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Neue kompakte Coupés

VW Scirocco, Seat Leon & Co.

VW Scirocco Zukunft Foto: Schulte 18 Bilder

Seit 2008 lebt bei VW die Tradition sportlicher Coupés in der Kompaktklasse wieder fort.  Mit einer kantiger gestalteten Front und sparsameren Motoren will der Scirocco ab 2013 neue Konkurrenten wie den Opel GTC ausstechen. Außerdem: alles über den neuen sportlichen VW Golf-Bruder Seat León.

06.06.2011 Jens Katemann

Ein Comeback nach 16 Jahren das traut sich nicht einmal Rekordnationalspieler Lothar Matthäus. Im Fall des Scirocco wurde VW trotzdem für diesen mutigen Schritt belohnt. Wie seine Urahnen basiert das aktuelle Modell technisch auf dem Golf, setzt jedoch auf eine eigenständige Hülle, was bei den Coupés der Wettbewerber oft nicht der Fall ist. Obwohl das nicht für exorbitante Stückzahlen sorgte im besten Jahr 2009 waren es knapp 50.000 , wird VW den Scirocco im Herbst 2013 modernisieren.

Scirocco-Käufer lieben Leistung

Dafür gibt es zwei triftige Gründe: Die Produktplaner wurden in ihrer Entscheidung durch die wachsende Nachfrage aus Fernost bestärkt. China ist bereits jetzt der drittgrößte Markt für das Coupé. Weiteres Argument: der finanziell sehr lukrative Modellmix. Denn wenn sich ein Kunde für einen Scirocco entscheidet, dann gerne mit viel Leistung und üppiger Ausstattung. Mehr als  20 Prozent wählen über 200 PS. Davon legt die Hälfte 35.000 Euro für den 265 PS starken Scirocco R auf den Tisch.

Damit ist die Zukunftsstrategie klar: Kleine Motoren sind tabu. Los geht es erst ab 122 PS mit dem einfach aufgeladenen 1.4 TSI-Basisbenziner, der aktuell einen Anteil von 27 Prozent einnimmt und der meistgeorderte Motor ist. Danach folgt der Twincharger mit gleichem Hubraum und 160 PS. Der Zweiliter-Turbodiesel in den Leistungsstufen 140 und 170 PS spielt dagegen eine Nebenrolle. Auf ihn entfallen nur 21 Prozent.

Das Motorenprogramm bleibt beim Nachfolger weitgehend unverändert, allerdings werden im nächsten Scirocco beide 1.4 TSI-Triebwerke bereits in ihrer überarbeiteten Version zum Einsatz kommen. Diese neue Motorengeneration soll unter anderem dank reduzierter Reibung eine Verbrauchseinsparung von bis zu 15 Prozent gegenüber dem aktuellen Motor ermöglichen. Das erste Modell, in dem der neue 1.4 TSI zum Einsatz kommen wird, ist der Jetta Hybrid im Sommer 2012.

Optisch nur leichte Retuschen

Optisch rückt der Neue mit einer kantiger gestalteten Front und der von Golf GTI und R bekannten Rückleuchtengrafik stark an das aktuelle VW-Design heran. Das gilt auch für das künftig serienmäßig in die Scheinwerfer integrierte LED-Tagfahrlicht, das bislang nur der R-Version vorbehalten ist. Das flache Heck mit den breiten Backen bleibt aber erhalten, denn wie bei einer Modellpflege üblich sind die Eingriffe ins Blech gering. Der neue Scirocco wird trotz des Modellwechsels beim Golf 2012 rollt die siebte Generation zu den Händlern weiter auf der Plattform des Golf V basieren. Das ist nicht zuletzt eine Kostenfrage, denn der Absatz wird sich wohl auch künftig in engen Grenzen halten.

Coupés schaffen keine großen Verkaufsvolumina

Das gilt auch für die Konkurrenten: Renault schaffte beim Mégane Coupé das beste Ergebnis 2010 mit gut 44.000 Stück, Opel verkaufte 2006 einmal über 90.000 GTC, seitdem ging das Volumen allerdings stark zurück.

Opel wählt einen anderen Ansatz als VW: Man verzichtet auf ein eigenständiges Coupé und setzt stattdessen auf eine zweitürige Astra-Variante namens GTC. Sie unterscheidet sich optisch stark vom Viertürer und kommt noch 2011 auf den Markt. In die gleiche Kerbe schlägt das Renault Mégane Coupé, das nur durch die andere Heckpartie vom Viertürer zu unterscheiden ist.

Daneben stehen weitere optisch eigenständige Scirocco-Gegner in den Startlöchern: Hyundai und Mini wagen sich mit den Modellen Veloster und Mini Coupé erstmals in dieses Segment. Ford verzichtet bei der neuen Focus-Generation nicht nur ganz auf emotionale Derivate wie Coupé und Cabrio, sondern sogar auf einen Zweitürer. Selbst das sportliche Top-Modell bekommt man in Zukunft nur mit vier Türen.

Seat Leon auf Golf VII-Basis

Anders Seat: Die Spanier führen mit der nächsten León-Generation den sportlichen Zweitürer erstmals ein. Der neue Kompakte basiert bereits auf dem VW Golf VII. Damit wächst der Radstand um rund vier Zentimeter, die Spur wird um sechs Zentimeter breiter. Das lässt den kantig und maskulin gezeichneten León sportlicher als bislang wirken. Motorenseitig sortiert Seat kräftig aus. Der Basis-Saugbenziner mit 85 PS wird durch den gleichstarken, aufgeladenen 1.2 TSI ersetzt. Der 1.8 TSI mit 160 PS fliegt ebenso aus dem Programm wie die Autogas-Version. Los geht es Ende 2012 mit dem Zweitürer, Anfang 2013 folgt der Viertürer und etwas später ebenfalls neu in der Baureihe eine Kombi-Variante. In der Klasse der sportlichen Kompaktwagen ist also Bewegung. Und da der Scirocco dort keineswegs alt aussieht, sollte vielleicht auch Lothar im Schrank nach den Fußballschuhen suchen.

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