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Land Rover Discovery (2017)

Die SUV-Familie wächst

Sitzprobe Land Rover Discovery Foto: auto motor und sport 53 Bilder

Land Rover wird die 5. Generation des Land Rover Discovery 2017 auf den Markt bringen. In Paris feierte der Siebensitzer Premiere. Die Preise für den neuen SUV starten bei 50.500 Euro.

11.10.2016 Uli Baumann 1 Kommentar Powered by

Die Land Rover Discovery-Familie wächst: Nach dem Discovery Sport, der den Freelander ersetzt, schiebt die britische Marke nun den neuen Discovery nach. Premiere feiert der auf dem Autosalon in Paris. Die Zielvorgabe für die 5. Generation war präzise und anspruchsvoll: Der neue Discovery will der beste Familiengeländewagen der Welt sein.

Um dieses Ziel zu erreichen, blieb beim neuen Land Rover Discovery kein Blech auf dem anderen. Die Leiterrahmenkonstruktion des Vorgängers ist passé, der Neue setzt auf eine selbsttragende Karosserie aus Aluminium. Allein das soll 480 kg Gewicht einsparen. Mit mindestens 2.099 kg wird aber auch der neue Disco nicht zu einem Leichtgewicht. Der Discovery bedient sich dabei der neuen Alu-Plattform (PLA – Premium Lightweight Architecture), die bereits vom Range Rover und Range Rover Sport verwendet wird. Der Land Rover-Neuling ist 4.970 Millimeter lang, mit Außenspiegeln 2.220 Millimeter breit und 1.846 Millimeter hoch. Damit wurde das neue Modell 141 Millimeter länger als sein Vorgänger, zugleich aber schmaler und flacher. Der nochmals um 38 auf 2.923 Millimeter gewachsene Radstand kommt in erster Linie den Passagieren zugute.

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Sitzprobe Land Rover Discovery

Ein bisschen Hochstemmen und auf dem Fahrersitz Platz genommen: Der Ausblick von der hohen Sitzposition durch die große Frontscheibe nach vorn gibt ein riesiges Blickfeld frei, zumal der randlose Innenspiegel vergleichsweise klein ausfällt. Das hintere Ende des Discovery ist zwar weit weg, aber auch die Heckscheibe ist üppig dimensioniert und erlaubt einen guten Überblick nach hinten – wenn die Kopfstützen in der zweiten Reihe umgeklappt sind. Sonst ragen die Stützen weit ins Sichtfeld. Unendlich breit füllt die Mittelkonsole den Platz zwischen den beiden Vordersitzen. Auf ihr sitzt der große Schaltstufen-Drehknopf und weiter hinten der deutlich kleinere und angenehm greifbare Drehknopf für die Geländeprogramme. Das Lenkrad fällt durch seine klar strukturierten und schick durchdesignten Bedienknöpfe auf. Überall lauern Ablagen, selbst die Bedientafel für die Klimaregulierung lässt sich nach vorne klappen und gibt ein verstecktes Fach frei.

Sitzprobe Land Rover DiscoveryFoto: auto motor und sport
Die zweite Ladeklappe lässt sich prima nutzen.
Land Rover Discovery
Sitzprobe Land Rover Discovery 1:18 Min.

Vorne haben auch 1,90 Meter große Menschen noch eine über zehn Zentimeter hohe Luftsäule über dem Kopf, in der zweiten Reihe etwas weniger. Aber nicht umsonst hat der Discovery auf Höhe der zweiten Reihe eine Stufe im Dach – so können die Insassen dank erhöhter Sitzposition nach vorne rausschauen und trotzdem noch Kopffreiheit genießen. Die zweite Reihe lässt sich um 16 Zentimeter in Längsrichtung verschieben, was entweder die Beinfreiheit in der zweiten oder der dritten Reihe erhöhen kann.

Ab zu Reihe drei: Auch hier finden sich USB-Ladebuchsen. Land Rover ist technisch im Jetzt angekommen: Bis zu neun USB-Buchsen und bis zu sechs 12-Volt-Buchsen sind im Wagen verteilt. Der LTE-WLAN-Hotspot verträgt bis zu acht Endgeräte gleichzeitig. Zwei Erwachsene, ebenfalls 1,90 Meter groß, können in der dritten Reihe gut sitzen. Für die Beine wird es erst eng, wenn die zweite Reihe ganz nach hinten verschoben ist. Das Klappen der Sitze geht immer elektrisch und es geht mannigfaltig: In der C-Säule und im Kofferraum sitzen die Bedienknöpfe, zusätzlich kann das Umklappen vom 10-Zoll-Multimediabildschirm oder über eine Smartphone-App aktiviert werden.

Für den Zustieg in die dritte Reihe muss die Rücklehne der zweiten Reihe nach vorne geklappt werden – automatisch kippt auch die entsprechende Lehne des Vordersitzes ein Stück nach vorn. Der sich dann öffnende Zustieg ist nicht ganz so bequem wie beim neuen VW Atlas, aber immer noch okay.

Ganz hinten wartet eine coole Klappe auf Belastung: Bei geöffnetem Kofferraum lässt sich eine mit Filz bezogene Platte elektrisch über die Ladekante klappen. Diese schützt die Ladekante, erleichtert das Beladen und sie hält 300 Kilogramm aus – perfekt für zwei Personen, die draußen in der Natur bei einem Stopp entspannt die Beine baumeln lassen wollen.

Gregor Hebermehl

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Viel Platz und extrem geländegängig

Geblieben ist das Sitzangebot für 7 Passagiere, wobei Land Rover Wert darauf legt, dass selbst in der dritten Sitzreihe Erwachsene bequem reisen können. Die Fondsitze lassen sich per Knopfdruck elektrisch umlegen. Neu ist die Option die Sitzkonfiguration per Smartphone-App fernzubedienen. So lässt sich per Wisch die Ladekapazität auf bis zu 2.500 Liter ausbauen. Bleibt die zweite Sitzreihe stehen, sind es immer noch mehr als 1.231 Liter. Hinter der dritten Reihe bleiben 258 Liter Stauraum. Neu ist der elektrisch betätige Kofferraumassistent. Dabei handelt es sich gewissermaßen um eine zweite, im Kofferraum montierte Heckklappe. Die lässt sich zur Ladungssicherung verwenden oder nach außen umklappen. Dadurch entsteht ein 285 Millimeter langer Überstand, der beispielsweise als Sitzbank oder Ablage dienen kann und mit maximal 300 kg belastbar ist. Durch die große Heckklappe ist deren Bereich immer überdacht. Nett auch die Absenkung der Karosserie per optionaler Luftfederung um 40 mm für leichteres ein- und aussteigen.

Trotz neuem Karosseriekonzept soll der Discovery in seinen Grundfähigkeiten weiter unerschütterlich sein. Mit seiner neuen Integral-Hinterachse, Einzelradaufhängungen rundum, großer Achsverschränkung und großen Rampen- und Böschungswinkeln kommt er mit jedem Gelände zurecht und kann immer noch ordentlich ziehen. Der permanent Vierradantrieb ist im neuen Discovery zudem in zwei Ausführungen lieferbar. Für den härteren Geländeeinsätze mit zweistufigem Verteilergetriebe, Geländeuntersetzung und einer 50:50-Verteilung der Antriebskraft zwischen Vorder- und Hinterrädern. Die einfachere Variante besitzt ein einstufiges Verteilergetriebe mit Torsendifferenzial, das automatisch Antriebskraft an die Achse mit dem besseren Grip weiterleitet. Die Bodenfreiheit wuchs um 43 auf 283 Millimeter, während die Wattiefe gleich um 200 Millimeter auf jetzt 900 Millimeter anstieg. Das Terrain Response 2-System soll zusammen mit der Offroadsteuerung All-Terrain Progress Control (ATPC) Geländetouren erleichtern. Ziehen darf der Disco weiter bis zu 3,5 Tonnen. Und ein erweiterter Anhängerassistent lässt jeden zum Gespannprofi mutieren.

Natürlich verwöhnt der neue Land Rover Discovery auch mit Infotainment-Komfort. Zentrales Bedienelement ist dabei ein 10-Zoll-Touchscreen in der Mittelkonsole. Smartphones mit iOS- oder Android-Betriebssystem können nahtlos eingebunden werden. Internetzugang ist ebenfalls verfügbar. Ein Meridian-Soundsystem verwöhnt die Ohren, neun USB-Anschlüsse und sechs Steckdosen stehen für externe Geräte bereit.

Sitzprobe Land Rover DiscoveryFoto: auto motor und sport
Auch auf der dritten Sitzreihe ist noch Platz für ausgewachsene Redakteure.

Drei Diesel und ein Benziner

Auf der Antriebsseite setzt der neue Discovery auf Vier- und Sechszylinder-Motoren. An der Basis werkeln Vierzylinder-Turnbodiesel mit zwei Liter Hubraum. Im Td4 leistet der Monoturbo 180 PS und 430 Nm, im Sd4 kommt der Biturbo auf 240 PS und 500 Nm. Der Dreiliter-Sechszylinder im Td6 stellt 258 PS und 600 Nm bereit, der Dreiliter-V6-Kompressorbenziner im Si6 kommt auf 340 PS und 450 Nm. Alle Aggregate arbeiten mit einer Achtgangautomatik zusammen.

Reichlich gerüstet zeigt sich der Disco bei den Assistenzsystemen. Das Angebot umfasst Tot-Winkel-Assistent, Verkehrszeichenerkennung, adaptiver Tempomat, Fernlichtassistent, Spurverlassenswarner, 360-Grad-Überwachung, Aufmerksamkeitsassistent, Parkassistent und viele mehr.

Land Rover Discovery ab 50.500 Euro

In den Handel kommt der neue Land Rover Discovery im Frühjahr 2017 in den Ausstattungsvarianten S, SE, HSE und HSE Luxury. Für sämtliche Versionen mit Ausnahme der S-Ausführung kann optional ein Black-Designpaket geordert werden. Die Preise starten bei 50.500 Euro für den Td4 mit 180 PS. der 240 PS starke Sd4 startet bei 54.400 euro. Für den Sechszylinder-Selbstzünder mit 258 PS werden wenigstens 58.800 Euro fällig. Der einzige Benziner kostet ebenfalls ab 58.800 Euro. Die Markteinführung des neuen Discovery befeuert Land Rover zusätzlich mit einem auf 2.400 Einheiten limitierten „First Edition“-Sondermodell. Das lockt unter anderem mit Aluminiumdekoren an Türen, einem Armaturenbrett mit gestalteten Oberflächen, exklusiven Logos, einem besonderen Farbkonzept und einer umfangreichen Ausstattungsliste. Für das Sondermodell mit dem Sechszylinderdiesel liegt der Grundpreis bei 82.900 Euro.

Download Preisliste Land Rover Discovery (PDF, 0,80 MByte) Kostenlos
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Zum Glück haben sie den Disco nicht abgeschossen sondern nur fotografiert!

Curious 1. September 2016, 17:23 Uhr
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