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Neue Kleinwagen von Ford, Fiat und Mazda

Foto: Mark Stehrenberger 2 Bilder

Die japanische Marke übernimmt innerhalb des Ford-Konzerns die Entwicklungskompetenz für künftige Kleinwagen-Plattformen. Darauf entstehen konzeptionell interessante Nachfolger für die Baureihen Mazda 2, Ford Fiesta und Fusion. Der nächste Ka hingegen entsteht in Kooperation mit Fiat in Polen.

07.10.2005

Dass Ford mit Fiat beim Ka-Nachfolger gemeinsame Sache macht, ist kein Schnellschuss, sondern wurde von langer Hand eingefädelt. Bereits vor zwei Jahren hatte der damalige Ford Europa-Entwicklungschef Martin Leach zwecks einer Kleinwagen-Kooperation die Fühler nach Italien ausgestreckt - damals aber waren Fiat durch die Liaison mit General Motors noch die Hände gebunden.

In der Zwischenzeit sind diese Fesseln gesprengt, und Ford hat nun für die Neuauflage des Ka über Fiat Zugang zu einer Kleinwagenplattform nebst Fertigung im Niedriglohnland Polen. Die ursprüngliche Idee, den neuen Ka auf eine verkürzte Fiesta-Architektur zu stellen, hätte sich für Ford aus Gewichts- und Kostengründen nämlich nicht gerechnet.

Zwar kann der Ka im Gegensatz zum bereits weitgehend fertigen und 2007 anrollenden Fiat 500 erst 2008 in Serie gehen, weil Ford noch Adaptionen für die fremde Plattform vornehmen und das Design modifizieren muss, aber danach sollen im polnischen Werk Tychy jährlich 120.000 Ka vom Band laufen - genauso viel wie Fiat vom 500 produzieren will. Da die Fabrik schon heute an ihre Kapazitätsgrenzen stößt, wird sie bis dahin ausgebaut.

Fiat 500 und Ford Ka später auch als Cabrio und Kombi

Beide Autos – anfangs jeweils nur zweitürig und mit Schrägheck-Karosserie lieferbar , später aber auch in Cabrio- und Kombi-Varianten erhältlich – sollen sich stilistisch so stark unterschieden, dass angeblich nicht einmal die teuren Seitenteile identisch sind.

Als Gegenleistung für das Platform-Sharing erhält Fiat Zugang zu einem Dreizylinder-Benziner mit rund 850 Kubikzentimeter, den Ford so gut wie fertig entwickelt in der Schublade hat und der dann ebenfalls gemeinsam produziert werden könnte - spätere Dieselversion nicht ausgeschlossen. Zum Serienanlauf sollen aber bestehende Fiat-Vierzylinder (Einliter-Benziner und 1,3-Liter-Turbodiesel) installiert werden.

Die Kompetenz für die Entwicklung künftiger Kleinwagenplattformen wandert innerhalb des Ford-Konzerns an Mazda. Der japanische Allianz-Partner ist demnach für die technische Ausrichtung der nächsten Fiesta- und Fusion-Generation zuständig - gleichzeitig streben Ford und Mazda eine größere konzeptionelle Diversifizierung zwischen beiden Marken im Kleinwagensegment an.

Einen ersten Ausblick in die neue Richtung gab auf der IAA die im europäischen Mazda-Designstudio Oberursel entworfene Studie Sassou. Die Serienversion debütiert als viertürige Schrägheck-Limousine und Nachfolger des Mazda 2 bereits auf dem Pariser Salon im Herbst 2006.

Ein Jahr später soll die Mazda 2-Familie dann insgesamt drei Mitglieder umfassen: in Vorbereitung sind ein kleines Sportcoupé, dessen Design aus dem Stammhaus in Hiroshima stammt, und ein Kompaktwagen im SUV-Look, der in den USA gestylt wird und der ähnlich dem Skoda Yeti (Debüt 2008 auf Basis des VW Polo) nur Front- und keinen Allradantrieb haben wird.

Ford Fusion als MPV ohne B-Säule und mit Schmetterlingstüren

Ford will sich in dieser Klasse zwar nach wie vor mit zwei Modellen begnügen, von denen aber eine zumindest spektakulär zu werden verspricht. Während der auf 2008 terminierte Fiesta-Nachfolger dem Mainstream verbunden bleibt, soll die nächste Generation des größeren und höheren Fusion völlig anders positioniert werden. Angedacht ist ein kleiner MPV mit gegenläufig öffnenden Türen, der aufgrund besonders stabiler Quer- und Längsträger im Bodenblech ganz ohne B-Säulen auskommen soll.

Speziell Mazda hat mit der neuen Kleinwagen-Generation Großes vor. Die Ausdehnung der Modellpalette sowie der Eintritt in neue Märkte wie Russland soll die Verkaufszahlen von 300.000 auf 500.000 Einheiten jährlich treiben. Das macht auch neue Werke erforderlich, denn Mazda ist in nahezu allen Baureihen durch zu enge Produktionskapazitäten geknebelt. Als Standorte sind neben Japan zwar auch europäische Länder im Gespräch, intern favorisiert wird aber das Reich der Mitte: China.

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