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Neue Panerai-Modelle

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Panerai Titan-PAM 176 Automatik-104 2009 Foto: Reinhard Schmidt 6 Bilder

Nach den High-End-Uhren stattet die italienische Kult-Marke Panerai nun auch die günstigeren Einsteiger-Modelle mit eigenen Werken aus.

26.03.2009 Hans-Jörg Götzl

In den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wählte Giuseppe Panerai die Uhrwerke für seine Taucheruhren nach einem simplen Grundsatz aus. Nur das Beste - in diesem Fall also: Robusteste - war gut genug für den Einsatz in den überaus widerstandsfähigen, kissenförmigen Gehäusen, schließlich waren die Uhren für die Handgelenke italienischer (und später auch deutscher) Kampfschwimmer bestimmt. Weshalb in den ersten Radiomir-Modellen ausschließlich kräftig dimensionierte, 16-linige Rolex-Handaufzugwerke tickten.

Auf robust folgt edel

Als die Officine Panerai 1993 die ersten neuzeitlichen Modelle auf den zivilen Markt brachte und die Marke ab der Übernahme durch die Richemont-Gruppe 1997 zu einem beispiellosen Höhenflug abhob, setzten die Verantwortlichen nach wie vor auf das Prinzip Robustheit und wählten erprobte Werke wie das Unitas 6497 oder das Valjoux 7750. Aus uhrmacherischer Sicht nichts Aufregendes, eher Ami-V8 als Ferrari-V12 - dafür kaum kaputt zu kriegen und im Zweifel einfach zu reparieren. Damit ließ und lässt es sich gut leben.

Für die exklusivere Kundschaft allerdings begannen die Panerai-Ingenieure nach dem Umzug vom angestammten Florenz ins schweizerische Neuchâtel 2002 mit der Entwicklung eigener Werke. Drei Jahre später präsentierte Panerai-Chef Angelo Bonati stolz das Kaliber P.2002 mit achttägiger Gangreserve, damit war die Firma in den erlauchten Kreis der Manufakturen aufgestiegen. Und bald darauf stellte Panerai drei weitere Kaliber vor, darunter das P.2005 mit Tourbillon, der angesehensten aller uhrmacherischen Komplikationen. Für den Gegenwert einer Tourbillon-PAM gibt es allerdings auch eine feudal ausgestattete neue Mercedes E-Klasse mit entsprechender Motorisierung.

Günstige Einstiegsmodelle

Doch nun kommen auch die günstigeren Einstiegsmodelle in den Genuss feiner Manufakturwerke: Auf dem Salon International de la Haute Horlogerie (SIHH) in Genf enthüllte Panerai die Kaliber-Familie P.9000, drei großzügig dimensionierte Automatikwerke mit je zwei Federhäusern, 72 Stunden Gangreserve und Sekundenrückstellung. Die Werke kommen unter anderem in den neuen Modellen PAM 312, 320 und 321 zum Einsatz.

Freunde der alten Unitas- und Valjoux-Kaliber indes können sich im Moment noch entspannen: Klassiker wie die Titan- 176 oder die Automatik-104 bleiben noch eine ganze Weile im Programm. Gut so, denn natürlich geraten die neuen Einstiegs-Panerai teurer, wenn auch mit Preisen ab 4.900 Euro vergleichsweise moderat. Wieder einmal zeigt sich: Eigenes Werk ist Goldes wert.

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