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Neue Elektro-Initiative

Vier neue Projekte in vier Regionen

Smart, Frankfurt Foto: Archiv 6 Bilder

Es gibt noch viel zu tun in Sachen Elektromobilität. Mit vier neuen Projekten soll diese Art der Fortbewegung den Menschen näher gebracht werden.

30.08.2012 Brigitte Haschek

Rund um den Elektroantrieb herrscht Katerstimmung, scheint es. Zu Unrecht, denn die Ergebnisse der abgeschlossenen Feldversuche unter Alltagsbedingungen sind durchweg positiv. Hybrid- und Elektrobusse überzeugten mit weniger Lärm und weniger Verbrauch. Nutzfahrzeuge mit Elektroantrieb kamen gut an, weil sie trotz Umweltzonen und nächtlicher Lärmschutzauflagen in die Innenstädte fahren dürfen. Und die Projekte zeigten auch, dass Elektroautos Grundlage für neue Mobilitätskonzepte sein können.

Als logische Konsequenz wird jetzt eine neue Initiative angeschoben: Vier Regionen in Baden-Württemberg, Berlin und Brandenburg, Niedersachsen sowie in Bayern und Sachsen sollen den Bürgern Elektromobilität quasi zum Anfassen vermitteln.

Merkel und Co. haben Hausaufgaben zu machen

Die Bundesregierung folgt damit einer Empfehlung der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE). Denn deren dritter Fortschrittsbericht zeigt: Merkel und Co. haben noch Hausaufgaben zu machen. Nur so lässt sich das selbsterklärte Ziel von einer Million Elektrofahrzeugen auf deutschen Straßen im Jahr 2020 erreichen. Die NPE plädiert unter anderem für Sonderregelungen bei der Abschreibung von Elektrofahrzeugen, für den Nachteileausgleich bei der Dienstwagenbesteuerung sowie für zinsgünstige Kredite von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bei der Anschaffung und eine niedrigere Stromsteuer.

Für die neue, dreijährige "Schaufenster"-Initiative stehen 180 Millionen Euro zur Verfügung. Jede der vier Regionen hat eine Liste mit Förderanträgen eingereicht, die bis Ende des Haushaltsjahres abgearbeitet sein müssen. Die Region Berlin/Brandenburg sieht sich als Visitenkarte Deutschlands und bietet vielfältige Ansatzpunkte, um Elektromobilität sichtbar zu machen. Dort hat Öffentlichkeitsarbeit Priorität, aber auch die Erprobung und Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen mit unterschiedlichen Nutzeranforderungen.

Regenerativen Stromerzeugung ein Schwerpunkt

Niedersachsen mit seiner Führungsrolle bei der regenerativen Stromerzeugung setzt Schwerpunkte bei Forschung und Entwicklung etwa beim Batterie-Recycling – als Projektpartner sind auch Continental und VW mit von der Partie. In der Region Bayern/Sachsen möchte man verstärkt Elektrobusse einsetzen, um Lärm und Schadstoffemissionen in den Innenstädten zu reduzieren.

Und in Baden-Württemberg will man unter anderem mit neuen Geschäftsmodellen Attraktivität und Wirtschaftlichkeit der E-Mobilität ausloten. Dazu gehört, dass das Mobilitätsangebot car2go im Herbst in Stuttgart mit 500 E-Smart startet. Sie werden in die neue Daimler-Mobilitätsplattform "moovel" integriert. In der Startversion der kostenlosen App sind bereits Mitfahrgelegenheiten und ÖPNV-Angebote zu finden.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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