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Neue SUV von VW bis 2016

Wolfsburger Offroad-Offensive

VW Taigun, Seitenansicht Foto: Hersteller 21 Bilder

VW will weiter wachsen. Wichtiger Baustein der Konzernstrategie sind die SUV. Deshalb gibt es bis 2016 reichlich neue Modelle.

18.05.2014 Torsten Seibt

Der Volkswagen-Konzern hat ein ehrgeiziges Ziel: VW soll größter Auto-Hersteller der Welt werden. Um die Erzrivalen Toyota und General Motors auszukontern, muss VW deshalb noch weiter in die Breite wachsen, neue Nischen definieren und befüllen. Ein extrem wichtiges Segment dabei stellen die SUV dar. Weltweit boomen die Vielzweck-Fahrzeuge nach wie vor, auch in Deutschland geht es seit Jahren ungebremst bergauf. Doch mit derzeit nur zwei Modellen – dem VW Tiguan und dem VW Touareg – sind die Wolfsburger in Europa nach wie vor recht schwach besetzt. Nicht nur im Vergleich zu den genannten Markt-Giganten, selbst die Premium-Marken BMW und Mercedes sind in Sachen SUV erheblich besser sortiert.

Der Tiguan wird zur Modellfamilie

Das soll sich bis 2016 ändern, und zwar in erster Linie in der Liga der kleinen und kompakten SUV. Für den großen VW Touareg steht für den Herbst 2014 lediglich die obligatorische Modellpflege auf dem Programm. Ein dezent neuer Look, auf Euro 6 getrimmte Antriebe sowie eine erweiterte Multimedia- und Sicherheitsausstattung sollen den VW Touareg weiter frisch halten.

Ebenfalls für Herbst 2014 steht ein ungleich größerer Aufschlag für VW bevor. Dann debütiert die zweite Generation des Tiguan. Und bildet gleichzeitig die Basis für eine ganze Familie. Neben dem in den Abmessungen nahezu unveränderten Grundmodell wird VW den Tiguan in zwei weiteren Bauformen anbieten, die als Studie bereits vorgestellt wurden.

Der Standard-Tiguan wird nur unwesentlich auf rund 4,5 Meter Außenlänge wachsen. Er soll dank diverser Leichtbaumaßnahmen deutlich an Gewicht verlieren. Bei der Motoren-Palette gibt es ein Update auf die aktuellen Aggregate. Als Spar-Motorisierung kommen auf Benziner-Seite der 1,4-Liter TSI mit Zylinder-Abschaltung hinzu, als Basis-Diesel ein 110 PS starker 1,6-Liter-Motor. Die Zweiliter-Diesel spannen sich künftig zwischen 150 und 184 PS auf.

Riesen-SUV auf Tiguan-Basis

Den Raum zwischen VW Tiguan und VW Touareg soll ein VW Tiguan XL füllen. Der wendet sich auch an alle Käufer, denen der VW Passat Alltrack zu straßenlastig ausfällt. Der VW Tiguan XL wurde als Studie "Cross Blue" Anfang 2013 erstmals auf der Detroit Motor Show präsentiert. Der Siebensitzer mit drei Sitzreihen streckt sich auf 4,99 Meter und erreicht damit ein Gardemaß, das noch oberhalb des VW Touareg liegt. Im Gegensatz zu diesem soll der XL-Tiguan allerdings bezahlbarer sein, von einem Einstiegspreis um 30.000 Euro ist die Rede. Der günstigste VW Touareg startet derzeit bei über 50.000 Euro.

Doch auch am Geschäft mit den modischen Cross-Coupés will VW künftig mitverdienen. Nach BMW und Mercedes wird auch Volkswagen in der Mittelklasse ein solches Fahrzeug nachreichen. Das Tiguan-Coupé wird sich dabei der kompletten Technik des VW Tiguan bedienen, allerdings mit hoher Seitenlinie, sportlicher ausgeführter Karroserieform und Viersitzer-Auslegung ins Rennen um die Käufergunst gehen.

VW Taigun wird erstes Kleinst-SUV

Ganz klein macht sich Volkswagen mit dem Taigun. Das Mini-SUV wird für 2015 erwartet. Mit 3,86 Meter Außenlänge fällt der künftige Offroad-Winzling extrem kompakt aus – kein Wunder, bedient er sich doch der Plattform des Kleinstwagens VW Up. Im Gegensatz zu dessen Blender-Version Cross Up (seit Herbst 2013) ist der VW Taigun tatsächlich als SUV konzipiert. Der Winzling wird auch mit vollwertigem Allradantrieb angeboten. Als Motorisierung dient ein Dreizylinder-Turbo-Benziner aus dem VW Up GT, der 110 PS generiert. Damit soll der VW Taigun 186 km/h laufen, in 9,2 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen und im Durchschnitt 4,5 Liter Benzin verbrauchen.

VW T-Roc unterhalb des Tiguan

Zwischen Taigun und Tiguan ist ebenfalls noch Platz, der im Konzern derzeit alleine vom Skoda Yeti besetzt wird. Eine halbe Schuhgröße unterhalb der Kompakt-SUV-Klasse sortiert sich neben dem Yeti auch der Opel Mokka ein, mit bekanntlich großem Verkaufserfolg. Die Reaktion der Wolfsburger zum Thema Kleinwagen-SUV war im März 2014 auf dem Autosalon in Genf zu bewundern: der VW T-Roc machte den Plattform-Botschafter für ein kleineres SUV in der 4,2-Meter-Klasse. Gleichzeitig durfte man mit der noch sehr futuristisch ausgelegten VW T-Roc-Studie (2türige Coupé-Karosserie mit abnehmbarem Dach) auch schon einen ersten Blick auf eine mögliche neue Designsprache im SUV-Bereich werfen. Die dominanten, runden Zusatzscheinwerfer in der Frontschürze entfernen den T-Roc deutlich vom üblichen Markengesicht. Eine mögliche Serienversion des T-Roc, dann allerdings als geschlossener Viertürer, wird für 2016 erwartet.

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