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Neuer Ford Focus RS (2016)

Kaum da, schon 1.000 Euro teurer

IAA 2015, Ford Focus RS Foto: Stefan Baldauf / Guido ten Brink 32 Bilder

Der neue Ford Focus RS geht mit Allradantrieb und als Fünftürer an den Start. Im Januar 2016 zog Ford den Preis um 1.000 Euro an: 350 PS und bis zu 470 Nm gibt es jetzt ab 40.000 Euro.

21.01.2016 Thomas Gerhardt, Andreas Haupt Powered by

Mit dem neuen Focus RS wirft Ford ab März 2016 einen Kompaktkracher auf den Markt. Nicht nur die 350 PS, die bis zu 470 Nm und der trickreiche Allradantrieb mit je einer Kupplung pro Hinterrad sind eine Kampfansage an die Konkurrenz (zum Fahrbericht). Sondern auch der Preis.

Auf der IAA 2015 kommunizierte Ford noch einen Basispreis von 39.000 Euro. Vier Monate später hat der Hersteller auf 40.000 Euro erhöht. Begründung: Es handle sich um eine reguläre Preisanpassung, die in der Regel Anfang des Jahres passieren würde, heißt es bei Ford. "Der Focus RS ist vom Preis-Leistungsverhältnis immer noch unschlagbar geblieben." Selbstbewusste Aussage. Aber beim Blick auf die Kosten der Konkurrenzprodukte auch haltbar. Mercedes-AMG A 45, Audi RS3 und BMW M2 gibt es allesamt erst für über 50.000 Euro. Wer den neuen Ford Focus RS noch weiter aufbrezeln will, dem bietet Ford das RS-Performance-Paket mit Recaro-Ledersportsitzen, grau lackierten Felgen und blau lackierten Bremssätteln sowie einem Premium-Soundsystem und Ford Sync2. Für 2.000 Euro Aufpreis.

Schon länger war klar: Der neue Ford Focus RS bekommt einen Allradantrieb. Allerdings nicht in Kombination mit dem 2,5-Liter-Fünfzylinder des Vorgängers. Stattdessen packt Ford den 2,3-Liter-Ecoboost-Vierzylinder aus dem neuen Mustang unter die Haube und positioniert den Kompaktsportler somit antriebstechnisch zwischen VW Golf R, Audi S3 und Mercedes-AMG A 45. Damit der Kölner seinen Konkurrenten auch bei der Alltagstauglich nicht nachsteht, wird er erstmals und ausschließlich als Fünftürer angeboten.

Ford Focus RS
Ford Focus RS auf dem Goodwood Festival of Speed 1:01 Min.

Ford Focus RS bis zu 266 km/h schnell

Für den Einsatz im Focus RS hat Ford den Vierzylinder unter anderem mit einem neuen Twin-Scroll-Turbolader sowie einem größeren Ladeluftkühler modifiziert. Als Resultat ergibt sich eine Leistungssteigerung von 309 PS auf satte 350 PS. Das maximale Drehmoment wird mit 440 Nm ab 2.000 Touren, im Overboost für 15 Sekunden sogar mit bis zu 470 Nm angegeben. Den Spurt von Null auf 100 km/h soll der Allradler in 4,7 Sekunden schaffen, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 266 km/h angegeben. Der Wechsel vom Fünf- auf den Vierzylinder, der serienmäßig mit einem Start-Stopp-System ausgerüstet ist, soll den Verbrauch gegenüber dem Vorgängermodell um 20 % auf durchschnittlich 8,5 l/100 km senken.

Nebensache für alle, die auf diese Nachricht gewartet haben: die Zeiten des Untersteuerns sollen dank des Allradantriebs im neuen Ford Focus der Vergangenheit angehören. Zwei elektronisch gesteuerte Differenziale verteilen die Antriebskraft nicht nur zwischen Vorder- und Hinterachse, sondern auch zwischen den beiden Hinterrädern. Maximal 70 % der Antriebskraft fließen an die Hinterachse. Dort leitet Torque Vectoring das anliegende Drehmoment bei Bedarf zu 100 % an das jeweils kurvenäußere Rad weiter. Um das zu ermöglichen, wertet die Bordelektronik Parameter wie zum Beispiel Lenk- und Gierwinkel, die Querbeschleunigung oder die gefahrene Geschwindigkeit aus. Ford verspricht neutrales Eigenlenkverhalten im Grenzbereich, gut kontrollierbares Übersteuern und eine maximale Querbeschleunigung von mehr als 1 g.

Ford Focus RS bleibt optisch zurückhaltend

Das Fahrwerk des neuen Ford Focus RS wurde im Vergleich zum ST-Modell (der Ford Focus ST im Fahrbericht) nochmals straffer abgestimmt und mit größeren Stabilisatoren bestückt. Die Stoßdämpfer sind elektronisch in zwei Stufen einstellbar und bieten eine Absimmung für den Einsatz auf der Rennstrecke. Den Kontakt zur Fahrbahn übernehmen 19-Zoll-Leichtmetallfelgen mit Michelin Pilot Super Sport-Reifen der Größe 235/35. Gegen 700 Euro Aufpreis sind Semi-Slicks (Pilot Sport Cup 2) erhältlich.

Wie wir bei unserer ersten Begegnung feststellten, spart sich der neue Ford Focus RS einen allzu krawalligen Auftritt. Vom weniger leistungsstarken ST-Modell setzt er sich mit größeren Kühler-Öffnungen, einer Frontspoilerlippe und vertikalen Nebelscheinwerfern ab. Auf die breit ausgestellten Kotflügel des Vorgängers hat Ford verzichtet. Heckflügel, Diffusor und zwei große Auspuffendrohre sind geblieben. Fahrer und Beifahrer nehmen wie bisher auf Recaro-Sportsitzen oder optionalen Schalensitzen Platz. Das Cockpit ist mit einem unten abgeflachten Sportlenkrad und wie gewohnt mit Zusatzinstrumenten für Öl-Temperatur, Öl- und Lade-Druck ausgestattet. Größter Vorteil der vier Türen ist natürlich der leichter zugängliche Fond, in dem sich zwei Erwachsene auch bei längeren Fahrten bequem aufhalten können.

Seine Premiere feierte der neue Ford Focus RS Anfang März auf dem Autosalon in Genf 2015.  Auf dem Festival of Speed 2015 durfte sich Ken Block mit dem RS so richtig austoben und das Publikum fahrdynamisch begeistern. Fest steht, dass der neue RS im Ford-Werk Saarlouis vom Band rollt und erstmals weltweit, also auch in Nord-Amerika, China und Australien, auf den Markt kommen wird.

Welche weiteren Eindrücke wir vom neuen Ford Focus RS gewinnen konnten, erfahren Sie in der Bildergalerie.

Download Preisliste Ford Focus RS (PDF, 0,34 MByte) Kostenlos
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