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Alfa Romeo Giulia (2016)

Sportlimousine mit neuem Turbobenziner

Alfa Romeo Giulia Präsentation Mailand 2015 Foto: Patrick Lang 46 Bilder

Lange hat Alfa Romeo die Markenfans auf die neue Giulia warten lassen. In Mailand wurde sie enthüllt, auf der IAA wurde sie geöffnet und in Genf weitere Versionen nachgeschoben. Ab dem 10. Mai war sie bestellbar ab 33.100 Euro. Jetzt erweitern die Italiener das Angebot um einen Zweiliter-Turbobenziner.

22.07.2016 1 Kommentar

Zur Wahl stehen für den Alfa Romeo Giulia drei Ausstattungslinien: Basis, Super und Quadrifoglio, wobei sich die Ausstattungslinie Super speziell an Firmenkunden wendet.

Ab sofort neu im Angebot ist ein Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner mit 200 PS und 330 Nm Drehmoment, der mit einer Achtgangautomatik kombiniert wird. Der Alumotor bietet eine Spurtzeit von 6,6 Sekunden, eine Vmax von 230 km/h und einen Normverbrauch von 5,9 Liter. Das weitere Motorenangebot für den neuen Hoffnungsträger besteht aus einem neu entwickelten 2,2-Liter-Turbodiesel mit wahlweise 136, 150 oder 180 PS sowie einem V6-Benziner mit Bi-Turbo-Aufladung, der aus 2,9 Liter Hubraum 510 PS holt. Die Turbodiesel sind mit Sechsgang-Handschaltgetriebe oder Achtgang-Automatikgetriebe kombinierbar, der Benziner ist mit manuellem Sechsganggetriebe ausgerüstet. Kann aber ab sofort auch mit einer Automatik kombiniert werden. Für den US-Markt hat Alfa zudem noch einen Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner angekündigt, der es auf 280 PS und 400 Nm bringt. Der soll in Kombination mit einer Achtgangautomatik die Giulia auf 240 km/h treiben können.

Alle technischen Daten der neue Giulia finden Sie im Download unten.

Der Grundpreis von 33.100 Euro bezieht sich auf den 136-PS-Diesel, die 140-PS-Version kostet ab 34.100 Euro. Der 180 PS starke Selbstzünder kostet wenigstens 37.400 Euro. Der Aufpreis für die Achtgang-Automatik beträgt 2.250 Euro. Der neue Turbobenziner ist mit 38.150 Euro eingepreist. Der 510 PS starke Top-Benziner steht erst ab einer Investition von 71.800 Euro in der eigenen Garage.

Bereits in der Basisversion fährt der Alfa Romeo Giulia mit einem Kollisionswarnsystem mit autonomer Notbremsfunktion, Spurhalteassistent, Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzung, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, Zweizonen-Klimaautomatik, Fahrdynamikregelung und einem Touchscreen-Infotainmentsystem mit 6,5 Zoll großem Bildschirm vor.

In der Ausstattung Super kommen unter anderem mit einer Leder/Stoff-Kombination bezogene Sitze, Fensterrahmen mit Zierleiste in Chrom-Optik, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen sowie das Fahrzeuginformations-Center mit 7-Zoll-Bildschirm und Parksensoren hinten dazu.

Das Topmodell Quadrifoglio bringt Sportsitze mit Bezügen aus Leder/Alcantara-Mix, ein Sportlenkrad, Motorhaube und Dach aus Kohlefaserlaminat, Carbonapplikationen, Totwinkel-Assistent, Rückfahrkamera, Bi-Xenon-Scheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht und LED-Tagfahrlicht mit.

Zur weiteren Aufrüstung stehen zudem ein Sport-, ein Assistenz- sowie ein Business-Paket zur Wahl.

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Sitzprobe Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio

In der Giulia ist es leider, wie so oft bei äußerlich aufreizenden Damen, nicht ganz so weit her mit Glanz und Gloria. Das Angenehme zuerst: Die Sportsitze sind erstklassig, ebenso das Lenkrad mit der integrierten Start/Stopp-Taste. Das Display weiß genauso zu gefallen und wirkt fast randlos in der dunklen Cockpit-Landschaft. Die Menüführung erweist sich spontan als erfreulich unkompliziert.

Auf den ersten Blick sind auch die Carbon-Elemente sehr ansprechend, doch auf den zweiten Blick lassen sich die darunter- oder dahinterliegenden Plastik-Teile erkennen. Die Tasten und Dreh-Drück-Regler arbeiten nicht mit exakt präzisen Druckpunkten und haben meist etwas Spiel. Doch wie jede aufreizende Dame mit kleinen Schönheitsfehlern bleibt sie immernoch eine aufreizende Dame. Ein Auto, dem man auch im Inneren anmerkt, dass bei der Planung und der Konstruktion eine Menge Herzblut mit eingeflossen sind.

So richtig ladylike sieht sie nicht aus, die Giulia. Eher kräftig und aggressiv – immerhin trägt sie ein rotes Kleid. Pünktlich zum 105. Geburtstag der Marke wurde im neuen Alfisti-Mekka in Arese das Tuch vom Vorführobjekt gezogen. Stolz trägt die frischgebackene First Lady ein grünes Kleeblatt auf der Backe und das verheißt in diesem Fall beeindruckende 510 PS im Top-Modell. Die Leistung des verbauten Dreiliter-Sechszylinder aus Aluminium, übrigens einer Eigenkreation von Alfa Romeo laut eigener Aussage, hat Konzernschwester Ferrari herausprovoziert. Und die soll es pur und ohne Turboloch geben, verspricht Entwicklungsleiter Philippe Krief. Wen dann das Rennfieber packt, der darf sich über die aktive Aerodynamik freuen. Um für gesteigerten Abtrieb zu sorgen, hebt und senkt sich dank zweier Elektromotoren der Karbon-Frontsplitter. Für die sichere Kurvenlage sorgt das Torque-Vectoring-System.

Alfa Romeo Giulia sprintet schneller als ein BMW M3

Circa 1,5 Tonnen bringt Alfas neue Sportlimousine auf die Waage. Das verhilft neben einem Leistungsgewicht von unter drei Kilo zu einer Zeit von 3,9 Sekunden von Null auf Hundert. Damit steckt die neue Alfa Giulia den M3 mit seinen 431 PS locker in die Tasche. Genau in dessen Umfeld soll sich der Viertürer auch bewegen – sowohl, was das sportliche Top-Modell angeht, als auch im Bereich der zivilen Versionen. Trotz dieser Leistungen, soll es im Innenraum einfach zugehen. Das Interface zwischen Mensch und Maschine besteht lediglich aus zwei Dreh-Drückreglern, mit denen sich alle Funktionen steuern lassen können – sowohl Infotainment, als auch Fahrmodi. Derer gibt es vier mit aufsteigender Agressivität: Advanced Efficiency, Normal, Dynamic und Race. Der einzige sonst noch wichtige Knopf befindet sich auf dem Lenkrad: Der Start-Knopf.

Alfa Giulia Sitzprobe IAAFoto: Stefan Baldauf / Guido ten Brink
Erste Kontaktaufnahme.
Alfa Giulia
Alfa Romeo Giulia auf der IAA 1:19 Min.

Die Quadrifoglio-Version kommt unter anderem mit Bremsscheiben aus Karbon-Keramik und Schalensitzen von Sparco mit Kohlefaser-Rahmen. Durch die kurzen Überhänge, die 50/50-Gewichtsverteilung und mit den strikten Leichtbau-Maßnahmen entstehen zumindest auf dem Papier vielversprechende Fahrleistungen. Motorhaube, Dach und Antriebswelle sind aus Kohlefaser, der Motor, die Türen und die Aufhängung aus Aluminum. Die Karbon-Keramik-Bremsen beinhalten ebenfalls Aluminium-Elemente und sogar die Rahmen der Sitze sind aus Kohlefaser gefertigt. Auf ökonomischer Seite sorgt eine elektronische Zylinderabschaltung für gesittete Trink-Manieren.

Spitzenmodell macht mit den Hinterrädern Amore

Auf agiles Fahrverhalten sind auch die direkte Lenkung, neue Doppelquerlenker-Vorderachsen und die Multilink-Hinterachse ausgelegt. Im Spitzenmodell gibt es serienmäßig mit Heckantrieb, auch wenn die Plattform prinzipiell Allradantrieb hergibt. Dieser ist allerdings erst für die kommenden Versionen geplant.

Patrick Lang

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Alfa Giulia Sitzprobe IAAFoto: Stefan Baldauf / Guido ten Brink
Der 510-PS-Top-Motor fasziniert.

Giulia ist typisch italienisch

Die Alfa Giulia ist eine waschechte Italienerin, nicht nur des Namens wegen. Gebaut wird die Limousine im Werk Cassino in der Nähe von Rom und auch das Design wurde nicht aus der Hand gegeben. Federführer war Lorenzo Ramaciotti aus Modena, der zuvor schon als Designchef von Pinifarina für den Ferrari 456 GT, 550 Maranello und den Enzo mit verantwortlich war. „Das Design der Giulia ist sanft wie der Umriss einer Wolke, der aber nicht preis gibt, welche Kraft im Inneren verborgen ist“, schwärmt Ramaciotti. Nunja, die Karbonteile und die vier Endrohre verraten unserer Meinung nach schon ein bisschen was über die vermeintlich verborgene Power. Als kleines Design-Detail wurde übrigens auch das Alfa-Logo überarbeitet. Jetzt kommt es in einem etwas grafischeren Stil und mit neuer Typographie.

Alfa GiuliaFoto: Fiat
Ab Mai endlich bestellbar.

Große Pläne für Alfa Romeo

400.000 verkaufte Alfa bis 2018? Die Ambitionen von Konzernchef Sergio Marchionne sind nicht gerade kleinlaut. Allerdings lautet die Devise auch nicht kleine Brötchen zu backen, sondern die Wiederbelebung der gesamten Marke ist das Ziel. Dazu dient auch die neue globale Ausrichtung. Dieser entsprechend wird es jedoch vorerst keinen Kombi geben, sagte uns Alfa-CEO Harald Wester, denn die würden vorrangig in Europa gekauft. Während der Vorstellung der Giulia im Alfa Romeo Museum in Arese bei Mailand gab Marchionne einen Ausblick auf die Marschrichtung der Traditionsmarke: Sieben neue Modelle in den nächsten drei Jahren sollen es werden. Diese groß angelegte Zielsetzung, so der Konzernleiter weiter, spiegle die Kraft der Marke wieder. So kann man es natürlich auch sehen. Wir drücken die Daumen.

Alfa GiuliaPreisVerfügbarkeit
2.2 JTDm 100 kW (136 PS)33.100 Euroab ca. Mitte Juni 2016
2.2 JTDm 110 kW (150 PS)34.100 EuroMarktstart
Super 2.2 JTDm 110 kW (150 PS)35.900 EuroMarktstart
2.2 JTDm 110 kW (150 PS) AT836.350 Euroab ca. Mitte Mai 2016
Super 2.2 JTDm 110 kW (150 PS) AT838.150 Euroab ca. Mitte Mai 2016
Super 2.2 JTDm 132 kW (180 PS)37.400 EuroMarktstart
Super 2.2 JTDm 132 kW (180 PS) AT839.650 Euroab ca. Mitte Mai 2016
Quadrifoglio 2.9 V6 Bi-Turbo 375 kW (510 PS)71.800 EuroMarktstart
Download Technische Daten Alfa Romeo Giulia (PDF, 1,01 MByte) Kostenlos
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Neuester Kommentar

Tolles Auto aber leider aus italienischer Produktion und damit habe ich leider schon oft meine schlechten Erfahrungen gemacht. Die Autos werden mit alle möglichen tam tam präsentiert und nach einigen Jahren sind sie wieder in der Versenkung gelandet, siehe Alfas, Lancias und auch Fiat Modelle. Bleibe daher lieber bei den Autos aus Germany ,Schweden oder Japan.

Autojoe 24. Juli 2016, 10:18 Uhr
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