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Neuer Nischensportler Avatar

Britisches Leichtgewicht mit Focus-RS-Motor

Avatar Foto: Avatar Sports Cars 9 Bilder

Offene Sportwagen in Kleinserie haben Tradition in Großbritannien. Jetzt schickt sich ein neues Rennstreckenspielzeug an, um die Herzen der Briten zu erobern. Der Avatar setzt dabei auf Ford-Power - und ein niedriges Gewicht.

14.01.2016 Andreas Haupt Powered by

Avatar - da klingelt doch was. Den Namen kennen wir vor allem aus dem überaus erfolgreichen Science-Fiction-Streifen. Doch nun bekommt Avatar auch eine sportliche Note. Die britische Manufaktur, die die Track- und Rennsparte von Marlin Sports Cars ist, wirft einen neuen Sportwagen auf den Markt. Er soll mit nur 700 Kilogramm ein Leichtgewicht sein. Und ein Purist. Also ein Gegner für den Ariel Atom zum Beispiel.

Avatar mit 250 oder 350 PS

Der Avatar, so sagt es der Hersteller, wird ein Roadster für den normalen Straßenverkehr und die Rennstrecke gleichermaßen. Die Motoren für seinen Sportwagen borgt sich Avatar von Ford.

In der Grundausstattung kämpft ein 2,0-Liter-Vierzylinder-Ecoboost gegen die nur 700 kg an. Das Aggregat kennen wir aus dem Focus ST und leistet 250 PS und 400 Nm. In einer anderen Variante fallen die 350 PS des 2,3-Liter-Vierzylinders aus dem Focus RS über das Leichtgewicht her. Macht einmal ein Leistungsgewicht von 3 kg/PS, einmal von 2 kg/PS. Einen offenen Puristen mit Focus-RS-Herz stellten jüngst die Briten von Zenos Cars vor. Und der Zenos E10 R soll ebenso 700 kg wiegen.

Egal ob mit 2,0- oder 2,3-Liter-Vierzylinder: In beiden Fällen sitzt der Motor nicht vor, sondern hinter dem Fahrer. Die Kraft verteilt jeweils ein Fünfganggetriebe aus dem Porsche Boxster an die Hinterräder. Die Spurtzeit auf 96 km/h mit dem 250 PS-Benziner bemisst Avatar auf 3,9 Sekunden. Mit dem RS-Triebwerk dürfte das schneller gehen für den 3.660 mm langen Avatar. Der Zenos E10 R soll in drei Sekunden auf 96 km/h feuern.

Bislang vier Bestellungen

Der Avatar baut auf einem Gitterrohrchassis auf, das mit vier Karosserieteilen verkleidet wird. Die vorderen und hinteren Elemente sollen sich in weniger als 30 Sekunden abmontieren lassen. Das Fahrwerk setzt auf aus dem Cockpit heraus verstellbare Dämpfer.

Je nach Kundenwunsch soll sich der Avatar jederzeit nach- und aufrüsten lassen. So bietet man auch ein Sechsganggetriebe oder andere Dämpfer und Federn an. Für Rennstrecken-Freaks rüsten die Briten den Avatar gerne auch mit einem Überrollkäfig, Sechspunktgurten, einem anderen Kühlpaket und einem rennspezifischen Aero-Paket aus. Dazu kommen ein DL1 Datenaufzeichner, eine Kamera und maßgeschneiderte Sitze mit HANS-System (Head and neck support).

Bislang soll es für den Avatar vier Bestellungen geben. Mit den ersten Auslieferungen startet der Hersteller laut eigenen Angaben im Mai 2016. Bis 2017 strebt man den Aufbau von 25 Modellen an. Man könne im Fall der Fälle zwischen vier und sechs Sportwagen im Monat aufbauen, heißt es. Das Tuch vom Avatar ziehen die Briten auf der Performance Car Show 2016 am 14. Januar.

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