Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Neuer Alfa Romeo Stelvio QV

Erster SUV mit bis zu 510 PS kommt 2017

Alfa Romeo Stelvio Sperrfrist 16.11.2016 Foto: Alfa Romeo 34 Bilder

Alfa Romeo bringt mit dem Stelvio 2017 seinen ersten SUV an den Start. Der kommt mit vielen Giulia-Genen und bis zu 510 PS. Die Serienversion feiert auf der L.A. Autoshow Premiere – wir haben schon mal Probe gesessen.

17.11.2016 Uli Baumann 8 Kommentare Powered by

Alfa Romeo feiert auf der L.A. Autoshow den ganz großen Aufschlag. Der lange erwartete SUV der Italiener feiert Weltpremiere. Dabei folgt der Alfa Romeo Stelvio dem gleichen Rezept wie schon die Giulia. Zuerst wird das Topmodell Quadrifoglio mit dem 510 PS starken Biturbo-V6 gezeigt. Der Premierenort in Kalifornien zeigt zudem wie wichtig den Italienern ein Erfolg des SUV auf dem US-Markt ist.

Alfa Stelvio mit Ferrari-V6

Der neue Alfa Romeo Stelvio bedient sich der Giorgio-Plattform, die bereits die neue Giulia trägt. Der Stelvio streckt sich auf eine Länge von 4,68 Meter, eine Breite von 2,16 Meter und ist 1,65 Meter hoch. Damit positioniert er sich direkt gegen Wettbewerber wie den BMW X3, den Audi Q5, den Porsche Macan oder auch den Mercedes GLC.

Im Punkt Spitzenleistung ist er in diesem Umfeld bereits Platzhirsch. Im heißen Quadrifoglio arbeitet der aus der Giulia bereits bekannte 2,9-Liter-V6-Biturbo mit 510 PS in Kombination mit einer Achtgangautomatik. Als weiterer Motor wurde ein 280 PS und 400 Nm starker Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner genannt. Allradantrieb ist immer an Bord. Dieser leitet in Normalfall das komplette Antriebsmoment an die Hinterachse. Erst bei Traktionsproblemen wird auch die mit einem Differential bewehrte Vorderachse angesteuert. Der Vorderachse werden dabei maximal 60 % den Antriebsmoments zugestanden. Natürlich wird die Verteilung des Antriebsmoments auch durch Torque Vectoring optimiert.

Beim Fahrwerk des Stelvio setzt Alfa auf elektronisch gesteuerte Dämpfer. In Sachen Bremsen darf der Stelvio Quadrifoglio sogar mit Carbon-Keramik-Stoppern glänzen. Weitere Features des Topmodells sind eine Kardanwelle aus kohlefaserlaminat sowie Hauben, Türen und Kotflügel aus Aluminium. Bei den Assistenzsystemen und der Multimediaausstattung bedient sich der neue Alfa Romeo Stelvio bei der Giulia.

Alfa Romeo Stelvio wirkt wie eine aufgeblasene Giulia

Doch nicht nur bei der Technik, auch bei der Optik stand die Giulia Pate. Das Gesicht des Stelvio zeigt sich stark von der Giulia inspiriert, allerdings deutlich höher. Neu gezeichnet wurden die unteren Lufteinlässe sowie der angedeutete Unterfahrschutz. Die Motorhaube trägt die gleiche Kontur wie bei der Giulia, auch der Sickenverlauf an den Flanken wurde übernommen. Auch am Heck decken sich die Linien sowie die Anordnung der vierflutigen Abgasanlage von Giulia und Stelvio, nur der Diffusor am SUV fällt etwas kleiner aus.

Probesitzen im Italo-SUV auf der Los Angeles Auto Show

Hunderte von Journalisten, dichtes Gedrängel, lange bevor die Pressekonferenz zur Weltpremiere des Alfa Stelvio eröffnet wird. Keine Frage: Die Amis sind super-neugierig auf das Auto, das im Frühjahr nächsten Jahres zu uns auf den Markt kommt. Die Marke Alfa mit ihrer langen Rennsporttradition ist in den USA immer noch ein Mythos, so stark, dass man Ihr jetzt auch SUVs abnimmt.

Denn vor dem Stelvio gab es noch nie einen von Alfa. Auf Basis der Giulia macht er eine exzellente Figur, wirkt individueller als viele Angebote, die aktuell auf dem Markt sind.

Im Fond ist der Alfa Romeo Stelvio ein Coupé

Für die erste Sitzprobe ist Geduld gefragt, das Auto wird von Kamerateams belagert. Erster Eindruck im Fond: gut konturierte Sitze, aber ein Raumwunder ist der Alfa nicht. Die Kopffreiheit dürfte Personen, die größer als 1,80 Meter sind, kaum reichen. Das ist der coupéhaften Form geschuldet, die FCA-Designchef Klaus Busse ganz bewusst gewählt hat, um sich auch von Markenschwester Jeep eindeutig zu unterscheiden. Der Stelvio ist eher für die Stadt, die Jeep-Modelle auch mal für den Ritt durchs Grobe geeignet.

Vorne sitzt es sich gut, höher zwar, aber durch die konturierten Sitze fast wie in einer Sportlimousine. Die Bedienung mit einer sehr reduzierten Anzahl von Knöpfen gleicht der der Giulia, schließlich soll die Alfa-Kundschaft Spaß daran bekommen, künftig zwei Modelle der Marke zu fahren und sich dabei nicht umgewöhnen müssen.

Wobei: auf der neuen Plattform sollen künftig gleich acht unterschiedliche Varianten aufbauen. Erster Eindruck: wenn Alfa weiterhin solche Autos baut, dann dürfen es ruhig noch mehr werden. Nur die Alupaddel rechts und links des Lenkrads zur Bedienung der Achtgang-Automatik von ZF dürften künftig eine Nummer kleiner ausfallen.

Auf den Markt kommen soll der Stelvio dann Anfang 2017. Preise wurden noch nicht genannt.

Neuester Kommentar

Zwar einen der besseren SUFFs, aber trotzdem plump. Ein Jammer, dass der (vom Marketing reingelegte und ästhetisch ungebildete) Kunde von heute selbst Marken wie Alfa oder Bentley zu solch einem Schritt zwingt.

CSRolls 18. November 2016, 14:24 Uhr
Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Autokredit berechnen
Anzeige