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Neuer Land Rover-Modelljahrgang

Facelift für Discovery und Range Rover

Land Rover Discovery Foto: Land Rover 26 Bilder

Obwohl Land Rover derzeit stark von der Krise betroffen ist, bringen die Briten im Herbst die Modelle Discovery, Range Rover und Range Rover Sport in überarbeiteter Version zu den Händlern. Vor allem beim Discovery fielen die Modifikationen derart umfangreich aus, dass der Hersteller vollmundig von der "vierten Generation" spricht.

08.04.2009 Jens Dralle

Land Rover-Chef Phil Popham gibt sich kämpferisch. Die Marke "lebt und ist aktiv" erklärt er im Gespräch mit auto motor und sport. Obwohl die Fahrzeuge aufgrund ihrer Größe und der starken Motorisierungen besonders von der Krise betroffen sind, schickt Popham im Herbst der neue Modelljahrgang auf die Höfe der Händler. Optimistisch blickt Popham allerdings nicht in Richtung Jahresende: "Wir haben 2008 rund 179.000 Autos verkauft. Die Zuwächse in den Wachstumsmärkten kann jedoch nicht die Rückgänge in den anderen Ländern kompensieren". 

Land Rover Discovery 4 4:27 Min.

Umfangreiche Überarbeitung für den Discovery

Während sich nun die Importeure wie in Deutschland bereits Gedanken machen, den bestand an aktuellen Modellen an die Kunden zu bringen, haben sich die Techniker einige Neuheiten einfallen lassen. Vor allem der Land Rover Discovery erfuhr eine umfangreiche Überarbeitung. Das neue Modell erhielt glattere und einfachere Flächen an der Fahrzeugfront, ergänzt durch wirkende neue Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlichtern.

Auch am Heck erhielt der Land Rover Discovery neue Leuchteneinheiten mit LED-Technik für Bremslicht, Schlussleuchten und Blinker. Als sichtbarer Beleg für die höhere Leistung des neuen Dreiliter-TDV6-Motors besitzt der vordere Stoßfänger nun eine größere Kühlluftöffnung. In der Optionsliste steht nun ein neues 19-Zoll-Leichtmetallrad mit sieben Doppelspeichen. Erstmalig ist darüber hinaus ein 20-Zoll-Alurad mit zehn Speichen erhältlich.

Drei neue Lackfarben für den Land Rover

Abgerundet wird das verfeinerte Land Rover Discovery-Außendesign schließlich durch die drei neuen Lackierungen "Nara Bronze", "Bali Blue" und "Ipanema Sand".Das Cockpit ist nun stärker in Richtung Fahrer geneigt, was nicht zuletzt Erkenn- und Erreichbarkeit der Bedienelemente verbessert. Die Steuerung des "Terrain Response"-Systems befindet sich weiter vorn an der Mittelkonsole, sodass der Becherhalter mehr in die Mitte der Konsole rücken konnte. Sämtliche Modellversionen besitzen zudem ein neu gestaltetes Lenkrad mit optimierter Anordnung der Bedieneinheiten für Audiosystem, Bordcomputer, Geschwindigkeitsregelung und Lenkradheizung.

Naturbelassene Hölzer und sorgfältig gearbeitete Nähte und Abdeckungen für Armaturenbrett, Türverkleidungen und Mittelkonsole sollen den Premium-Anspruch untertreichen. Zwei neue Innenraum-Kontrastfarben - ein mittelbraunes "Musskatnuss" und ein dunkleres "Arabica"-Braun - ergänzen die bestehende hellbeige Farbgebung. Hochwertigkeit auch beim Gestühl für die Passagiere: Die Plätze der ersten und zweiten Reihe wurden mit neuen Sitzen mit breiterer Sitzfläche ausgestattet, um Seitenhalt und Komfort nochmals zu verbessern. Die HSE-Ausstattungsvariante mit Premium-Lederbezügen verfügt außerdem über elektrisch verstellbare Seitenwangen der Sitzpolster, sodass Pilot und Beifahrer ihre Plätze individuell konfigurieren können.

Surround-Kamerasystem als Highlight

Praktischen Gründen folgte zudem in allen Modellversionen die Verlegung der Sitz-Bedienelemente in den oberen Bereich der Türverkleidungen. Technisches Highlight ist das neue, optionale Surround-Kamerasystem. Es besteht aus fünf Digitalkameras, die eine Ansicht von fast 360 Grad auf den Touchscreen übertragen. Die Kameras schalten sich selbsttätig ein, sobald das Fahrzeug angelassen wird - sie können bis zu einer Geschwindigkeit von 18 km/h verwendet werden. Dieses System bietet große Vorteile im Anhängebetrieb, da sich einzelne Kameras separat auswählen und zoomen lassen. Genutzt wird das Kamerasystem auch von der Gespannbetriebshilfe.

Sie wird mithilfe des Touchscreens ausgewählt und ermöglicht sehr akkurate Rangiermanöver mit angekoppeltem Anhänger. Das breite Sichtfeld der seitlichen Kameras eröffnet dabei einen sicheren Blick auf das Gespann. Die Bilder werden zudem elektronisch bearbeitet, sodass sie ein unverzerrtes Bild zeigen. Zusätzliche Führungslinien auf den hinteren Kameras verdeutlichen den Fahrweg von Zugmaschine und Anhänger. Um das System perfekt zu konfigurieren, können Merkmale wie Anhängerart, Zahl der Achsen und Breitenführung in das System eingegeben werden. Ergänzt wird die Gespannbetriebshilfe im neuen Land Rover Discovery durch das Anhängerstabilitätsprogramm.

Das System erkennt Schwankungen des Anhängers, indem es wichtige Fahrzeugparameter überwacht, wie unvermittelte Lenkreaktionen und leichte Fahrzeugschwankungen. Falls nötig, reduziert das System die Drehmomentabgabe des Motors und bremst das Zugfahrzeug, um das Gespann zu stabilisieren. Bis zu 3,5 Tonnen darf der Discovery 4 an den Haken nehmen. Einen besonderen Antriebskomfort verspricht der neue Dreiliter-TDV6, der dem bisherigen Motor mit 2,7 Litern Hubraum zur Seite gestellt wird. Der Euro-5-Selbstzünder leistet 245 PS und ein maximales Drehmomentmaximum von 600 Newtonmetern, das bei 2000 Umdrehungen anliegt. Das neue Triebwerk soll im kombinierten Messzyklus mit 9,3 Liter Diesel auf 100 Kilometer auskommen und 246 Gramm CO2 pro Kilometer emittieren.

Fünfliter-Kompressor-Benziner für den Range Rover Sport

Für den Range Rover Sport steht neben dem neuen Diesel auch der jüngst im Jaguar XKR und XFR vorgestellte Fünfliter-Kompressor-Benziner mit 510 PS zur Verfügung. Beide Motoren sind an eine Sechsstufen-Automatik vom Typ ZF HP28 gekoppelt. Das Getriebe verfügt über einen "intelligenten" Sportmodus, der sich an den individuellen Fahrstil eines Piloten anpassen kann. Erstmalig hat der Fahrer des Range Rover Sport darüber hinaus nun auch die Möglichkeit, per Schaltwippe am Lenkrad die Gänge manuell zu wechseln. Das Fahrwerk ist nun mit dem "Adaptive Dynamics"-System ausgerüstet, das mit einer modellbasierten Prognosetechnologie arbeitet, um die Dämpfereinstellungen unter einer Vielzahl möglicher Einsatzbedingungen kontinuierlich zu optimieren.

Herkömmliche Dämpfer wurden dabei durch Präzisionsdämpfer mit "DampTronic Valve"-Technologie ersetzt, die stufenlos einstellbare Dämpferventile besitzen. Mithilfe der Prognosetechnologie lassen sich die Dämpfereinstellungen an jedem Rad stufenlos zwischen einer eher weichen, komfortorientierten Einstellung und einer harten Dämpfung an die Karosseriesteuerung anpassen. Der Dämpferdruck auf jedem Rad wird nicht weniger als 500 Mal pro Sekunde überwacht, um Fahrkomfort und Karosserieverhalten zu optimieren.  Die Einführung der neuen kraftvollen Triebwerke nahm Land Rover weiterhin zum Anlass, den Range Rover Sport mit einem neuen, noch üppiger ausgelegten Bremssystem zu bestücken - wobei das V8-Kompressormodell eine ganz besondere Lösung erhielt.

Bremssystem für Topmotorisierung in Zusammenarbeit mit Bembo

In der Dieselausführung basiert die Bremsanlage auf dem System des bisherigen Range Rover Sport mit Kompressormotor. Es besteht vorn aus innen belüfteten 360 Millimeter messende Bremsscheiben mit neuen gusseisernen Doppelkolben-Faustsätteln und hinten aus belüfteten 350 Millimeter großen Scheiben aus leichtem Aluminium mit Einkolben-Faustsätteln. Das Bremssystem für die Topversion des Range Rover Sport wurde in Zusammenarbeit mit Brembo entwickelt. Hier kommen an den Vorderrädern innen belüftete 380 Millimeter-Scheiben mit einzigartigen, entgegengesetzt wirkenden Monoblock-Bremssätteln mit sechs Kolben aus Aluminium zum Einsatz, während hinten belüftete 365 Millimeter-Scheiben mit Einkolben-Faustsätteln bereitstehen.
 
Der modifizierte, klassische Range Rover beeindruckt darüber hinaus noch mit High-Tech Features im Interieur. So wurden die herkömmlichen Anzeigen im Armaturenbrett durch einen voll konfigurierbaren 12-Zoll-TFT-Bildschirm ersetzt, der dem Fahrer alle wesentlichen Informationen über ausgeklügelte "virtuelle" Skalen und grafische Anzeigen präsentiert. Das zwischen Drehzahlmesser und Tachometer platzierte Informationsdisplay kann vom Piloten ganz nach persönlichem Wunsch individuell konfiguriert werden. Das Spektrum der abrufbaren Informationen reicht dabei von Systemwarnungen über Außentemperatur und Fahrzeugwerte bis hin zu Audio- und Telefondaten. Hinzu kommen im Gelände nützliche Werte, wie Lenkwinkel oder Aufhängungs- und "Terrain Response" Einstellungen. Bedient wird der TFT-Bildschirm mithilfe eines Reglers am modifizierten Lenkrad.

Touchscreen mit Dual-View-Technologie feiert Premiere

Premiere feiert im Range Rover-Modelljahr 2010 zudem ein Infotainment-Touchscreen mit Dual-View-Technologie  der Range Rover ist damit weltweit das erste Modell, das dieses Merkmal besitzt. Clou des Systems: Pilot und Beifahrer können auf dem Display gleichzeitig völlig verschiedene Bilder ansehen. Während der Fahrer beispielsweise Navigationshinweise erhält, schaut der Beifahrer im selben Moment eine DVD - parallel auf demselben Bildschirm. Daneben steht eine überarbeitete Sprachsteuerung mit verbesserter Spracherkennungssoftware zur Verfügung. Das neue Festplatten-Navigationssystem wurden hinsichtlich schneller Routenberechnung und Zuverlässigkeit überarbeitet.

Außerdem besitzt das Navi eine noch einfachere Menüstruktur, die auch eine Streckenabschnitts-Zielführung umfasst. Dabei werden die Kreuzungskarte und die Informationssymbole mit Details zur Straßenbeschilderung ergänzt. Als zusätzliche Neuerung ist der Range Rover mit einer adaptiven Geschwindigkeitsregelung (ACC) bestückt. Das System verwendet ein 76-GHz-Abtastradar zur Lokalisierung von Fahrzeugen, die in der gleichen Richtung unterwegs sind. Mithilfe dieser Technik hält ACC durch Beschleunigen und Verzögern automatisch den vorgegebenen Abstand zu vorausfahrenden Verkehrsteilnehmern aufrecht. Zum ACC-System gehört daneben ein neuer, aufgewerteter Bremsassistent, der mit dem Abtastradar der adaptiven Geschwindigkeitsregelung zusammenarbeitet. Wenn das System eine Kollision für möglich hält, bereitet es den Bremsvorgang dahingehend vor, dass es bereits die Bremsbelege an die Bremsscheiben anlegt und durch maximalen Bremsdruck den Fahrer beim Bremsen unterstützt.

An Bord des neuen Range Rover befindet sich weiterhin ein Warnsystem für den Toten Winkel, dessen seitliche Radarsensoren Fahrzeuge und andere im toten Winkel verborgene Gegenstände erkennen. Wird ein Objekt identifiziert, leuchtet im Außenspiegel auf der Fahrerseite ein gelbes Warnsymbol auf. Phli Popham ist trotz der "erkennbaren Stabilisierung" in einigen Märkten wie Asien, USA und Großbritannien ebenfalls gewarnt und blickt nur verhalten optimistisch in die Zukunft "Wir haben 2008 rund 179.000 Autos verkauft. Die Zuwächse in den Wachstumsmärkten kann jedoch nicht die Rückgänge in den anderen Ländern kompensieren".

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