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Neue Lärmgrenzen

EU beschließt strengere Regeln

Autos in Europa sollen künftig leiser werden.

Lärm macht krank. Daher hat das Europaparlament in Brüssel am Mittwoch (2.4.2014) neue Lärmgrenzen für Pkw, Kleinlaster, Lkw und Busse beschlossen, die ab 2016 schrittweise eingeführt werden. Lediglich Elektroautos sollen akustisch deutlicher auf sich aufmerksam machen.

04.04.2014 auto motor und sport

Die EU-Staaten haben sich zum Schutz der Bürger auf strengere Lärmgrenzen geeinigt. Um gesundheitlichen Schäden durch Verkehrslärm besser vorzubeugen, sollen die Grenzwerte ab 2016 schrittweise herabgesetzt werden. Dann ist die Automobilindustrie gefordert, leisere Pkw auf den Markt zu bringen. Insgesamt soll die Belästigung durch Fahrzeuglärm um etwa ein Viertel verringert werden, schreibt das EU-Parlament in einer Pressemitteilung vom 2. April.

Bis 2024 nur noch 68 statt 74 Dezibel

Ab Juli 2016 erfolgt die stufenweise Einführung der neuen Lärmgrenzen. Ziel ist es, dass Neuwagen in der EU ab 2024 den Grenzwert von 68 Dezibel einhalten. Bislang dürfen Neufahrzeuge noch bis zu 74 Dezibel laut sein. Zum Vergleich: Eine normale Unterhaltung erzeugt etwa 40 bis 60 Dezibel, an einer Hauptverkehrsstraße werden hingegen 80 bis 90 Dezibel gemessen. Bei langfristiger Einwirkung drohen Gehörschäden bei einem Schalldruckpegel von rund 85 Dezibel.

Künftig sollen aber nicht nur Pkw, sondern auch Kleinlaster, Lkw und Busse strengere Lärmgrenzen einhalten. Kunden sollen sich zudem schon beim Autokauf besser über den Lärmpegel von Neuwagen informieren können.

Einen anderen Weg will die EU bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen beschreiten: Da diese zum Teil so leise sind, dass andere Verkehrsteilnehmer sie überhören, will die Europäische Union akustische Warnsysteme ab Juli 2019 zur Pflicht machen. Für Neuwagen werden diese 2021 verpflichtend.

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