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Neue Van-Konzepte

Von der Familienkutsche zum Trendauto

Skoda Roomster Foto: Christian Schulte 25 Bilder

Es muss nicht immer SUV sein: Der Van entwickelt sich von der reinen Familienkutsche zum schicken Trendauto - für alle, die viel Platz und eine hohe Sitzposition schätzen.

02.02.2012 Jens Katemann

Offroader sind angesagt, Vans dagegen auf dem absteigenden Ast. Der Absatz schrumpfte zwischen 2007 und 2011 weltweit um rund 500.000 Einheiten. Ist die Zeit der Vans vorbei? Keineswegs, meinen die Marktbeobachter von IHS Automotive. "Bis 2020 erwarten wir einen Anstieg des Van-Absatzes um rund vier auf weltweit fast 19 Millionen Einheiten", sagt Henner Lehne von IHS.

Das größte Plus sollen kleine Modelle wie der Opel Meriva sowie kompakte Vans à la VW Touran verbuchen. "Wir rechnen zudem mit Zuwächsen bei großen Vans im Stil des VW Multivan und Nutzfahrzeugen wie Mercedes Sprinter", so Lehne. Getrieben werde das Wachstum zwar auch durch mehr Nachfrage aus Europa (plus 23 Prozent), aber vor allem durch Märkte wie China (plus 43 Prozent) und Südostasien (plus 92 Prozent).

Skoda will Van-Palette ausbauen

Vor diesem Hintergrund fragt sich Skoda-Chef Winfried Vahland zu Recht, ob er das Van-Angebot der Marke ausbauen soll. Zwei Strategien werden intern diskutiert. Szenario 1: Der 4,20 Meter kurze Skoda Roomster wird zum Modellwechsel (Ende 2014) durch ein rund 20 Zentimeter längeres Modell ersetzt. Als Plattform steht die der neuen günstigen Limousine Rapid bereit. Die einfache Grundkonstruktion mit Verbundlenker-Hinterachse sowie eine Karosserie mit konventionellen Fondtüren würde einen Einstiegspreis von unter 20.000 Euro ermöglichen. Damit bleibt Platz nach unten, und das bisherige, kleinere Modell mit dem spürbar günstigeren Basispreis von rund 13.000 Euro könnte als Roomster Tour weitergebaut werden – eine Strategie, die bereits beim Wechsel von der ersten zur zweiten Octavia-Generation sehr erfolgreich war.

Allerdings könnte auch Szenario 2 zum Tragen kommen, bei dem der neue Skoda Roomster in seinen Abmessungen gleich und damit der einzige Van der Marke bleibt. Klar ist aber: Das bislang ungewöhnliche Design wird durch ein konventionelleres ersetzt. Zudem hat der Einstiegsbenziner ohne Aufladung – nicht zuletzt wegen der Verschärfung der Abgasnormen – ausgedient. Die Motorenpalette beginnt künftig mit dem 86 PS starken 1.2 TSI.

Neuer 1,0-Liter-Dreizylinder für Ford B-Max

Auch bei Ford ist der Saugmotor eine aussterbende Spezies. Der neue B-Max, ein rund 4,30 Meter langer Van mit etwa 400 Liter Kofferraumvolumen, wird schon zum Marktstart im Oktober 2012 nur noch mit aufgeladenen Benzinern zu haben sein. Neu im Ford-Motorenprogramm ist ein Einliter-Dreizylinder in den Leistungsstufen 100 und 125 PS. Der Ford B-Max tritt mit einem Basispreis von rund 16.000 Euro als Konkurrent des Opel Meriva an. Er verfügt erstmals in dieser Klasse hinten über praktische Schiebetüren und kommt als einziges Auto überhaupt ohne B-Säule aus.

Die neuen Vans der Billigmarke Dacia verfügen zwar nicht über derartige Finessen, sind aber zu Preisen ab rund 12.000 Euro echte Schnäppchen. Los geht es im Frühjahr 2012 mit dem 4,50 Meter langen Lodgy, der bis zu sieben Personen Platz bietet. Ein halbes Jahr später folgt der Hochdachkombi Dokker, der über vergleichbare Platzverhältnisse verfügt. Mit seinen hinteren Schiebetüren und der noch rustikaleren Ausstattung zielt er aber eher auf gewerbliche als private Kunden. Für beide wird Dacia – anders als beim Kombi Logan MCV – den elektronischen Schleuderschutz ESP anbieten.

Neuer Kompakt-Van von Fiat

Einen frischen Hochdachkombi hat Fiat mit dem Doblo seit Anfang 2010 im Programm, nun folgt im Spätsommer dieses Jahres noch ein Kompaktvan mit einer Länge von 4,25 Metern, der den rund 30 Zentimeter kürzeren, in Deutschland bereits seit Jahren nicht mehr erhältlichen Idea ersetzen soll. Der Neue basiert auf einer verlängerten Plattform des Fiat Punto, soll bis zu sieben Personen Platz bieten und Designelemente des Fiat 500 tragen.

Und was machen die deutschen Premiummarken? Während Audi das Feld den VW-Konzernmarken überlässt, plant Mercedes als günstige Alternative zur B-Klasse eine Neuauflage des Vaneo.

BMW Van auf 1er-Basis

BMW willl sich ebenfalls ein Stück vom Kuchen abschneiden, stellt seinen Kompaktvan aber erst auf Basis der nächsten 1er-Architektur. Dann wechseln die Bayern in der Kompaktklasse zu Frontantrieb und Quermotor, weil nur diese Konfiguration ein vantypisches Raumangebot ermöglicht. Der Van von Mini soll 2014 serienreif sein, das Konzept von BMW wird auf dem Pariser Autosalon in diesem Herbst zu sehen sein.

Die Planungen der Hersteller zeigen ebenso wie die Prognosen von IHS Automotive, dass im Van-Segment wieder Musik drin ist. Nur der ganz kleine Van gilt als gescheitertes Konzept. Daran werden auch Inder und Chinesen nichts ändern.

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