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Neuer großer Peugeot für 2008

Beau revoir

Foto: Mark Stehrenberger 2 Bilder

In zwei Jahren ersetzt Peugeot den 607 durch den 608, der mit stilistischer Rasse, Sportlichkeit und technischen Innovationen den Auftritt der französischen Marke in der oberen Mittelklasse wiederbeleben soll. Der große Peugeot wird erstmals in der gleichen Fabrik wie sein Schwestermodell Citroën C6 gefertigt.

16.02.2006

So erfolgreich Peugeot mit Klein- und Kompaktwagen à la 206 und 307 agiert, so glücklos sind die Bemühungen, in der oberen Mittelklasse Fuß zu fassen. Denn auch dem seit Frühjahr 2000 produzierten 607 blieb es versagt, in diese von deutschen Konkurrenten wie Audi A6, BMW Fünfer-Reihe und Mercedes E-Klasse beherrschte Domäne nachhaltig einzudringen. Selbst im besten Verkaufsjahr (2001) erreichten die europäischen Zulassungszahlen des 607 nicht mehr als 34.000 Einheiten - sie sackten danach auf 14.000 (2004) ab, um im letzten Jahr - beflügelt durch ein leichtes Facelift und den famosen 2,7-Liter-V6-Turbodiesel – auf wenigstens 17.500 zu steigen.

Zum Vergleich: Jeder der drei deutschen Wettbewerber lag 2005 europaweit über 125.000 Einheiten, selbst der hoch betagte Saab 9-5 verkaufte sich besser als der Peugeot 607, der nur das interne französische Duell mit dem stilistisch schrägen Renault Vel Satis (7.000 Verkäufe) für sich entscheiden konnte.

Doch im nächsten Anlauf, der nicht turnusgemäß nach siebenjähriger Laufzeit 2007 zu erwarten ist, sondern erst 2008, weil nächstes Jahr die Neuauflage des wichtigeren Volumenmodells 307 (heißt dann 308) Vorrang hat, soll wieder mal alles besser werden. Das dachten die Peugeot-Leute allerdings auch beim Wechsel vom 605 zum 607, der als Erbteil seines Vorgängers noch die alte Bodengruppe mitschleppen muss.

Radstand vom C6, aber keine Hydropneumatik

Doch beim 608 wird PSA zumindest kostenseitig besser dastehen als beim 607, weil das neue Peugeot-Flaggschiff erstmals in der gleichen Fabrik (Rennes La Janais) gefertigt wird wie das Schwestermodell C6 von Citroen. Möglich macht dies die sogenannte PF3-Plattform des PSA-Konzerns, die modular aufgebaut und so flexibel ist, dass sie so unterschiedliche Modelle wie 608 und C6, aber auch Peugeot 407 und Citroën C5 tragen kann.

Der Radstand des 608 wächst wie beim C6 um zehn Zentimeter auf 2,90 Meter, was den Proportionen und dem Innenraumangebot zugute kommt. Während Citroën beim C6 auf Eleganz und Komfort setzt, soll der 608 eine sportliche Note in die gehobene Mittelklasse tragen. Deshalb ist die gut 4,90 Meter lange Karosserie analog zum Mercedes CLS wie ein Coupé geformt, obwohl auch weiterhin vier Türen Zutritt zum Interieur gewähren.

Technisch muss zwar beim großen Peugeot auf die hydropneumatische Federung, die der PSA-Markenstrategie folgend Citroën vorbehalten bleiben soll, verzichtet werden. Aber der Fortschritt wird in Form von Spurhalte-Assistent, automatischem Abstandsradar mit Notbremsfunktion, Nachtsichtgerät, festplattenbasiertem Navigationssystem, elektronischem Chipkarten-Schließ- und Startsystem sowie einem neuen turbogeladenen V6-Motor mit Direkteinspritzung und knapp 300 PS Einzug halten.

Der 2,7-Liter-V6-HDI bleibt natürlich im Programm, hat aber in puncto Hubraum, Leistung (ca. 220 PS) und Drehmoment noch weiteres Potenzial nach oben. Ob der zurzeit gemeinsam von PSA und Ford vornehmlich für Land Rover und Jaguar entwickelte, auf dem V6 basierende V8-HDI auch im Peugeot 608 zum Einsatz kommt, ist deshalb fraglich.

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