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Neuer Jaguar i-Pace Concept

Elektro-SUV kommt 2018 auf den Markt

11/2016 Jaguar i-Pace Elektroauto Sperrfrist 15.11. Foto: Jaguar/Nick Dimbleby 30 Bilder

Jaguar baut ein SUV mit reinem Elektroantrieb. Eine Studie steht in Los Angeles, die Serienversion soll schon 2017 debütieren. 2018 soll der i-Pace mit gut 500 Kilometer Reichweite bereits auf den Markt kommen. Wir konnten bereits Probe sitzen.

15.11.2016 Gerd Stegmaier Powered by

Elektro-SUV schießen grad wie Pilze aus dem Boden. Das Model X rollt schon richtig auf den Straßen, aber auch die anderen Hersteller werfen mit Elektro-SUV-Ideen um sich. Der Audi Q6 und der Mercedes EQ sollen 2018 kommen, ein elektrischer BMW X3 ist für 2019 angekündigt.

11/2016 Jaguar i-Pace Elektroauto Sperrfrist 15.11.Foto: Jaguar/Nick Dimbleby
Bereits die Studie erfüllt den Jaguar-Premiumanspruch.
11/2016 Jaguar i-Pace Elektroauto Sperrfrist 15.11.
Neuer Jaguar I-PACE Concept 34 Sek.

Jaguar i-Pace soll schon 2018 in Serie gehen

Jaguar sagt jetzt, bis zum eigenen E-SUV ist es nur mehr ein Katzensprung und zieht mit den Genannten mindestens gleich. Dabei folgt der i-Pace dem gängigen Muster der neuen Fahrzeugklasse: Eine (90 kWh) große und schwere Batterie nimmt im Fahrzeugboden zwischen den Achsen Platz, in die jeweils ein Elektromotor integriert ist, so dass der i-Pace Allradantrieb hat. Vielleicht besser so, denn das maximale Drehmoment gibt Jaguar mit 700 Newtonmeter an, die E-Auto typisch ab 0 Umdrehungen anliegen. 400 PS sollen den i-Pace in rund vier Sekunden aus dem Stand 100 km/h schnell machen. Über die Höchstgeschwindigkeit schweigt sich Jaguar genauso aus wie über das Gewicht.

Die Batterie mit der Kapazität equivalent zu der in einem Model X P90 soll für mehr als 500 Kilometer Reichweite nach NEFZ sorgen. Spätestens seit dem Opel Ampera-e offenbar eine Art Gardemaß für Elektroautos, aber eben auch nichts Besonderes mehr. Dem deutlich kleineren und sicher entsprechend leichteren Opel genügt dafür übrigens eine 60 kWh Batterie, aber er hat auch nur halb so viel Leistung und reinen Frontantrieb. Teslas Model X 90D schafft 489 Kilometer.

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Sitzprobe Jaguar i-Pace

Die in L.A. vorgestellte Studie zeigt sich schon beinahe auf Serienniveau. Wir würde die Quote bei 95 % ansiedeln. Die Verarbeitung ist gut, die Materialien sind wertig. Der i-Pace verdient das Prädikat „premium“. Der Innenraum des i-Pace bietet viel Platz, allerdings scheint in der Dachhöhe noch nicht das finale Maß erreicht zu sein. Bei 1,77 Meter Körpergröße kommt einem das Dach doch schon ziemlich nah. Da wird sich bis zum Serienstart irgendwann 2018 sicher noch etwa tun.

11/2016 Jaguar i-Pace Elektroauto Sperrfrist 15.11.Foto: Jaguar/Nick Dimbleby
Die Dachhöhe dürfte zum Serienstart 2018 noch zulegen.

Auch die Innenraumgestaltung scheint noch nicht final zu sein. „Das i-Pace-Interieur ist eine Blaupause für alle künftigen Jaguar-Modelle“, erklärt Jaguar-Designer Ian Callum. Ein wenig wird aber noch nachgefeilt. So dürften es die Sitze beispielsweise nicht in die Serie schaffen. Der Kühlergrill mit den Glaselementen soll dagegen alle künftigen Jaguar-E-Modelle zieren.

Jens Katemann

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Elektro-Auto-Layout bringt viel Platz im Jaguar i-Pace

Der i-Pace wird mit 4,68 Meter etwa so lang wie ein Skoda Kodiaq, 1,90 Meter breit und 1,65 Meter hoch. Zum Vergleich: Damit ist der i-Pace etwa 5 Zentimeter kürzer, 4 schmaler und satte 9 Zentimeter flacher als der F-Pace. Der cW-Wert ist mit 0,29 dennoch nur Durchschnitt. Beim Platzangebot hingegen profitiert der in der Designsprache des F-Pace aber mit flacherer Front und coupéartigem Heck gestaltete i-Pace von der Batterie im Fahrzeugboden: Das Layout erlaubt nämlich enorme 3,02 Meter Radstand (15 Zentimeter mehr als beim F-Pace!).

Das könnte den bis zu 5 Passagieren fürstliche Platzverhältnisse bescheren – schließlich herrscht daran schon im ersten Jaguar-SUV kein Mangel. Und weil der E-Motor vorn deutlich weniger Platz beansprucht als ein Verbrennungsaggregat – mit vergleichbarer Leistung müsste es schon der aufgeladene V6 aus dem F-Pace S (380 PS) sein – kann das Passagierabteil sich weiter bis zur Vorderachse ausdehnen, was optisch an der weit nach vorn reichenden Windschutzscheibe erkennbar ist. Für den i-Pace versprechen die Briten hinten Knieraum wie bei einer Luxuslimousine, hinter den Rücksitzen 530 Liter Gepäckraumvolumen. Zusammen mit einem zweiten Kofferraum unter der Fronthaube könnte der i-Pace auf F-Pace Niveau kommen – der schafft 650 Liter.

Agiles Handling mit konventionellem Fahrwerk

Die gute Raumausnutzung soll keine Nachteile fürs Fahrwerk haben: Vorne führen die von Jaguar bekannten Doppelquerlenker, hinten eine Mehrlenkerachse die 23-Zoll-Räder. Im Verein mit dem tiefen Schwerpunkt (Batterie im Boden) und der Massenkonzentration zwischen den Achsen soll das Handling auffallend gut sein.

Zur Bedienung können i-Pace-Kunden auf zwei Touchscreens (oben und unten auf der Mittelkonsole) zurückgreifen. Auch die Instrumente vor dem Lenkrad ersetzt ein 30 Zentimeter breites Display.

Der Preis ist heiß

Die Karosserie des i-Pace wird wie bei den modernen Jaguar-Modellen üblich weitgehend aus Alu bestehen, das Heck ist sogar aus ein Verbundwerkstoff. Die Batterie will Jaguar selbst entwickelt haben, wobei das vermutlich eher Aufbau, Anordnung und Kühlung als die Zellen selbst betrifft. Bei so viel neuartigem Hightech würde man einen gesalzenen Preis und einen weiteres Elektro-Leuchtturm-Projekt vermuten. Aber die Briten wollen ihren neuen Crossover für 70.000 bis 80.000 Euro anbieten. Das könnte zwar etwa das Doppelte dessen sein, was Opel für den Ampera-e verlangen dürfte. Aber im Vergleich zum deutlich größeren Tesla Model X sind das 36 Prozent weniger. Und auch mit Blick auf den konventionell angetriebenen F-Pace wäre das eine eher günstige Relation: Mit 380 PS kostet der 76.350 Euro.

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