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Neuer Continental-Chef

Schluss mit Schulden

Conti-Boss Wennemer will die durch Firmenkäufe entstandenen Schulden abbauen - ContiTech steht nicht mehr zum Verkauf.

13.09.2001

Die Continental AG hat sich von Plänen verabschiedet, über weitere Firmenkäufe zu einem weltweit führenden Anbieter von Fahrwerktechnologien aufzusteigen. Das Unternehmen setze nun "vorwiegend auf internes Wachstum", sagte der Anfang dieser Woche zum Vorstandsvorsitzenden gewählte Manfred Wennemer heute in Hannover. Er erklärte den vor zwei Jahren begonnenen Konzernumbau für "weitgehend abgeschlossen". Der Reifenkonzern und Autozulieferer habe zudem die Pläne zum Verkauf der Tochter ContiTech aufgegeben.

Die Entscheidung bedeute keine Veränderung der Ausrichtung. Vordringlichste Aufgabe sei es nun aber, die Profitabilität einzelner Konzernbereiche zu stärken und die durch Firmenkäufe entstandenen Schulden abzubauen. Zu den Verbindlichkeiten von mehr als 2,2 Milliarden Euro, aufgetürmt unter anderem durch den Kauf des Bremsenspezialisten Teves, waren in diesem Jahr mehr als 600 Millionen Euro für die Übernahme der Daimler-Chrysler-Tochter Temic hinzu gekommen. Die Zinslast von rund 200 Millionen Euro (391 Millionen Mark) belastete schon im Jahr 2000 das Ergebnis erheblich.

Der am Dienstag vom Aufsichtsrat wegen unterschiedlicher Vorstellungen zur Unternehmensstrategie abgelöste Conti-Chef Stephan Kessel hatte die ContiTech zum Verkauf gestellt, um so rund eine Milliarde Euro in die Kasse zu bekommen. Nach Angaben Wennemers war aber keine der beiden interessierten Investorengruppen bereit, einen "angemessenen Kaufpreis" zu zahlen. Die Gespräche seien daher beendet worden.

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