Neue Lotus Elise auf dem Genfer Autosalon 2010

Lotus frischt den Leichtbau-Sportler auf

Lotus Elise

Die dritte Generation der Lotus Elise kommt mit neuem Einstiegsmotor und optimierter Aerodynamik. Statt wie bisher ein 1,8-Liter-Vierzylinder sorgt nun der neue 1,6-Liter-Motor mit 136 PS für Vortrieb. In der stärksten Version liegen 220 Kompressor-PS an der Hinterachse an.

Seit 14 Jahren lebt der Geist der großen Colin Chapman in einem ganz besonderen Zweisitzer fort: Seit 1995 gilt die Lotus Elise als Leichtbau-Pionier unter den Sportwagen. Der Mittelmotor-Sportler erfährt zum Modelljahr 2011 eine optische und technische Auffrischung.
Sparsamer Basismotor für die neue Lotus Elise Den bisherigen 1,8-Liter Basismotor der Elise S ersetzt ein 1,6-Liter-Vierzylinder. Die Leistung bleibt mit 136 PS identisch, während der CO2-Ausstoss von bislang 179 Gramm pro Kilometer um 16 Prozent auf nun 149 Gramm sinken soll. Während die "alte" Elise S auf ein manuelles Fünfganggetriebe vertraute, kommt nun im Elise-Basismodell eine Sechsgang-Schaltbox zum Einsatz. Gleichzeitig ändert sich auch die Nomenklatur. Das neue Basismodell hört fortan auf den Namen Lotus Elise. Darüber rangiert wie bisher die Elise R, deren Toyota-Motor aus 1,8 Litern Hubraum 192 PS mobilisiert. Im Top-Modell, der Lotus Elise SC, galoppieren wie bisher 220 muntere Pferdchen, die dank Kompressoraufladung stetig auf Trab gehalten werden. Der CO2-Ausstoß der beiden potenteren Modelle Elise R und Elise SC bleibt im Vergleich zum Vorgänger unverändert (Elise R: 196 g/km, Elise SC: 199 g/km). Die neue Lotus Elise lehnt sich optisch an den Evora an Optisch lehnt sich die Elise nun stärker an den Lotus Evora an. Die Doppelscheinwerfer, die dem Mittelmotor-Sportler ein Insekten-ähnliches Antlitz verliehen, weichen einer neuen Leuchteinheit, die nun über LED-Tagfahrleuchten und LED-Blinker verfügt. Auch die neu designte Frontschürze erinnert an den Evora. Die Front der Elise wirkt nun stämmiger. Auch am Heck erfuhr der britische Leichtbau-Asket eine dezente Frischzellenkur. Eine neu gezeichnte Stoßstange mit deutlicher ausgeformtem Diffusor und die neue Motorabdeckung kennzeichnen die Rückansicht. Leidgeprüfte Elise-Fahrer können sich beim neuen Modell übrigens über einen kleinen Knopf im Innenraum freuen, der die Motorhaube öffnet und damit den Zugang zum schlanken Kofferraum freigibt. Bislang war dies nur mit dem Zündschlüssel möglich. Wer diesen dann versehentlich im Kofferraum liegen ließ, hatte ein Problem. Ein weiteres Komfort-Eingeständnis der Briten: Auf Wunsch ist die Elise erstmals mit Tempomat erhätlich. Durch das aerodynamische Feintuning soll sich der Luftwiderstandsbeiwert der Elise im Vergleich zum Vorgängermodell um vier Prozent verbessern. Die neu gestaltete Front lässt die "Elli" zudem stämmiger über dem Asphalt kauern. Neu gestaltete Leichtmetallräder runden das Erscheinungsbild des Lotus Elise ab. Im Zuge des Facelifts erweitert Lotus die Garantie für die Elise von bislang zwei auf jetzt drei Jahre und 58.00 Kilometer. Bei den deutschen Händlern soll das neue Modell ab Mai zu haben sein. Der Einstieg in die Welt der Fahrspaß-Maschinen aus Norfolk beginnt künftig bei 37.499 Euro. Die alte Basis-Elise S kostete 36.350 Euro.
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Manuel Dohr

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