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Neuer Konflikt zwischen VW-Betriebsrat und Porsche

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh hat einem Bericht des "Focus" zufolge mehr Investitionen bei Europas größtem Autobauer gefordert. Wie das Nachrichtenmagazin meldet, pochte Osterloh in einem vertraulichen Brief an Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch auf höhere Ausgaben, um wie geplant Toyota im Jahr 2018 überholen zu können.

26.05.2008

Investitionsbegrenzung stünde diesen Erfordernissen entgegen. Es seien bereits "wirtschaftliche und zukunftsträchtige Produkte aufgrund ihres hohen Investitionsbedarfes" abgelehnt worden, zitiert der "Focus" aus dem Schreiben. Dadurch gefährde VW die Unternehmensziele.

Mit seinem Vorstoß attackiert Osterloh vor allem Porsche. Auf Betreiben des Großaktionärs hatte der VW-Aufsichtsrat im November 2007 entschieden, die Investitionsquote auf unter sechs Prozent des Umsatzes zu halten. Ein Porsche-Sprecher sagte am Sonntag (25.5.), der Sportwagenbauer kommentiere grundsätzlich keine Angelegenheiten des VW-Aufsichtsrates. "Sollte es aber eine solche Entscheidung gegeben haben, ist es eine Entscheidung des gesamten Aufsichtsrates."

Osterloh kritisierte: "Die einseitige Fokussierung auf Kapitalrenditeziele begrenzt den unternehmerischen Handlungsspielraum unseres Konzerns." Bei der nächsten Aufsichtsrat-Sitzung im Juli wolle er die bisherige Obergrenze für Investitionen kippen und Mehrausgaben durchsetzen.

"Aufsichtsratsangelegenheiten werden wir nicht kommentieren", sagte VW-Konzernbetriebsratssprecher Gunnar Kilian. Richtig sei, dass der Konzernbetriebsrat von VW den Kurs von VW-Chef Martin Winterkorn voll und ganz mittrage. Das habe Osterloh stets betont. "Wenn wir Toyota überholen wollen, dann müssen wir wachsen", sagte Kilian. Synergien zwischen Marken und Fahrzeugen müssten konsequent genutzt werden. Winterkorn verfolge genau dieses Ziel. "Jeder Euro, den wir heute in diese Strategie Winterkorns investieren, wird sich in der Zukunft doppelt und dreifach bezahlt machen", sagte Kilian. Das sei für die Aktionäre, für die Kunden und für die Beschäftigten gut.

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