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Peugeot 308 GTi (2016) auf der IAA

Dieser GTi ist viel stärker und teurer als der Golf

IAA 2015, Peugeot 308 GTi 270 Foto: Stefan Baldauf / Guido ten Brink 26 Bilder

Peugeot zeigt mit dem 308 GTi auf der IAA in Frankfurt einen neuen Hot-Hatchback. Der Kompaktsportler leistet mit seinem 1,6-Liter-Turbobenziner 272 PS - und kommt ganz unauffällig daher. Aber: Eine Sonderausstattung macht ihn besonders auffällig.

01.07.2015 Roman Domes Powered by

Was haben wir gerätselt: Drosselt Peugeot die Leistung ihres Turbo-Triebwerks aus dem RCZ R im 308 GTi, um dem Sportwagen ein Alleinstellungsmerkmal zu sichern? Die klare Antwort lautet: jein!

Peugeot 308 GTi (2016) in Deutschland besonders stark

Es gibt sie, die gedrosselte Version. Sie leistet 250 PS, 22 weniger als die Top-Variante, der 308 GTi 270. Das ist jedoch für uns nicht wichtig: "Die schwächere Version kommt nicht nach Deutschland," sagt Peugeot-Mann Ulrich Bethscheider-Kieser im Gespräch mit sport auto. Gut so, denn die starke Variante hat nicht nur den Vorteil der etwas gesteigertern Motorpower.

Doch bleiben wir zunächst beim 1,6-Liter-Triebwerk. Das kennen wir bereits aus dem RCZ R, und haben es bereits ausgiebig genießen dürfen. Im 308 GTi legt Peugeot noch zwei PS drauf. Und macht den Kompakten damit zum stärksten Serien-Sportler der Geschichte. Die Maximal-Leistung von 272 PS liegt bei 6.000/min. an, das Triebwerk orgelt bei 6.500 Umdrehungen in den Begrenzer. Bei nicht einmal 2.000 Touren wuchtet der Motor 330 Nm maximales Drehmoment auf die Kurbelwelle, die Kraftübertragung erfolgt – stets handgeschaltet – auf die Vorderräder.

Torsen-Sperrdifferenzial an der Vorderachse

Um die Power nicht nur in Längs-, sondern auch in Querdynamik umzusetzen, arrangiert ein Torsen-Sperrdifferenzial die Kraftverteilung zwischen den beiden Vorderrädern. Mit dieser, technisch durchaus aufwendigen Maßnahme, will Peugeot Sport das bei Fronttrieblern typische Untersteuern beim Herausbeschleunigen aus Kurven ausmerzen. Die Sperrwirkung beträgt beim Beschleunigen 37 %, beim Bremsen 30 %. 

Die Werte für den Standardsprint auf 100 km/h bewegen sich mit glatten sechs Sekunden auf dem Niveau des Sportwagens. Bei 250 km/h wird der scharfe Peugeot 308 GTi elektronisch eingefangen. Die vergrößerte Bremsanlage mit vier Kolben vorne stoppt den schmucken, aber unauffälligen Hot-Hatchback. In Schwarz lackiert ist er kaum vom schwächeren GT-Bruder zu unterscheiden. Nur die GTi-Aufkleber sowie die doppelflutige Auspuffanlage deuten auf die Power unter der Haube hin. Aber: Eine Lack-Option dürfte dem 308 GTi die Aufmerksamkeit bescheren, die er verdient: nämlich die Kombination aus Rot und Schwarz, wie wir sie vom noch kompakteren 208 GTi bereits kennen.

Die Franzosen machen Leichtbau richtig

Dabei ist der Peugeot 308 GTi kein wuchtiges Fahrzeug: Mit einer Länge von 4,25 m ist er marginal kürzer als ein VW Golf GTI, steht aber mit einer etwas breiteren Spur kräftiger auf den Michelin Pilot Super Sport-Reifen. Und jetzt aufgepasst: Der Peugeot 308 GTi ist ein richtiges Leichtgewicht! Mit 1.205 Kilo (ohne Fahrer, vollbetankt) unterbietet er die Gewichtsangabe des Golf GTI um mehr als 200 Kilogramm (Supertest-Golf: 1.406 kg). Auf den ähnlich starken, 1.311 Kilo leichten Renault Mégane R.S. 275 Trophy hat der Peugeot immer noch gut zwei Zentner Vorsprung - wenn man den Herstellerangaben Glauben schenken mag. Ein erster Test wird Klarheit schaffen, bis dahin sind wir beeindruckt. 

Das niedrige Gewicht resultiert aus konsequentem Leichtbau. Peugeot philosophiert also nicht stundenlang über Spaceframe und Co., sondern setzt den Gedanken einfach um. Diverse Fahrwerksteile bestehen aus Aluminium, so in etwa die Querlenker an der Vorderachse. Weiterhin setzt der französische Hersteller aus Paris auf den Einsatz von hochfestem Stahl. Dieses Material zeichnet sich dadurch aus, dass es durch Beimengungen von Elementen wie Vanadium oder Titan um ein vielfaches fester ist. Dadurch kann die Dicke der Stahl-Bauteile reduziert werden - ohne Einbußen bei der Sicherheit für die Insassen.

Peugeot 308 GTi ab 34.950 Euro

Fahrer und Beifahrer blicken derweil auf ein reduziertes, minimalistisch gestaltetes Interieur. Viele Knöpfe, Kipp- und Drehschalter? Fehlanzeige. Alle wesentlichen Features wurden - wie beim normalen 308er - in den Touchscreen integriert, der in Mittelkonsole, zwischen Lüftungsauslässen gepflanzt wurde.  

Auch alles andere als gewöhnlich: das kleine Lenkrad und die darüber liegenden Instrumente mit gegenläufigen Skalen für Tempo und Drehzahl. Fast wie bei Aston Martin. Wesentlich niedriger als bei den eleganten Briten ist beim Peugeot 308 GTi sowohl der Preis, als auch der Verbrauch. Auf 100 Kilometer soll der 1,6-Liter-Turbo nur 6,0 Liter Superbenzin verbrauchen, zumindest im Labor. In der Realität dürfte dieser Wert um etwa acht bis neun Liter liegen.  

Für ihren 308 GTi rufen die Franzosen einen Basispreis von 34.950 Euro auf. Damit fällt er teurer aus als der VW Golf GTI mit Performance Paket. Dieser GTI kostet bei uns mindestens 30.400 Euro. Der Peugeot 308 GTi ist ab sofort bestellbar und ab November 2015 lieferbar.

ModellLeistung0 - 100 km/hGewicht (DIN)Preis ab
Honda Civic Type R310 PS / 400 Nm5,7 Sek.1.382 kg36.500 Euro
Seat Leon Cupra 290290 PS / 350 Nm5,7 (DSG) / 5,81.395 kg33.120
Opel Astra OPC280 / 4006,01.550 kg34.990
Peugeot 308 GTi 270272 / 3306,01.395 kg34.950
Renault Megane RS265 / 3606,01.403 kg27.950
Ford Focus ST250 / 3606,51.437 kg29.100
VW Golf GTI Perf.230 / 3506,4 / 6,41.382 kg30.400
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