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Alfa Romeo Stelvio

SUV-Auftakt mit 280-PS-Benziner

Alfa Romeo Stelvio Foto: Alfa Romeo 44 Bilder
Update

Alfa Romeo bringt mit dem Stelvio 2017 seinen ersten SUV an den Start. Der kommt mit vielen Giulia-Genen und bis zu 510 PS. Die Serienversion feierte als QV auf der L.A. Autoshow Premiere. Jetzt folgt der zivilere 280-PS-Benziner.

18.01.2017 Uli Baumann 10 Kommentare Powered by

Alfa Romeo feierte auf der L.A. Autoshow 2016 den ganz großen Aufschlag. Der lange erwartete SUV der Italiener feierte Weltpremiere. Dabei folgt der Alfa Romeo Stelvio dem gleichen Rezept wie schon die Giulia. Zuerst wird das Topmodell Quadrifoglio mit dem 510 PS starken Biturbo-V6 gezeigt. Der Premierenort in Kalifornien zeigt zudem wie wichtig den Italienern ein Erfolg des SUV auf dem US-Markt ist.

Sondermodell zum Marktstart

Jetzt schieben die Italiener den zivileren Stelvio nach. Die First Edition mit einem 280 PS starken Turbobenziner unter der Haube ist zur Markteinführung ab sofort in Deutschland bestellbar. Neben den 280 PS stellt der Zweiliter-Vierzylinder ein maximales Drehmoment von 400 Nm zur Verfügung. Ausgerüstet mit dem elektronisch gesteuerten Allradantrieb Alfa Q4 und einem 8-Stufen-Automatikgetriebe erreicht der 1.660 kg schwere Alfa Romeo Stelvio First Edition eine Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h und beschleunigt in 5,7 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Der Normverbrauch soll bei 7,0 Liter liegen. Der Basispreis für das reichhaltig ausgestattete Einführungsmodell beträgt 56.000 Euro.

Zur Serienausstattung der First Edition gehören unter anderem Bi-Xenon-Schein­werfer mit Fernlicht-Assistent, lackierte Bremssättel, 20-Zoll-Leichtmetallräder, eine elektrische Heckklappe, sowie Fenster­rahmen mit Zierleiste in Chromoptik. Das Interieur glänzt mit genarbtem Leder, Dekorleisten aus Echt-Holz, achtfach verstellbare und beheizbare Sitze für Fahrer und Beifahrer, einem Hi-Fi-Audiosystem, einem Tempomaten, einem beheizbaren Leder-Lenkrad sowie aus Aluminium gefertigten Sportpedalen samt Fußstütze. Ebenfalls an Bord ist ein Infotainmentsystem mit 8,8-Zoll-Touchscreen

Alfa Stelvio mit Ferrari-V6

Der neue Alfa Romeo Stelvio bedient sich der Giorgio-Plattform, die bereits die neue Giulia trägt. Der Stelvio streckt sich auf eine Länge von 4,68 Meter, eine Breite von 2,16 Meter und ist 1,65 Meter hoch. Damit positioniert er sich direkt gegen Wettbewerber wie den BMW X3, den Audi Q5, den Porsche Macan oder auch den Mercedes GLC.

Im Punkt Spitzenleistung ist er in diesem Umfeld bereits Platzhirsch. Im heißen Quadrifoglio arbeitet der aus der Giulia bereits bekannte 2,9-Liter-V6-Biturbo mit 510 PS in Kombination mit einer Achtgangautomatik. Als weiterer Motor wurde ein 280 PS und 400 Nm starker Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner genannt. Allradantrieb ist immer an Bord. Dieser leitet in Normalfall das komplette Antriebsmoment an die Hinterachse. Erst bei Traktionsproblemen wird auch die mit einem Differential bewehrte Vorderachse angesteuert. Der Vorderachse werden dabei maximal 60 % den Antriebsmoments zugestanden. Natürlich wird die Verteilung des Antriebsmoments auch durch Torque Vectoring optimiert.

Beim Fahrwerk des Stelvio setzt Alfa auf elektronisch gesteuerte Dämpfer. In Sachen Bremsen darf der Stelvio Quadrifoglio sogar mit Carbon-Keramik-Stoppern glänzen. Weitere Features des Topmodells sind eine Kardanwelle aus kohlefaserlaminat sowie Hauben, Türen und Kotflügel aus Aluminium. Bei den Assistenzsystemen und der Multimediaausstattung bedient sich der neue Alfa Romeo Stelvio bei der Giulia.

Alfa Romeo Stelvio wirkt wie eine aufgeblasene Giulia

Doch nicht nur bei der Technik, auch bei der Optik stand die Giulia Pate. Das Gesicht des Stelvio zeigt sich stark von der Giulia inspiriert, allerdings deutlich höher. Neu gezeichnet wurden die unteren Lufteinlässe sowie der angedeutete Unterfahrschutz. Die Motorhaube trägt die gleiche Kontur wie bei der Giulia, auch der Sickenverlauf an den Flanken wurde übernommen. Auch am Heck decken sich die Linien sowie die Anordnung der vierflutigen Abgasanlage von Giulia und Stelvio, nur der Diffusor am SUV fällt etwas kleiner aus.

Probesitzen im Italo-SUV auf der Los Angeles Auto Show

Hunderte von Journalisten, dichtes Gedrängel, lange bevor die Pressekonferenz zur Weltpremiere des Alfa Stelvio eröffnet wird. Keine Frage: Die Amis sind super-neugierig auf das Auto, das im Frühjahr nächsten Jahres zu uns auf den Markt kommt. Die Marke Alfa mit ihrer langen Rennsporttradition ist in den USA immer noch ein Mythos, so stark, dass man Ihr jetzt auch SUVs abnimmt.

Denn vor dem Stelvio gab es noch nie einen von Alfa. Auf Basis der Giulia macht er eine exzellente Figur, wirkt individueller als viele Angebote, die aktuell auf dem Markt sind.

Im Fond ist der Alfa Romeo Stelvio ein Coupé

Für die erste Sitzprobe ist Geduld gefragt, das Auto wird von Kamerateams belagert. Erster Eindruck im Fond: gut konturierte Sitze, aber ein Raumwunder ist der Alfa nicht. Die Kopffreiheit dürfte Personen, die größer als 1,80 Meter sind, kaum reichen. Das ist der coupéhaften Form geschuldet, die FCA-Designchef Klaus Busse ganz bewusst gewählt hat, um sich auch von Markenschwester Jeep eindeutig zu unterscheiden. Der Stelvio ist eher für die Stadt, die Jeep-Modelle auch mal für den Ritt durchs Grobe geeignet.

Vorne sitzt es sich gut, höher zwar, aber durch die konturierten Sitze fast wie in einer Sportlimousine. Die Bedienung mit einer sehr reduzierten Anzahl von Knöpfen gleicht der der Giulia, schließlich soll die Alfa-Kundschaft Spaß daran bekommen, künftig zwei Modelle der Marke zu fahren und sich dabei nicht umgewöhnen müssen.

Wobei: auf der neuen Plattform sollen künftig gleich acht unterschiedliche Varianten aufbauen. Erster Eindruck: wenn Alfa weiterhin solche Autos baut, dann dürfen es ruhig noch mehr werden. Nur die Alupaddel rechts und links des Lenkrads zur Bedienung der Achtgang-Automatik von ZF dürften künftig eine Nummer kleiner ausfallen.

Auf den Markt kommen soll der Stelvio dann Anfang 2017. Preise wurden noch nicht genannt.

Neuester Kommentar

Tja, wir kaufen uns SUV und einen Sportwagen. Ganz einfach. :-)

Mal im Ernst: Natürlich ist selbst ein 500 PS SUV kein Sportwagen aber Porsche macht mit dem Cayenne und Macan (nicht so mein Fall...) eigentlich vor, wie man einen SUV mit Fahrspaß bauen kann.
Wer sich einen SUV aussucht, vor allem mit viel Power, will Fahrspaß haben. Das hat auch nichts mit der Alternative "echter Sportwagen" zu tun, da Menschen, die einen SUV kaufen, diesen oft auch BRAUCHEN.
Wir haben zwei Kinder, ein SUV ist ein MUSS für unsere (Fahr)Zwecke. Dafür habe ich dann aber noch den Extrem Sportwagen in der Garage, der dann für einsame (oder zweisame, hat nur zwei Sitze) Ausfahrten taugt. Da machen die 610 PS mehr Spaß als die 500 PS im SUV (eigentlich sind es nur noch deren 385...aber egal) aber beide Fahrzeuge haben ihre Daseinsberechtigung bei uns in der Familie. Ganz einfach!

Rennteam 19. Januar 2017, 14:28 Uhr
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