Dachte man an Jaguar, so war neben dem E-Type immer der XJ das Synonym für die britische Luxusmarke. Klassische Limousinenform, filigranes Dach, Doppelscheinwerfer vorn sowie eine markant geformte Motorhaube und ein ebenso markantes Heck.
Der neue Jaguar XJ tritt mit einem Fließheck an
Mit dem neuen XJ wirft Jaguar diese über zahlreiche Modellgenerationen gehegte und gepflegte Traditionen über Bord. Der neue XJ darf gänzlich anders sein, tritt in die Fußstapfen, die der XK und zuletzt der XF vorgegeben haben.
Aus dem klassischen Stufenheck wurde ein Fließheck mit Coupé-Anmutung, das in seiner Gestaltung stark an das Bentley Continental Coupé erinnert. Um die Flanken herumgezogene LED-Rücklichteinheiten setzen hier die Akzente. Das Gesicht mit Xenon-Scheinwerfern und Maschendraht-Grill wiederum scheint der XJ direkt vom XF übernommen zu haben. Markant sind die bis weit ins Dach hineingezogene Frontscheibe, die direkt in ein Panorama-Glasdach übergeht und die um die C-Säulen herumgezogene Heckscheibe.
Jaguar XJ: Marktstart 2010 mit zwei Radständen
Unter dem Blech setzt der Jaguar XJ weiter auf einen Aluminium-Space-Frame, der gegenüber der Konkurrenz rund 150 Kilogramm Gewichtsvorteil bringen soll und der schon ab Marktstart Anfang 2010 in zwei Radständen angeboten wird. Die 125 zusätzlichen Millimeter der XJ-Langversion werden dabei vollständig den Fondpassagieren zugeschlagen. Der Kofferraum fasst in beiden Varianten 520 Liter.
Ebenfalls mit an Bord des neuen XJ: eine Luftfederung mit adaptiven Dämpfern sowie ein elektronisch gesteuertes Differenzial.
Drei Motoren für den Jaguar XJ
Für Vortrieb im neuen XJ sorgen dagegen alte Bekannte. Basistriebwerk und einziger Diesel ist der Dreiliter-Biturbo-V6 (Fahrbericht Jaguar XF 3.0 Diesel) aus dem XF, der es auf 275 PS und 600 Nm bringt. Dieser soll den XJ in 6,4 Sekunden von Null auf 100 km/h beschleunigen und im Mittel 7,0 Liter konsumieren. Der CO2-Ausstoß des nach Euro 5 eingestuften Selbstzünders liegt bei 184 g/km.
Als Basisbenziner kommt ein direkteinspritzender Fünf-Liter-V8 mit 385 PS zum Einsatz. Dieser sorgt für eine Spurtzeit von 5,7 Sekunden und einen Durchschnittsverbrauch von 11,4 Liter (269 g CO2/km). Top-Motor wird der Fünfliter-V8 mit Kompressoraufladung (zum Fahrbericht Jaguar XKR 5.0), der dann 510 PS bereitstellt. Dieser soll in 4,9 Sekunden von Null auf 100 km/h stürmen und im Mittel 12,1 Liter (289 g CO2/km) konsumieren. Beide V8 erfüllen die Euro 5-Abgasnorm. Alle Triebwerke werden an eine Sechsstufen-Automatik gekoppelt.
Jaguar XJ-Innenraum mit klassischem Luxus und futuristischen Displays
Im Innenraum erwartet die XJ-Fahrer ein Ambiente aus Edelhölzern und Leder. Auf der Mittelkonsole wartet der aus dem XF und dem XK bekannte Drive-Selector zur Steuerung der Automatik - die auch über Schaltpaddel am Lenkrad bedient werden kann - und ein großer Touchscreen mit getrennter Anzeige für Fahrer und Beifahrer. Anstelle der klassischen analogen Rundinstrumente sorgt im XJ nun ein großes Display vor dem Fahrer für dessen Grundinformationsversorgung. Altmodisch und damit analog bleibt allerdings die Uhr auf dem Armaturenbrett.
Hightech bietet dagegen das Sound-System in neuen XJ, das den Briten nicht nur kompatibel für allerlei Zusatzgeräte macht, sondern auch in einen rollenden Konzertsaal verwandelt. Die Fondpassagiere dürfen gegen Aufpreis zudem über ein eigenes Entertainmentsystem verfügen.
Zu den Grundpreisen des XJ an sich, hat sich Jaguar noch nicht geäußert. Dennoch darf der neue XJ ab sofort bestellt werden. Einem größeren Publikum wird der neue Jaguar XJ dann auf der IAA in Frankfurt präsentiert.






