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Neue Klage gegen Porsche

Schadenersatzklage über 100 Mio. Euro

Foto: dpa

Auf Porsche rollen nach der verlorenen Übernahmeschlacht gegen Volkswagen immer neue juristische Risiken zu. Eine Kanzlei aus Frankfurt bereitet eine weitere Schadenersatzklage gegen den Stuttgarter Sportwagenbauer vor, wie die Rechtsanwälte am Dienstag (20.9.) selber mitteilten.

20.09.2011 dpa

Auftraggeber seien drei ausländische Fondsgesellschaften und es gehe um einen Streitwert von 100 Millionen Euro, sagte der Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, Klaus Nieding, der Nachrichtenagentur dpa. Ihm zufolge gebe es bis zu acht weitere institutionelle Investoren, die über eine Klage nachdenken. Zwei von ihnen stammten aus Deutschland. Vorwurf der aktuellen drei Mandanten: Porsche soll Anleger durch "irreführende Aussagen" über seine Pläne, Volkswagen zu übernehmen, wiederholt getäuscht haben.

Klagewelle verhindert Fusion von VW und Porsche

Die Klage sei "in der Endabstimmung" und werde spätestens Mitte Oktober bei Gericht eingereicht werden, sagte Nieding. Vor knapp 14 Tagen hatte die "Wirtschaftswoche" von einer Schadenersatzklage von insgesamt 1,1 Milliarden Euro berichtet, die sich gegen Porsche und VW richtet. Es gehe darin um Ansprüche von insgesamt 41 Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften, Staats- und Hedgefonds. Das zuständige Landgericht Braunschweig konnte den Eingang der Klage auch am Dienstag noch nicht bestätigen. Ein Porsche-Sprecher sagte, dass dem Unternehmen in der Sache noch immer nichts zugestellt worden sei.
 
Die Schwaben hatten sich bei dem Versuch, den viel größeren VW-Konzern zu übernehmen, mächtig verhoben und gut 11 Milliarden Euro Schulden aufgetürmt. Als Folge laufen juristische Streitigkeiten bisher in den USA. Auch die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt gegen frühere Porsche-Manager. Nun scheint die Klagewelle auch in Deutschland anzurollen. All diese Prozessrisiken erschweren zudem die Pläne von VW und Porsche, nach der einstigen Feindschaft rund um die Übernahme nun einen "integrierten Automobilkonzern" zu formen.

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