 Gramm, bis 2016 auf 125 Gramm senken. Dafür würden rund 50 Prozent des Forschungs- und Entwicklungsbudgets ausgegeben. Das bedeutet Ausgaben in Milliardenhöhe, um die künftigen CO2-Grenzwerte erreichen zu können.

Allerdings sieht Entwicklungsvorstand Thomas Weber ein weiteres Hindernis: die aktuell niedrige Nachfrage nach Elektroautos. "Wir können zwar Elektroautos entwickeln, aber wenn sie keiner kauft, wird es kaum möglich sein, das Ziel zu erreichen", so Weber laut "Automobilwoche". Daher sei die Politik gefordert, neue Anreize für den Kauf von umweltfreundlichen Elektroautos zu schaffen. Die Ladeinfrastruktur für E-Autos müsse ausgebaut und Wasserstofftankstellen müssten eingerichtet werden. Innovative Park-Konzepte und Carsharing-Angebote könnten die Nachfrage weiter anheizen.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden