Gemessen an der Popularität von SUV dürfte es in den Alpen eigentlich keinen Quadratmeter mehr ohne Almhütte geben. Und nicht Fußball wäre die beliebteste Freizeitsportart, sondern das Reiten. Mehr rationale Gründe für den Kauf eines allradgetriebenen Fahrzeugs mit erhöhter Bodenfreiheit gibt es kaum. Solche Autos kauft man sich aus emotionalen Gründen. So weht dem Besitzer beim Öffnen des Garagentores der Duft von Freiheit und Abenteuer entgegen. Und durch die hohe Sitzposition lässt sich beim Autofahren gut der Überblick behalten.
Skoda: Günstige SUV-Produktion dank Baukastenprinzip
Die Hersteller freut dieser Trend, da die Produktionskosten durch Baukastentechnik sinken, die Preise sich aber deutlich von denen konventioneller Fahrzeugtypen nach oben abheben. Bis jetzt. Skoda läutet mit dem Skoda Yeti (der Skoda Yeti im Fahrbericht) die Trendwende ein. Der erste SUV der VW-Tochter verspricht hochmoderne Technik und gesellschaftsfähige Abmessungen zu akzeptablen Preisen.
Dacia Duster: SUV für rund 15.000 Euro
Im nächsten Frühjahr kommt jedoch von Dacia eine Kampfansage. Rund 15.000 Euro soll die Serienversion des Dacia Duster kosten - inklusive Allradantrieb. Für High-Tech-Motoren und ein verspieltes Design in Anlehnung an die Studie, das komplizierte und somit teure Produktionsabläufe zur Folge hätte, ist da natürlich kein Platz mehr. Doch das wird dem Erfolg der Marke keinen Abbruch tun. Der 4,25 Meter lange Dacia Duster basiert auf einer Plattform, die sich aus dem Komponenten-Baukasten der Nissan-Modelle Qashqai und X-Trail bedient.
Daher wäre auch eine noch günstigere Version mit Frontantrieb denkbar. Als Motorisierungen stehen ebenfalls aus dem Konzern bekannte Triebwerke zur Verfügung. Derzeit sind zwei Benziner mit 1,6 und zwei Liter Hubraum vorgesehen, die ein Leistungsspektrum von 110 bis 140 PS abdecken. Diesel-Freunde werden mit einem 130 PS starken 1,9-Liter-Aggregat sowie einem neuen 1,6-Liter mit 110 PS bedient.
Dacia Duster: Serienmäßig mit ESP
In allen Versionen will die rumänische Renault-Tochter das elektronische Stabilitätsprogramm ESP serienmäßig anbieten. Bislang war die Sicherheit der Schwachpunkt bei den Dacia-Modellen. Mit dem neuen Dacia Duster wird auch ein deutlich besseres Abschneiden beim Euro-NCAP-Test angestrebt.
Produktionsort für den Opel Corsa-SUV noch unklar
Bei Opel wäre man hingegen schon froh, wenn man überhaupt wüsste, ob man künftig in dieser Fahrzeugklasse mitspielen darf. Ursprünglich wollten die Rüsselsheimer 2010 den Stapellauf eines kompakten SUV auf Opel Corsa-Basis im Werk Antwerpen feiern. Auch eine Chevrolet-Version war in Planung. Doch das war vor der großen Unternehmenskrise. Jetzt muss zunächst geklärt werden, an welchen Standorten die noch zu benennenden neuen Besitzer der Marke weiter produzieren lassen wollen. Da Antwerpen am ehesten von einer Schließung betroffen wäre, könnten Eisenach und Saragossa - wo schon heute der Opel Corsa gebaut wird - mit einer zusätzlichen Variante ausgelastet werden. Bei einem Zuschlag für Magna ist das Magna Steyr-Werk in Graz ebenfalls eine Option.
Magna Steyr baut den Mini Crossman
Mini hat auch eigens die Spezialisten von Magna Steyr angeheuert, damit der Mini Crossman nicht nur nach Abenteuer aussieht, sondern auch kleinere Herausforderungen abseits befestigter Straßen meistern kann. Mehr noch: Der austro-kanadische Zulieferer baut zudem die vierte Variante des deutsch-britischen Lifestyle-Mobils. Unter der Motorhaube finden sich die bekannten Diesel und Benziner, wenngleich die John Cooper-Works- und Einstiegsvarianten zunächst nicht vorgesehen sind.
Opel Corsa SUV soll das Offroadimage von Opel aufmöbeln
Mit moderner Allradtechnik, abgeleitet vom Opel Insignia (der Opel Insignia Sports Tourer im Fahrbericht), und einer neuen Benziner-Generation mit 1,4 Liter Hubraum könnte der Opel Corsa SUV frühestens ab Ende 2011 das durch den Opel Antara angekratzte Offroad-Image wieder reparieren. Bei Seat hat die Krise ebenfalls die Modellplanung durcheinander gebracht. Die spanische VW-Tochter wollte ab 2011 einen eigenen SUV auf den Markt bringen, zusammen mit dem Audi Q3. Zunächst muss nun der neue Markenchef James Muir für konstant schwarze Zahlen in den Volumensegmenten sorgen. Dazu soll auch ein Derivat der New Small Family von VW beitragen. Somit ist ungewiss, wann der Tribù tatsächlich kommt.
Für den VW Cross Polo ist noch kein Allradantrieb geplant
Um Seat zu sanieren, läuft ab 2011 der Audi Q3 in Martorell vom Band. Angestachelt vom Erfolg des Audi Q5, denken die Ingolstädter aber schon über ein neues Freizeitmodell nach: den Audi Q1. Auf Basis des Audi A1, der im kommenden Jahr zu den Händlern rollt, wäre ebenfalls eine Allradvariante denkbar. Die technische Basis bildet der VW Polo, von dem es ab 2010 wieder eine margenträchtige Cross-Variante gibt. Aufgrund der großen Nachfrage - bis zu 15 Prozent Anteil beim Vorgänger - gehört er inzwischen zur festen Größe im Programm und war Vorbild für viele weitere Modelle dieser Machart, die alle ohne Allradantrieb auskommen. Falls Audi aber tatsächlich Ende 2013 den Audi Q1 ins Rennen schickt, kann auch der VW Cross Polo von dessen Quattro-Antrieb profitieren.
Der Mercedes BLK soll den Flottenverbrauch senken
Schwäbisch-solide wird der Auftritt des Mercedes BLK ausfallen, der auf Basis der nächsten Mercedes A-Klasse entsteht. Auch hier wird dem Kunden die Wahl zwischen Front- oder Allradantrieb überlassen. Da der Mercedes BLK nicht nur Geld in die Kasse des Konzerns spülen, sondern auch den Flottenverbrauch der Marke senken muss, sind quer eingebaute Varianten des OM 651-Dieseltriebwerks vorgesehen, die zudem mit einem Doppelkupplungsgetriebe kombiniert werden können. Kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen mit einem SUV verkuppeln lassen.
| Modell | Preis in Euro | Sitze |
|---|---|---|
| Lada Niva | ab 10.990 | 4 |
| Fiat Panda | ab 12.870 | 5 |
| Mazda BT-50 | ab 16.900 | 2 |
| Fiat Sedici | ab 18.090 | 5 |
| Suzuki SX4 | ab 18.300 | 4 |
| Suzuki Jimny | ab 14.600 | 4 |
| Nissan NP 300 | ab 17.980 | 2 |
| Daihatsu Terios | ab 21.490 | 5 |
| Suzuki Grand Vitara | ab 21.900 | 4 |
| Isuzu D-Max | ab 22.490 | 5 |
| Mitsubishi L200 | ab 22.890 | 2 |
| Toyota Urban Cruiser | ab 22.950 | 4 |
| Nissan Qashqai | ab 23.240 | 5 |
| Ford Ranger | ab 23.800 | 2 |
| Hyundai Tucson | ab 24.240 | 5 |
| Kia Sportage | ab 24.440 | 5 |
| Jeep Compass | ab 24.590 | 5 |
| Subaru Forester | ab 24.600 | 4 |
| Honda CR-V | ab 24.990 | 5 |
| Jeep Patriot | ab 25.290 | 5 |
| Toyota Hilux | ab 25.347 | 2 |
| Land Rover Defender | ab 25.600 | 2 |
| Nissan Navara | ab 25.699 | 2 |
| Jeep Wrangler | ab 26.890 | 4 |
| Mitsubishi Outlander | ab 26.990 | 5-7 |
| Iveco Massif | ab 27.190 | 5 |
| Toyota RAV4 | ab 27.300 | 5 |
| VW Tiguan | ab 27.475 | 5 |
| Seat Altea Freetrack | ab 27.490 | 4 |
| Nissan X-Trail | ab 27.770 | 5 |






