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Neuer Ford Fiesta (2017)

7 Zentimeter länger, 15 Assistenzsysteme

Ford Fiesta (2017) Foto: Ford 41 Bilder

Der neue Ford Fiesta ist der 8. – in 40 Jahren. Er kommt Mitte 2017 mit 7 Zentimeter längerer Karosserie, aufgeräumter Bedienung und bis zu 15 Assistenzsystemen.

30.11.2016 Holger Wittich 3 Kommentare

„Manche Autos haben es verdient, dass man ihre Designformel weiterentwickelt“, sagt Murat Güler, der das Exterieurdesign des neuen Fiesta verantwortet hat. Der sei daher kein radikal neuer Ansatz, sondern bewusst als Fiesta wiederzuerkennen. Und ja: Erst auf den zweiten Blick fallen die aufwendig ausmodellierten Flanken, die Motorhaube ohne die Powerdomes des aktuellen Modells und natürlich die waagerecht liegenden Heckleuchten auf.

Sie lassen den Fiesta, der weiterhin in Köln gebaut wird, breiter wirken und hochwertiger. Evolution sei das Leitthema gewesen, sagt Güler, wobei das Auto natürlich komplett, also wirklich rundum neu sei: „Vier Millimeter mehr Radstand, 30 Millimeter breitere Spur vorn – wir haben jedes Teil angefasst“.

Aber nicht unter der Haube. Da wartet Bekanntes: Der Einliter-Dreizylinder kommt mit Turbolader auf 100 bis 140 PS. Neu ist allerdings der Basis-Dreizylinder mit 1,1 Liter Hubraum und 70 oder 85 PS. Der ersetzt den 1,25-Liter-Vierzylinder. Start-Stopp haben alle Fiesta, alle über 100 PS auch sechs Gänge. Wer will, kann den 100-PS-Ecoboost mit einer Sechsstufen-Automatik bestellen.

Ford Fiesta (2017)
Große Kleinwagen-Premiere 40 Sek.

Mehr Platz im Fond

Dass der Fiesta Nummer 8 sieben Zentimeter länger ist als sein Vorgänger, klingt nach viel. Doch der Kölner gehörte bisher zu den kurzen Kleinen. Trotz lediglich vier Millimeter mehr Radstand hat Ford für die Knie der Hintensitzenden einen Zentimeter mehr Platz eingebaut. Trotzdem: Das erste Treffen offenbart neben einem guten Raumkomfort vorn einen für große Mitfahrer eher knapp geschnittenen Fond.

Etwas stärker, größer und sparsamer: Das ist Modellwechsel-Routine. Was der Fiesta sonst so auffährt, geht darüber hinaus und liegt zum Teil an den deutlich kürzeren Innovationszyklen der Elektronikbranche. Denn hier hat sich viel getan, während der Fiesta Generation 7 seine Fahrer mit Handling begeisterte und manche Autotester mit Knöpfchenvielfalt entgeisterte.

Der Innenraum gefällt mit Klarheit und Stil

„Wir haben nicht nur versucht, alle Kritik an der Bedienung auszuräumen, sondern auch, Premium- Flair ins Auto zu bringen“, sagt der Interieurdesigner Ernst Reim und weist auf feine Kontrastflächen und nur wenige Fugen mit geringen Spaltmaßen hin.

Vorbei auch das Gemecker über den kleinen Monitor: In der High-End-Ausführung ragt der mit acht Zoll Diagonale größte von drei Monitoren (Touchscreen) aus dem Armaturenbrett – auf einer Höhe mit den Instrumenten, die wiederum hinter einem Lenkrad mit neu gruppierten Bedienelementen liegen.

Infotainmentsystem aufgeräumt, Smartphones integriert

Selbst das Knopf-Wirrwarr hat Ford beseitigt, den Kehraus auf der Mittelkonsole hat nur die Hälfte der Knöpfe überlebt. Sync 3, das neue Infotainment-System, wird via Touchscreen bedient und beherrscht alle gängigen Funktionen inklusive Android Auto, Apple Carplay und einer Sprachsteuerung, die ganze Sätze versteht.

Serienmäßig sind eine Bluetooth-Schnittstelle und zwei USB-Anschlüsse. Digitalradio und CD-Player kosten extra. Die Investition könnte sich lohnen, wenn das Soundsystem B&O Play mit zehn Lautsprechern an Bord ist. Der Klang der 675-Watt-Anlage lässt sich bis hin zum Surround-Sound anpassen.

Ford Fiesta (2017)Foto: Ford
Der Fiesta Active ist 18 Millimeter höhergelegt.

15 Assistenzsysteme helfen dem Fahrer des neuen Ford Fiesta

Richtig zulegen wird der Fiesta bei den Assistenzsystemen – hier war der Vorgänger zuletzt ins Hintertreffen geraten. Zwei Kameras, drei Radar- und zwölf Ultraschall-Sensoren überwachen das Umfeld. Die Verkehrsschild-Überwachung erkennt Tempolimits unterschiedlicher Fahrspuren, wenn sie auf Schilderbrücken angezeigt werden.

Ein sogenannter Pre-Collision-Assistant erkennt mithilfe des Scheinwerferlichts Fußgänger auch bei Nacht. Bewegungen von Fußgängern kann die Kamera mit ihrem erweiteren Winkel besser erfassen. Sensoren schauen bis zu 130 Meter nach vorne. Der Parkassistent lenkt nicht nur in die Lücke, sondern sein aktiver Bremsassistent verzögert nun auch, kurz bevor’s kracht und soll so auch Parkrempler verhindern – wenn der Fiesta nicht zu schnell ist.

Mithilfe der Kamera kann der Fiesta automatisch auf- und abblenden. Ein Radar im Heckstoßfänger überwacht den Verkehr hinter dem Auto und warnt zum Beispiel beim Rückwarts Ausparken vor einer Kollision. Inklusive Totwinkel-Assistent, Müdigkeitswarner, Geschwindigkeitsbegrenzer sowie Abstands- und Spurhaltewarner zählt Ford beim Fiesta bis zu 15 Assistenzsysteme. Je nachdem, wieviel der Kunde zahlt. Welche Systeme serienmäßig sind und was die anderen kosten, ist noch nicht komplett kalkuliert. Die Kleinwagenklasse ist preissensibel.

Ford Fiesta (2017)Foto: Ford
Markante Änderung: horizontale statt vertikale Heckleuchten.

Vignale neu als Ausstattungslinie

Jetzt schon steht fest, dass auch anderswo in der Preisliste Gelegenheit besteht, das Weihnachtsgeld auszugeben. Neben den bekannten Linien Trend, Titanium und ST Line – vernünftig, etwas üppiger und sportlicher – bedienen Vignale und Active zwei Trends, die Fords Marketingabteilung ausgemacht hat: Der Vignale steht mit 18-Zoll-Alurädern und abgesteppten Ledersitzen für den großen Luxus im kleinen Auto und der höhergelegte Active rüstet sich mit Schutzplanken sowie Dachreling für die kleinen Abenteuer im Alltag.

Mitte 2017 kommt der neue Fiesta auf den Markt, dann können die Kunden entscheiden, ob sie ihren Fiesta lieber brav, sportlich, luxuriös oder abenteuerlich möchten.

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Neuester Kommentar

@kelte: ein digitales cockpit ist eine absolut nicht notwendige spielerei, gerade bei einen kleinwagen.
unter bild 17 steht "Die Zeiger wischen über Bildschirmanzeigen. Serienmäßig."
also, das die zeiger "echt" sind sieht man, "bildschirmanzeigen" klingt doch digital, sieht aber anders aus, keine ahnung...
Vignale steht für luxus, nicht für technologie, zu den horrenden, prolligen, riesigen, billigverchromten felgen würde doch auch kein digitaldisplay passen, da bräuchte man eher eine goldene leinwand...
naja, auch ohne sarkasmus, die edelsten uhren sind doch immer noch mechanisch.
eine antenne ist immer noch die beste und günstigste lösung, wenn auch ganz sicher nicht die hippste, ein bisschen pragmatismus steht Ford sehr gut, finde ich.
"Mindestens so eines wie im Mondeo Titanium", das ist ein sprung über zweieinhalb segmenten, Titanium war mal die topausstattung, und in der mittelklasse muss sich der Mondeo hauptsächlich über die ausstattung definieren, das wäre ziemlich viel verlangt von einen Fiesta...
dann braucht man nicht zu meckern wenn ein kleinwagen 1400 kg wiegt und 30.000 € kostet.
dies sind unwichtigen details, oder eher geschmacksfragen, von "um einige jahre hinterher hinken" zu reden deutet auf fortgeschrittene Auditis hin, gottseidank ist der Fiesta großteils davon geschont geblieben...

naja... 1. Dezember 2016, 19:07 Uhr
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