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Neuer Hyundai Tucson (2015)

ix35-Nachfolger kostet ab 22.400 Euro

Hyundai Tucson in Genf Foto: Stefan Baldauf 18 Bilder

Ab Sommer 2015 ersetzt der Hyundai Tucson den ix35, dessen Vorgänger auch Tucson hieß. Alles klar? Auf dem Genfer Autosalon wird er vorgestellt. Eine erste Sitzprobe zeigt, wie gefährlich der neue Hyundai-SUV den Platzhirschen Tiguan & Co. werden kann.

29.06.2015 Heinrich Lingner Powered by

Vielleicht verraten wir Ihnen am Anfang einiges über Tucson, das Sie noch nicht wussten. Etwa dass am 20. März 1882 am Bahnhof der Kleinstadt in Arizona Wyatt Earp und Doc Holliday den Banditen und Cowboy Frank Stilwell erschossen, weil sie ihn des Mordes an Earps Bruder Morgan verdächtigten. Klingt wie ein Western-Plot, ist aber eine historische Begebenheit und hat mehr mit dem Hyundai gleichen Namens zu tun, als man meint. Tucson klingt nach Wildem Westen, Abenteuer, Sonnenuntergängen in der Wüste und Lagerfeuern, ähnlich wie die Modellbezeichnungen Santa Fé, Santa Cruz und Veracruz. Daher benannte man bei Hyundai alles Grobstollige mit Wildwest-Namen, "Tucson" versprüht einen Hauch Wildwest-Romantik, selbst wenn der Betrachter nichts vom Schicksal der Brüder Earp, des tuberkulosekranken Zahnarztes John Henry Holliday oder des glücklosen Postkutschenräubers Frank Stilwell weiß.

IAA 2015, Hyundai Tucson
Neuer Hyundai Tucson feiert Premiere auf der IAA 2015 1:11 Min.

Hyundai Tucson mit neuer Designsprache

Vergessen wir also ix35, selbst wenn die anderen Hyundai-Modelle ihre i-Nomenklatur behalten. Das Design des Hyundai Tucson jedenfalls hat wenig Romantisches an sich, es ist flüssig, elegant, eher zurückhaltend als aufdringlich und weniger verspielt als beim ix35. Viel Aufhebens machen sie ja um den hexagonalen Grill, das neue Erkennungszeichen der Marke, das bereits von der Designstudie Santa Cruz und dem aktuellen Santa Fé bekannt ist. Analog zur Tigernase von Kia soll es die kommenden Hyundai-Generationen auf Anhieb erkennbar machen. Vermutlich werden sich irgendwann die Autohistoriker drüber streiten, wer diese Art des eckigen Grills erfunden hat: Audi, Ford, Maserati, Aston Martin, alle spielen mit ähnlichen Motiven, die Hyundai-Version wirkt am Tucson ähnlich gefräßig wie bereits bei der Pickup-Studie Santa Cruz.

"Zusammen mit dem Santa Fé ist der neue Tucson ein wichtiger Schritt in Richtung einer neuen Marken-DNA von Hyundai“, sagt Konzern-Designchef Peter Schreyer, der seit 2013 für Kia und Hyundai zuständig ist. "Das Auto wirkt erwachsener, robuster, erklärt er weiter, "hat aber dennoch eine sportliche Natur."

Da ist was dran, der Hyundai Tucson sieht ganz wertfrei betrachtet gut gearbeitet und solide aus. Ob sich freilich jemand nur wegen des Designs für einen Tucson statt für einen Tiguan, Yeti oder auch Sportage entscheidet, das sei mal dahingestellt. In dieser Klasse zählen schließlich ebenso harte Fakten und Zahlen, etwa das Raumangebot innen. Dazu gibt Hyundai nur wenig exakte Werte bekannt, man darf jedoch spekulieren, dass es etwas üppiger sein wird als beim Vorgänger, immerhin ist der Tucson in fast jede Richtung um ein paar Millimeter gewachsen.

Hyundai Tucson ist größer als ix35

65 Millimeter länger ist der Hyundai Tucson geworden, 30 breiter, allerdings auch 15 Millimeter flacher, was aber ausreichen sollte, um den Laderaum des ix35 (465 - 1.438 Liter) leicht zu übertreffen. 513 Liter sollen nun in den Tucson-Kofferraum passen, womit er im Konkurrenzumfeld (Yeti: 405 - 1.580 Liter, Tiguan: 470 - 1.510 Liter) sehr gut dasteht. Leicht gewachsen (um drei Zentimeter) ist auch der Radstand, der Zuwachs kommt vor allem den Insassen im Fond zugute.

Die Größe ist dem Hyundai Tucson anzusehen, stämmiger steht er da, wirkt deutlich wuchtiger als der ix35. Ein Eindruck, der sich bei der Sitzprobe fortsetzt. Es ist luftiger, vorn und hinten scheint das Platzangebot deutlich gewachsen, Kopffreiheit ist ohnehin kein Problem. Gut erreichbare Kindersitzbefestigungen für alle drei Rücksitze (Isofix auf den beiden äußeren) vervollständigen den Eindruck eines kompetenten Familienwagens. Die Fondsitzlehnen lassen sich in der Neigung verstellen und natürlich zu einem Ladeboden flach legen, der zwar nicht eben, jedoch weitgehend stufenlos ist.

Neuer Turbobenziner mit 176 PS

Auf der Höhe der Zeit zeigt sich ebenso die Ausstattung. Der Hyundai Tucson kann mit zahlreichen Sicherheitsassistenten aufwarten, unter anderem dem Notbremssystem AEB (Autonomous Emergency Braking), das in drei Modi (Fußgänger, City und Überland) eine automatische Bremsung auslöst, sobald es zu hohe Annäherungsgeschwindigkeiten an Verkehrsteilnehmer oder Hindernisse registriert.

Ebenfalls an Bord des Hyundai Tucson sind ein Spurhalteassistent mit Lenkeingriff, eine aktive Einparkhilfe und der Fußgängerschutz beim Rückwärtsfahren RCTA (Rear Cross Traffic Alert). Die Funktionen lassen sich über Lenkradtasten aufrufen, wie überhaupt die Bedienung einen recht aufgeräumten und logischen Eindruck macht.

Fünf Motorisierungen werden zum Marktstart des Hyundai Tucson zur Wahl stehen, eine davon ist neu: der 176 PS starke 1,6-Liter-T-GDI-Benziner, der den Zweiliter mit 166 PS ersetzt. Er kommt mit Sechsgang-Schaltgetriebe oder Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, das es bereits in den neuen Versionen von i30 und i40 gibt. Neu auch der Zweiliter-Diesel mit 184 PS, die bewährten Diesel mit 115 und 136 PS bleiben im Programm.

Die Preise für den Hyundai Tucson starten bei 22.400 Euro für den 1.6 GDi in der Version Classic. Das ist im Tiguan-Umfeld eine Ansage, viel preiswerter kann es da keiner, wenn man vom Duster absieht. Alle in Europa verkauften Hyundai Tucson sollen übrigens in Europa vom Band laufen. Gemeint ist damit das Hyundai-Werk im tschechischen Nosovice, in dem der i30, der ix20 sowie noch der alte ix35 gebaut werden. Da klingt der Name Tucson schon wesentlich besser, selbst wenn Nosovice an der Schnellstraße 48 von Frydek-Mistek nach Cieszyn liegt und nicht an der Interstate 10 von El Paso nach Phoenix.

Fazit

Mit dem neuen Tucson macht Hyundai einen weiteren Schritt nach vorn, das Auto wirkt bei der ersten Begegnung kompetent, geräumig und qualitativ ansprechend. Wenn er dann noch etwa das Preisniveau des Vorgängers hält, dürfte er ebenfalls zum Erfolgsmodell werden. Sollten zudem die Abstimmungsschwächen bei Fahrwerk und Lenkung, die dem ix35 zu eigen waren, beseitigt sowie das Motorenangebot vergrößert werden, dann wird der Tucson in der Kompakt-SUV-Klasse ein recht gewichtiges Wort mitreden.

Anmerk. der Redaktion: Die Preise wurden am 30.6. nachträglich von Hyundai angepasst - hinzu kamen weitere Angebote in der Linie Trend, einige Preise für den 1.6 T-GDI wurden erhöht.

Hyundai TucsonClassicTrendStylePremium
1.6 GDi 2WD MT22.400 €24.900 €--
1.6 T-GDi 2WD MT-27.650 €30.350 €-
1.6 T-GDi 4WD MT-29.550 €32.250 €34.450 €
1.6 T-GDi 4WD DCT-31.350 €34.050 €36.400 €
1.7 CRDi 2WD MT24.75027.250 €29.950 €-
2.0 CRDi (136 PS) 2WD MT-29.300 €32.000 €-
2.0 CRDi (136 PS) 4WD MT-31.200 €33.900 €-
2.0 CRDi (136 PS) 4WD AT-33.000 €35.700 €-
2.0 CRDi (184 PS) 4WD MT--35.700 €37.900 €
2.0 CRDi (184 PS) 4WD AT--37.500 €39.850 €
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