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Ford GT (2017)

So funktioniert das digitale Cockpit

Ford GT Cockpit Foto: Ford 91 Bilder

Der Ford GT ist wahrscheinlich der heiß ersehnteste Sportwagen 2017. Nur 250 Stück werden pro Jahr gebaut. Nach unserer Sitzprobe im Supersportler gibt es nun auch alle Infos zum digitalen Cockpit.

13.01.2017 Holger Wittich, Andreas Haupt, Gerd Stegmaier 4 Kommentare Powered by

Zukünftige Ford-Besitzer können sich freuen: Ein Teil Ford GT wird es bald in jeden Ford geben. Denn die Technologie des digitalen Instrumenten-Displays wird auf weitere Modelle übertragen. Im GT zeigt sich das 10 Zoll große Display automatisch fünf verschiedenen Fahrmodi an. Der Fahrer soll nur die wichtigsten Informationen erhalten, weniger relevante Anzeigen werden ausgeblendet, wobei Schriftart, Farbe und das Layout sich unterscheiden. Mit Scott Maxwell, einem Le Mans-Gewinner, hat Ford das Cockpit optimiert. Im Video sehen sie das Cockpit im Detail.

Ford GT CockpitFoto: Ford
V-Max-Modus im Ford GT-Cockpit.
So funktioniert das Cockpit 1:40 Min.

Das sind die fünf Anzeigemodi:

Normal (N = Normal):
Tacho ind er Mitte, Ganganzeige rechts, links oben der Tankfüllstand und die Öltemperatur. Niedrige Drehzahlen werden rechts unterhalb des Tachos dargestellt, hohe Drehzahlen bis 7.000/min rechts oberhalb

Nässe (W = Wet):
Display-Informationen wie im „Normal“-Fahrmodus. Grafik überwiegend blau eingefärbt, Tachos im unteren Bereich in Nass-Optik

Sport (S = Sport):
Andere Anzeige-Prioritäten als „N“ und „W“: Display-Mitte mit gewähltem Gang, rechts davon Tempoanzeige. Im Display dominiert die Farbe Orange

Rennstrecke (T = Track):
Kombination aus schwarzem Hintergrund und kontrastreicher Grafik. Tempo und gewählter Gang werden prominent angezeigt. Außerdem werden Informationen zu Motortemperatur und Öldruck angezeigt. Der Tankfüllstand wird in Prozentpunkten angegeben

Höchstgeschwindigkeit (V = V-Max):
Großflächigen Tachometer in der Mitte des Displays. Motortemperatur, Öldruck und der Turbolader-Druck erscheinen rechts, die Tankanzeige oben links

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Sitzprobe Ford GT

Ford hat seinen Supersportler mit zur Messe gebracht – mal wieder. Und endlich darfst Du als Messebesucher in Detroit unter Aufsicht und nach ein bisschen Anstehen mal kurz in den Wagen. Die gigantisch breite Karbontür schwingt nach oben und Du schiebst Dein linkes Bein über die breite Karbonschwelle ganz knapp unter dem Lenkrad durch und versuchst dabei, nicht allzu ungelenk auszusehen. Fehlanzeige, das muss noch mal geübt werden. Egal: Entspannt in den Sitz gleiten lassen und überwältigt sein – D u s i t z t i n e i n e m F o r d G T. Natürlich ist es irre schön hier drinnen.

Gut, schalten wir einen Gang zurück Richtung Sachlichkeit: Du hast im dunkel gehaltenen Innenraum viel Platz – ein von großen Menschen seit jeher geschätzter Vorteil amerikanischer Sportwagen. Kopf, Schultern, Beine – alles hat in diesem Zweisitzer Luft. Besonders für die Füße ist das wichtig: Du musst weder schräg im Wagen sitzen, um die Pedale zu erreichen, noch läufst Du Gefahr, mehrere Pedale mit einem Fuß gleichzeitig zu erwischen. Und das, obwohl die Sitze aus Gewichtsgründen ohne Verstellung in die Karbon-Kabine integriert sind. dafür sind Pedale und lenksäule verstellbar.

Multi-multi-multi-Funktionslenkrad

Die Sitze nehmen Dich beruhigend in die Zange – der Ford GT wird wohl auch Kurven können. Das oben und unten stark abgeflachte Lenkrad ist mit Bedienelementen übersät – auch, weil die sehr schmale Mittelkonsole und das ebenso schmale Armaturenbrett kaum Platz für eine reichhaltige Beknopfung bieten. Oben ist im Lenkrad ein langer Leuchtdioden-Balken eingelassen, der als Schaltpunktanzeige dient.

Ja, recht übersichtlich

Von außen macht der Ford GT zwar richtig viel her, aber er sieht auch nach einer horrormäßigen Übersichtlichkeit aus. Umso überraschender ist zumindest der Blick durch den kleinen randlosen Innenspiegel nach hinten: Durch die dicht hinter Dir sitzende Heckscheibe schaust Du über den Sechszylinder-Turbo und die Motorabdeckungs-Scheibe auf das Geschehen hinter dem Wagen. Die Seiten hinten rechts und links werden von den Außenspiegeln ganz ordentlich abgedeckt.

Der neue Ford GT passt Dir auf Anhieb wie angegossen und Du willst damit nur noch losdonnern. Los. Los.

Gregor Hebermehl

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Ford GT fahren könnte für ein paar wenige dieses Jahr möglich werden, für Ford GT kaufen sieht es gerade weniger gut aus: Der Autobauer hat den Bestellprozess für den Supersportwagen online unter fordgt.com ausgesetzt.

Nur 250 Ford GT pro Jahr

Pro Jahr will der US-Autohersteller 250 Exemplare bauen. Eine Erweiterung der Stückzahl über die angekündigten 250 Stück hinaus ist immerhin in Aussicht gestellt. Durch das Bewerbungsverfahren soll garantiert werden, dass jedes einzelne Modell in die richtigen Hände gerät. Kein Promi- oder Millionärsbonus also. Volle Taschen allein genügen nicht. Wie die „Detroit News“ schreibt, sollen bereits einige Interessenten der Ford-Führungsetage Blankoschecks vor die Nase gehalten haben. Alle abgelehnt. Wobei der Preis nicht von schlechten Eltern ist: rund 450.000 Dollar in den USA und zwischen 500.000 und 550.000 Euro in Europa soll er kosten.

Ford GT Detroit 2017Foto: Detroit
Ja, endlich, wir sitzen im Ford GT.

Ford will treue Langzeit-Kunden belohnen

Jeder muss sich durch die Online-Bewerbung kämpfen. Kaufinteressenten werden dort unter anderem einige Fragen gestellt. Zum Beispiel: Wie viele Autos Sie von Ford besitzen? Wie aktiv Sie in den sozialen Netzwerken sind? Wie oft Sie planen, mit dem Ford GT zu fahren? Treue Ford-Kunden und/oder Interessenten, die bereits ein Ford GT-Vorgängermodell, das zwischen die zwischen 2004 und 2006 gebaut wurde, ihr Eigen nennen, haben grundsätzlich bessere Karten, sagt Ford. Und es soll garantiert werden, dass der GT artgemäß bewegt wird, nicht in einem Museum oder einer Garage verstaubt, und stets auf Social-Media-Plattformen präsent ist. Sprich: Der Ford GT soll im Gespräch bleiben.

Geldgeier, die nur an einem Kauf interessiert sind, um den Supersportler dann für weit mehr Asche zu verticken, sollen durch eine Vertragsklausel abgeschreckt werden. Demnach muss sich jeder Bewerber verpflichten, den Ford GT für einen bestimmten Zeitraum nicht zu verkaufen.

Interessenten müssen sich bis spätestens Donnerstag, 12. Mai 2016, 23.59 Uhr, offiziell bewerben. Die erhalten dann innerhalb von24 Stunden eine Bestätigungsmail, dass ihre Bewerbung eingegangen ist. Die ersten Kundenfahrzeuge sollen noch in diesem Jahr ausgeliefert werden. Der heute gestartete Bewerbungsprozess bezieht sich auf die Produktion der ersten zwei Jahre – somit geht es nun weltweit nur um insgesamt 500 Ford GT-Exemplare. Nach Bestätigung des Kaufinteresses tritt dann der „Ford GT Concierge-Service“ auf den Plan. Der steht Käufern beim Abschluss des konkreten Kaufvertrages und bei der Auslieferungdes Fahrzeugs – auf Wunsch auch vor die Haustüre- helfen und auch nach der Fahrzeugübergabe mit Rat und Tat zur Verfügung.

In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen den geheimen Keller, indem der Ford GT entstand.

Ford GT 2016, Konfigurator, 04/2016Foto: Ford Motor Company
Zwischen 500.000 und 550.000 Euro kostet der Ford GT.

Die Technik des Ford GT – was bislang bekannt ist

Exakte Daten lässt sich Ford derzeit zum GT nicht entlocken. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Ford mit mehr als 200 Meilen pro Stunde (gut 321 km/h) an, die Leistungsangabe für den 3,5-Liter-Biturbo-V6 liegt seit Monaten bei „mehr als 600 PS“.

Damit steht und fällt auch das Gewicht, denn der Hersteller verspricht „eines der besten Leistungsgewichte für Serienfahrzeuge“. Und es lässt viel Spielraum für Kaffeesatzleserei: Ist der Koenigsegg One:1 ein Serienauto? Der muss nur 1 Kilogramm pro PS tragen. Dann wäre der GT nur gut 600 Kilo schwer – das klingt unwahrscheinlich. Aber die 2kg/PS könnte der Ford wie beispielsweise ein Porsche 918 Spyder ohne Allrad- und Hybridantrieb aber mit Karbon-Monocoque unterbieten. Dann wöge er etwa 1200 Kilogramm – schon eher glaubhaft für ein Auto, das zuerst als GT-Rennwagen entwickelt wurde. Als solcher hat der Ford GT die GTE-Pro-Klasse bei den 24 Stunden von Le Mans 2016 gewonnen. Wie vor 50 Jahren gegen Ferrari. Dabei dürfte ein niedriges Gewicht hilfreich gewesen sein, denn das verbessert nicht nur die Längs- sondern auch die Querdynmaik.

Gut für die Querdynamik des Serienautos werden eine teils aktive (Heckflügel) Aerodynamik, üppige Karbonbremsscheiben und Brembo-6-Kolben-Sätteln in den 20-Zoll-Felgen sein. Sie federn über einen einstellbaren Drehstab und eine Pushrod-Aufhängung. Das Höhenniveau ist ebenfalls einstellbar. Für die Verbindung zur Straße sorgen 325er (hinten) Michelin Pilot Super Sport Cup 2.

Die Kraftübertragung übernimmt ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, das quasi verzögerungsfreie Gangwechsel ermöglichen soll.

Den Mittelmotor-V6 füttert eine Kombination aus Saugrohr- und Direkteinspritzung, was das nutzbare Drehzahlband besonders breit machen soll und das Ansprechverhalten „eindrucksvoll“. Den Ventiltrieb des V6-Biturbo besorgen reibungsoptimierte Kipp- bzw. Schlepphebel. Bei einem Langstreckenrenner, so Ford, kann eine gute Effizienz ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein. Für die Straßenversion des GT nennt der Hersteller einen „voraussichtlichen“ Kraftstoffverbrauch von 15,0 (innerorts), 6,6 (außerorts), 9,7 (kombiniert) Liter pro 100 Kilometer – und voraussichtliche CO2-Emissionen 225 g/km. Das ist für den Flottenverbrauch der Marke nur deshalb irrelevant, weil die Stückzahl klein bleiben wird, aber für ein so schnelles Auto klingt unter 10 Liter tatsächlich mehr als fair.

Den glücklichen Kunden dürfte dieser Wert allerdings völlig egal sein – erreichen werden sie ihn ohnehin nie, denn der GT ist auch als Serienauto für die Rennstrecke gemacht – und da ergeben sich ganz andere Werte. Drum schreibt Ford auf der GT-Seite vorsorglich: „Der Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen eines Fahrzeuges hängen nicht nur von der effizienten Ausnutzung des Kraftstoffs durch das Fahrzeug ab, sondern werden auch vom Fahrverhalten und anderen nichttechnischen Faktoren beeinflusst.“

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Neuester Kommentar

@Marco,

macht das so viel Spaß, weil man das juvenile Vokabular bevorzugt, oder weil man sich nicht mehr mit langweiligen Datenblättern beschäftigen muss, die in der AMS leider immer seltener werden?
Solche Fakten nerven doch nur, ein bißchen ChiChi hier, ein paar schnoddrige Bemerkungen dort, das reicht doch, oder etwa nicht?

I.Ü. befindest Du Dich im Kardinalirrtum, wenn Du meinst, dass die AMS erst jetzt zu einem solchen generationsaffinen Sprachstil gefunden hätte, den hatte sie schon immer, nur jetzt ist es eben "Deine" Sprache, damals war es unsere! :-)

Mmanetto-X 13. Januar 2017, 10:42 Uhr
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