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Neue Modelle

Mehr als 170 Auto-Neuheiten für 2009

BMW X1 Foto: Nextline 38 Bilder

Rund 170 Neuheiten wie Opel Astra und VW Polo sowie zahlreiche Ökomodelle zeigen im nächsten Jahr, wohin die Reise geht: Gespart wird nicht an Komfort, Technik und Vielfalt, sondern an Verbrauch und CO2-Ausstoß.

10.12.2008

Klein und kompakt

Downsizing nicht nur bei den Motoren: Qualität, Ausstattung und Sicherheit der Großen machen kleinere Autos immer beliebter. Zum Beispiel der neue Polo: Er sieht aus wie ein Mini-Golf und vermittelt im Innenraum ein ähnlich überlegenes Qualitäts- und Materialgefühl.

Anders als viele Kleinwagen wächst er aber nicht in die Höhe, sondern zeigt besonders als Zweitürer eine dynamische, coupéhafte Linie. Zudem ist er mit vielen feinen Extras des großen Bruders zu haben: Touchscreen- Navigation mit Rückfahrkamera, automatische Einparkhilfe, adaptives Kurvenlicht, Spurhalteassistent, variable Dämpfer und Doppelkupplungsgetriebe DSG sind einige der Optionen, mit denen sich der Polo für teures Geld aufwerten lässt.

Kleiner Trost: Der Grundpreis soll bis zur Markteinführung im April nur geringfügig steigen. Gleiches gilt für Gewicht und Abmessungen, denn mit rund 3,95 Meter Länge (plus drei Zentimeter) bleibt der neue VW unter seinen Konzernbrüdern Seat Ibiza und Skoda Fabia. Wie diese nutzt er das bisherige, aber verfeinerte Fahrwerk sowie weiterentwickelte Benziner. Ganz neu sind der 1,6-Liter-Common-Rail-Diesel (90 und 105 PS) sowie ein 1,2-Liter-Dreizylinder- TDI mit 75 PS, der auch für die später lieferbare Blue Motion-Version vorgesehen ist.

Das bekannte Technikpaket, ergänzt um Start-Stopp-System und Bremsenergie- Rückgewinnung, soll den Verbrauch auf 3,5 L/100 km und den CO2-Ausstoß auf 89 g/km runterbringen. Neben der neuen Delta-Plattform setzt auch der nächste //700917:Opel Astra auf sparsame Motoren mit weniger Hubraum, aber Aufladung und Direkteinspritzung zur Leistungssteigerung. Die Benziner reichen von 1,2 bis zwei Liter Hubraum (90 bis 250 PS), die drei Diesel leisten 90 bis 170 PS. Erst später soll es eine Variante mit Elektroantrieb geben, schon 2010 folgt ein aufgeladener 1.6 für Erdgas. Im gleichen Jahr kommen auch Kombi und Coupé auf den Markt. Allen gemeinsam sind die gewachsenen Dimensionen, der großzügige Innenraum sowie ein schwungvolleres Design. Noch mehr Verführungspotenzial hat allerdings der Alfa Romeo 149 , zumal der attraktive 147-Nachfolger eine komplett neue Konzern-Plattform und aufgeladene Motoren mit kleinerem Hubraum nutzt. Trotz besserer Fahrleistungen sollen sie bis zu 20 Prozent sparsamer sein.

Limousinen und Kombis

Als Alternative zu klassischen Karosserieformen sind Crossover wie Kombi-Coupés und viertürige Sportwagen auf dem Vormarsch. Das Top-Modell der E-Klasse heißt weiter E 63 AMG, und der nächste A8 hat wieder einen Sechsliter-W12 unter der Haube - alles wie gehabt also im Reich der Business-Limousinen? Mitnichten. Natürlich sind solche Überflieger gut fürs High-Tech-Image und in manchen Märkten unverändert gefragt, aber der Trend zur Mäßigung in Gewicht und Verbrauch macht vor der Oberklasse nicht Halt. Weil der große Audi mit seinem Alu-Spaceframe schon bisher als Bruder Leichtfuß unter Sumo-Ringern dastand, galt das Augenmerk beim auf der IAA debütierenden Nachfolger dem Antriebsstrang. Statt "Vorsprung durch Technik" gibt es allerdings zunächst nur Feinarbeit an den bekannten Motoren und eine neue Achtstufen- Automatik für die Quattro-Modelle.

Audi A8 mit sparsamer Basisversion

Allein die sparsame Basisversion A8 2.8 kommt wieder mit Vorderradantrieb und stufenlosem CVT-Getriebe. Eine nachhaltige Senkung des CO2-Ausstoßes versprechen jedoch erst mittelfristig ein doppelt aufgeladener Vierzylinder sowie diverse Hybrid-Varianten. So muss das neue Topmodell von Audi vorläufig mit seinem optimierten Fahrwerk und dem imposanten Design Eindruck schinden. Technische Grundlage ist der modulare Längsbaukasten für sämtliche Modellreihen ab A4, der für einen kürzeren Frontüberhang, mehr Platz für die Passagiere sowie eine ausgeglichenere Achslastverteilung sorgt. Dabei sollen die komplett neue Radaufhängung, die modifizierte Lenkung und der heckbetonte Allradantrieb sowohl der Dynamik wie dem Fahrkomfort zugute kommen.

Der Rückstand gegenüber BMW 7er und Mercedes S-Klasse in dieser Disziplin könnte jedenfalls mit dem Modellwechsel beendet sein: "Das Federungs- und Abrollverhalten wird um Längen besser", so ein Insider. "Wir wollen in eine andere Liga." Formal bleibt der A8 jedoch seinem bisherigen Stil treu; klare Linien, bewusst gesetzte Fugen und das nach hinten sanft auslaufende Dach bestimmen das Erscheinungsbild. Neu sind die ausgeprägte seitliche Tornadolinie sowie die markanten Sicken auf der Fronthaube, die am Heck weitergeführt werden. Am riesigen Grill dürften sich indes die Geister scheiden: Für die einen ist er mit seiner Dominanz, üppiger Chromzier und dicken Querstreben ein Schmuckstück, für andere Ausdruck unnötiger Aggressivität.

Die Front der nächsten E-Klasse taugt dagegen kaum zum Disput, trotz pfeilförmiger Zuspitzung und eckiger Doppelscheinwerfer steht das Design in der Mercedes-Tradition. Höchstens der Hüftschwung über den Hinterrädern oder die Bumerang-LED in der Frontschürze könnten polarisieren, die Technik wohl kaum. Während das Fahrwerk nur neu abgestimmt wurde, ist das Netz serienmäßiger und optionaler Assistenzsysteme so dicht geknüpft wie nie zuvor. Und nach den Erfahrungen mit S- und C-Klasse spricht alles dafür, dass man sich bei der Bedienung auch weiterhin mühelos zurechtfindet. Nur bei den Motoren müssen sich altgediente Kunden zum Teil umorientieren, denn die Ziffer 250 steht künftig weder für fünf noch für sechs Zylinder, sondern für die Topversion des neuen Vierzylinder- Diesels.

Ein Trost: Diese Zahl merkt man kaum, die 204 PS und 500 Nm des Biturbo-Motors aber umso mehr - bei einem Verbrauch um sieben Liter auf 100 km.

Coupés und Cabrios

Die Rückbesinnung auf die eigene Geschichte hat sich für Fiat gelohnt: Allein in Deutschland konnten die Italiener in den ersten zehn Monaten 2008 fast 25 Prozent mehr Autos verkaufen als im Jahr zuvor - dem Neoklassiker 500 sei Dank. Vor kurzem wurde eine stärkere Abarth-Version nachgelegt, und rechtzeitig zum nächsten Frühling steht nun ein Ableger in den Startlöchern, den es vom Original ab Werk nie gab: das Cabrio.

Es kommt fast zeitgleich mit dem renovierten Mini Cabrio - künftig auch als Diesel- und erhält wie dieses ein elektrisch betätigtes Faltverdeck, das jedoch tiefer in der Karosserie versenkt wird. Der Preis für die schönere Optik und das luftigere Offenfahren sind ein winziges Gepäckabteil und zwei sehr knappe Rücksitze, die höchstens als Notlösung taugen. Auf vollwertige Fondkopfstützen und Überrollbügel wie beim Mini hat man konsequenterweise verzichtet. Geplanter Basispreis mit 69 PS: rund 15.000 Euro. Erheblich mehr (ab 45.000 Euro) soll der neue BMW Z4 kosten, schon weil zum Start im April zunächst nur die beiden starken Varianten mit Dreilitermotor (Sauger 272, Turbo 306 PS) angeboten werden.

Außerdem erhält der nicht mehr in Spartanburg (USA), sondern in Regensburg gebaute Zweisitzer nun ebenfalls ein versenkbares Blechdach à la SLK. Genau dieses ist offenbar mit dafür verantwortlich, dass vom Mercedes rund doppelt so viel Exemplare abgesetzt werden konnten wie vom bisherigen Z4. Ein konventionelles Coupé ist künftig ebenso wenig geplant wie eine superstarke M-Version, aber einem Diesel im Roadster werden durchaus Chancen eingeräumt. Bei den Viersitzer-Cabrios der Kompakt- und Mittelklasse sind Selbstzünder und Blechdächer schon seit Jahren auf dem Vormarsch, nur die wahren Sportler verweigern sich diesem Trend. Maserati bleibt beim neuen Spyder 2+2 auf Gran Turismo-Basis sowohl der klassischen Stoffmütze wie dem feurigen V8-Benziner treu, und ein Lotus mit Diesel wäre nun wirklich "not amusing". Ein 3,5-Liter-V6 mit 280 PS von Toyota darf es dagegen im Evora durchaus sein, denn der passt zum ersten Lotus mit Komfortanspruch.

SUV und Vans

Statt schierer Größe und High-End-Technik sind wieder vernünftige Maße und originelle Lösungen zu bezahlbaren Preisen gefragt. Ganz schön mutig: Während große SUV sich derzeit auf den Lagerplätzen der Hersteller und Händler die Reifen plattstehen, will Nissan im Herbst mit seiner US-Nobelmarke Infiniti in Westeuropa antreten – und einem ausgewachsenen SUV mit Fünfliter-V8 und 390 PS als Speerspitze. Selbst die Mittelklasse-Reihe G37 (Limousine, Coupé, Cabrio) und der kleinere Crossover EX37 werden allein mit einem 320 PS starken 3,7-Liter-V6-Benziner angeboten – Diesel oder Hybrid Fehlanzeige. Die Technik-Zwillinge von Cadillac (SRX-Nachfolger) und Saab (9-4x) sind zwar nicht kleiner oder leichter, aber zumindest wahlweise auch mit Hybridantrieb zu haben. Beim neuen Lexus RX ist diese Option ohnehin Ehrensache, und Mercedes rüstet den ML 450 Hybrid ab 2009 ebenfalls mit einem zusätzlichen Elektromotor aus. Das soll helfen, die Dickschiffe an CO2-Strafsteuern und am drohenden Aus für die gesamte Spezies vorbeizumanövrieren. Die meisten Käufer reagieren da schneller und richten ihr Interesse zunehmend auf kompakte, sparsamere Modelle. So hat BMW den geplanten X7 gekippt und bringt im Herbst den kleinsten Spross seiner X-Familie auf den Markt - den X1 im Format des VW Tiguan, der seit seiner Einführung von einem Verkaufsrekord zum nächsten jagt. Weil er technisch auf dem Einser basiert, wird er ebenfalls in Leipzig gebaut und sich aus dessen Motorenpalette bedienen. Benziner und Diesel mit vier und sechs Zylindern stehen ebenso zur Wahl wie Schaltgetriebe und Automatik, rund ein Jahr nach dem Start mit dem vom Dreier adaptierten x- Drive rücken auch Varianten mit reinem Hinterradantrieb ins Programm. In jedem Fall soll der X1 in puncto Fahrdynamik den Ford Kuga übertreffen und neue Maßstäbe in seiner Klasse setzen. Für Variabilität und Raumangebot gilt das eher nicht, denn da hat er außer seiner höheren Sitzposition kaum mehr zu bieten als ein herkömmlicher Kompaktwagen. Das genügt jedoch vielen Besitzern, und wer damit nicht zufrieden ist, muss bis zur Neuauflage des dann größeren X3 (Ende 2010) warten. In der Audi-Entwicklung reift ebenfalls schon ein Q3 heran. Eine ähnliche Entwicklung zu kleineren, sparsameren Modellen ist auch bei den Vans zu beobachten. Speziell die Franzosen ergänzen ihr Portfolio weiter um kultige Kastenwagen mit pfiffigen Details.

Beispiel Renault: Der Be Bop ist nicht nur eine Kurzversion des Kangoo (3,87 Meter), sondern ein schickes Multitalent mit vier Einzelsitzen, versenkbarer Heckscheibe und hinterem Alu-Faltdach, das bei Bedarf für Cabriogefühle sorgt. Auch dem feststehenden Panoramadach beim Citroën C3 Picasso gelingt das zum Teil, doch mehr noch überzeugt er mit verblüffender Rundumsicht und ausgeprägter Flexibilität. Die ist bei der Marke quasi Programm: Von Berlingo First bis C8 stehen jetzt insgesamt sieben Vans zu Wahl.

Öko-Autos

Es muss nicht immer Hybrid sein: Selbst ohne zusätzlichen Elektromotor lässt sich der Verbrauch spürbar senken.  Diese Zahl kann man nicht groß und oft genug schreiben: 99 g CO2 (pro Kilometer). Da darf VW-Chef Winterkorn wirklich stolz drauf sein, auch wenn er die Golf-Fans noch fast ein Jahr auf die neue Blue Motion-Variante warten lässt. Doch es wird sich lohnen, denn wo sonst gibt es noch ein ausgewachsenes, modernes, rundum ausgewogenes Allroundauto, das schonender mit den Ressourcen und der Umwelt umgeht als dieser VW? In Serie geht der neue, künftig in allen mittleren Konzernbaureihen eingebaute 1,6-Liter-Diesel (75, 90, 105 PS) bereits im nächsten Frühjahr und löst dann sukzessive den 1.9 TDI mit Pumpe-Düse-Einspritzung ab. Sein volles Sparpotenzial entfaltet der Vierventiler aber erst im Golf Blue Motion, wo neben den schon bekannten Maßnahmen eine Start-Stopp-Anlage sowie das Siebengang-DSG weiteres Sparpotenzial eröffnen. Außerdem dient dieser Common-Rail-Vierzylinder als Basis für einen 1,2-Liter-Dreizylinder, der ab Ende 2009 in Polo, Up und den kleinen Modellen von Audi, Seat und Skoda eingesetzt wird. Noch weniger Verbrauch (3,8 L/100 km) und CO2-Emissionen (89 statt 100 g/km) als bisher verspricht auch Toyota für den neuen Prius sowie für 2010 erstmals die Möglichkeit emissionsfreien Fahrens. Die dann folgende Plug-in-Variante mit Lithium-Ionen-Batterien soll jedenfalls in der Lage sein, 40 Kilometer rein elektrisch zurückzulegen. Davon ist der optisch ähnliche, ab April lieferbare Honda Insight noch weit entfernt, denn er ist als Mild-Hybrid konzipiert, bei dem ein E-Antrieb den 1,3-Liter-Benziner nur unterstützen, aber nicht ersetzen kann. Ähnlich verhält es sich beim BMW 750i Active-Hybrid, wo ein kleiner Elektromotor im Getriebegehäuse den V8-Benziner ergänzt, indem er beim Bremsen Energie speichert und später - etwa beim Beschleunigen - wieder abgibt. Die Hybridkomponenten wurden übrigens zusammen mit Daimler entwickelt, wo sie schon ein halbes Jahr vor dem Siebener im S 400 Hybrid zu haben sind. Der soll nur 7,9 L/100 km verbrauchen und genauso viel Kofferraum wie jede S-Klasse haben, denn die Lithium-Ionen-Akkus sind so klein, dass sie unter die Motorhaube passen.

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